Welche Online-Marketing-Strategie ist die Rich­tige für mein Unter­nehmen?

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Online-Marketing-Bei­trag

Informationen gemäss Stand vom 5.7.2021

Viele Betriebe haben in Inse­rate und weitere alte Werbe­mass­nahmen inves­tiert. Viele Unter­nehmer über­legen sich, in Zukunft in das Online-Marke­ting zu inves­tieren.

Marketing Bildquelle von simplu27 auf Pixabay

Doch, es stellen sich Fragen wie:

  • Wo soll ich beginnen?
  • Welche Marketing­strate­gien gibt es?
  • Was bedeuten die vielen Begriffe, die es in dieser Branche gibt?
  • Welche Marketing­strate­gien eignen sich für mich und meinen Betrieb?

Genau diesen Fragen wird der Beitrag auf den Grund gehen.

Inhalts­ver­zeich­nis: On­li­ne-Mar­ke­­ting-Stra­­te­­gien

„Die Qualität meiner Kommunikation bestimmt die Qualität meines Le­bens.“
Dirk-Michael Lambert

Die Basis

Was brauchen Sie zum Anfangen? Mein Tipp:

  • Landingpage
    Eine Landeseite mit einem einfachen Angebot, um die E-Mail-Adresse von in­te­ressierten Personen zu be­kom­men.
  • E-Mail-Liste
    Eine Follow-Up-Software, um die interessierten Personen regelmässig auto­matisch anzuschreiben und um Ver­trau­en aufzu­bauen.
  • Salespage
    Eine Verkaufsseite, wo der Besucher Ihr Produkt oder Dienstleistung kaufen kann.
  • Strategie
    Ein Plan, wie Sie Traffic auf diese Seiten bekommen, siehe nächste Abschnitte.

Content-Marketing

Beim Content-Marketing geht es um Inhalte. Anstatt in schnöde Werbung zu investieren, gibt man den Klienten und po­ten­ziellen Kunden etwas, was sie wirklich brauchen können: Nützliche Informationen ohne Werbung! Sei es ein Blog, Fachartikel, E-Books, Podcasts (Audiobeitrag), Videos oder ein anderes Informationsprodukt.

Ihre Anforderungen für das Content-Marketing

  • Branche
    Sie arbeiten in einer Branche, in der es nützliche Informationen für die Konsumenten gibt.
  • Ihr Know-how
    Sie haben etwas zu sagen und Sie kennen sich in Ihrer Branche gut aus.
  • Ihre Vorlieben
    Sie schreiben gerne (zum Beispiel ein Fachartikel), Sie reden gerne (und erstellen ein Podcast) oder Sie lassen sich gerne Filmen (und erstellen ein Video).
  • Ihre Investition
    Die Investition ist nicht direkt Geld, sondern Zeit.
    (Ausnahme: Wenn Sie das Erstellen der Beiträge outsourcen)

Weitere Informationen zu Content-Marketing

Video-Mar­keting

Beim Video-Marketing werden Videos erstellt und diese werden auf Platt­form wie YouTube und Vimeo online ge­stellt. Video-Marke­ting ist eines der wichtig­sten und produk­tivsten Möglich­keiten im Web, um Besucher zu ge­ne­rieren. So­fern man es richtig macht.

Ihre Anforderungen für das Video-Marketing

  • Ausrüstung
    Sie brauchen einen Partner, der Ihre Filme erstellt oder Sie erstellen die Filme selbst.
  • Know-how
    Wenn Sie die Filme selber erstellen, brauchen Sie ein gewisses Mass an Know-how. Schliess­lich muss nicht nur ge­filmt werden, die Videos müssen vertont und geschnit­ten werden. Zudem müssen die Videos geschickt im Markt platziert werden.

Weitere Informationen zu Video-Mar­keting

E-Mail-Mar­keting

Bei E-Mail-Marketing schreiben Sie Ihre Kontakte an. Sei es gelegentlich eine einzelne E-Mail, sei es ein regel­mäs­siger News­letter oder sogenannte E-Mail-Sequenzen per Follow-Up-Autoresponder.

„E-Mail-Marketing ist eine der wich­tig­sten Mass­nahmen im Internet-Marketing!“

Nur via E-Mail oder Messenger können Sie regelmässig Kontakt mit der potenziellen Kundschaft aufnehmen. Sie müs­­sen je­doch zuerst einen legalen Stamm an E-Mail-Adressen aufbauen.

Ihre Anforderungen fürs E-Mail-Marke­ting

  • Software oder Onlinedienst
    Um die E-Mails zu erfassen, zu verwalten und zu verschicken brauchen Sie eine Software. Am effizientesten lö­sen Sie dies mit einem Onlinedienst. Je nach System rechnen Sie mit jährlichen Kosten von rund 300 bis 500 Euro.
  • Relevante Inhalte
    Wie beim Thema Content-Marketing besprochen, müssen Sie nützliche Informa­tionen für die Abonnenten Ihrer Adressenliste bieten. Sind Ihre Informationen irrelevant, werden Sie sehr schnell die Erlaubnis verlieren, E-Mails an Ihre Abonnenten zu senden. So sieht die Praxis auf!
  • Ihre Investitionen
    Sie brauchen die oben erwähnte Software sowie die Zeit, um die Inhalte zu erstellen.
  • Legale Adressen einsammeln
    Bevor Sie die E-Mails versenden können, braucht man zuerst einen Adressen­stamm. Je nach Land gelten an­de­re Regeln für den Versand dieser E-Mails. Erkundigen Sie sich im Voraus darüber.

Weitere Informationen zu E-Mail-Marketing

Keyword-Advertising, Suchmaschinenwerbung

Beim Keyword-Advertising handelt es sich um eine Schlüsselwort-Werbung wie zum Beispiel Google Ads. Wenn Sie bei der Suchmaschine Google nach einem Schlüsselwort wie zum Beispiel „Mehr­zweck­reini­ger“ suchen, werden Sie sehen, dass ganz oben kleine Inserate erscheinen. Firmen haben Schlüsselworte wie beispielsweise „Mehr­zweck­rei­niger“ oder „Mehrzweckreiniger kaufen“ gebucht.

Sobald jemand ein Inserat anklickt und auf die entsprechende Webseite weiter­leitet wird, muss der Werbende eine Gebühr bezahlen. Gibt es zu einem bestimmten Schlüssel­wort keine Mitbewerber, so bezahlt der Werbende dafür ein paar Cents. Je mehr Mitbewerber das gleiche Schlüssel­wort bewerben, desto teurer wird es. Dann kann ein Klick schon mal viele Euro kosten.

Ihre Anforderungen für das Keyword-Advertising

  • Investition I
    Die Investition ist hier gleich mal Geld.
  • Investition II
    Der Aufbau erfolgreicher Kampagnen ist nicht ganz einfach. Vertrauen Sie hier auf einen Profi oder investieren Sie viel Zeit in das Lesen eines Buches und in das Umsetzen der entsprechenden Informationen.
  • Investition III
    Investieren Sie regelmässig Zeit, um die Ergebnisse zu kontrollieren und nicht optimal laufende Anzeigen zu lö­schen oder zu opti­mieren.
  • Landeseite
    Wenn jemand Ihr Inserat anklickt, so muss er nachher auf einer passenden Seite landen, die direkt das Ange­bot des Inse­rates wahr­nimmt. Man spricht hier von einer Landeseite. Diese Lande­seiten müssen zuerst einmal an­ge­legt werden.

Weitere Informa­tionen zu Keyword-Adver­tising, Suchmaschi­nenwer­bung

Social-Media

Bei Social-Media geht es um die Teilnahme auf Portalen wie zum Beispiel Facebook, Twitter, XING, Linkedin, Pinte­rest und vielen weiteren Quellen. Hier geht es nicht darum, irgendwelche Angebote rauszuhauen, sondern mit den Lesern nützliche Informationen zu teilen und in einen Dialog zu treten.

Ihre Anforde­rungen für Social-Media

  • Regelmässig
    Die Kommunikation auf diesen Kanälen muss regelmässig geschehen. Sie sollten zum Beispiel bereit sein, zum Beispiel jeden Tag eine Stunde dafür zu investieren.
  • Investition
    Die meisten Portale sind kostenlos, zumindest in der Grundkonfiguration. Ihre Investition ist deshalb vor allem Zeit.
  • Freude
    Social-Media muss Ihnen Freude machen, sonst wird nichts daraus. Nur wenn Sie mit Freude an die Sache he­ran­gehen, kann der Funke auf Ihre Leser überspringen.

Weitere Informa­tio­nen zu Social-Media

  • Welches Portal ist das Richtige?
    Diese Frage stellen sich viele Kaufleute. Finden Sie im Dialog mit Ihren Kunden heraus, welche Portale Ihre Klien­ten besuchen.
  • XING und Linkedin
    Bei diesen beiden Portalen sollten eigentlich alle an Umsatz interessierten Personen zumindest in der kos­ten­losen Version vertreten sein. Füllen Sie die Profile sauber aus und geben Sie auf Anfragen immer inner­halb von 24 Stunden Antwort.
    Weiter zu XING und Linkedin.
  • Social Media Newsroom
    Erfahren Sie, wie Sie Ihren eigenen Social Media Newsroom aufbauen.

Pressearbeit

Haben Sie geeignetes Material, ist die Pressearbeit ein interessantes Thema. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie verschicken Ihre Pressemitteilungen,

a) per E-Mail direkt an die Presseorgane.
b) Sie bedienen sich kostenpflichtiger Onlinedienste, die Ihre Mitteilungen an die Presse zustellt.
c) Sie bedienen sich der offenen Presseportale (wo aber nicht unbedingt die Presse mitliest).

Ihre Anforderungen

  • Neuheiten
    Haben Sie regel­mässig etwas Neues zu berich­ten? Sie müssen Informa­tionen besitzen, die für einen Teil der Me­dien wirk­lich relevant sind.
  • Schreiben, schreiben, schreiben
    Sie schreiben gerne sachlich und kompetent über Ihre Produkte.

Weitere Informationen zu Pressearbeit

Partnerprogramme / Affiliate Marketing

Bei einem Partnerprogramm bieten Affiliates auf ihrer eigenen Website ein Produkt an. Sobald jemand den Link des Affiliates folgt und das Produkt kauft, erhält der Affiliate eine Provision. Haben Sie mehrere hundert oder tausend Affiliates, kann der Umsatz buchstäblich explodieren.

Ihre Anforderungen für ein Partnerprogramm

  • Produkt und Marge
    Zuerst einmal brauchen Sie ein geeig­netes Produkt mit einer grossen Marge. Bei digitalen Produkten wird bei­spiels­weise 50% des Umsatzes abgegeben, bei einem physischen Produkt können es zum Beispiel 5% oder viel mehr sein.
    Bedenken Sie: Je höher die offerierte Provision, desto mehr werden sich die Affiliates ins Zeug legen.
  • Technische Infrastruktur
    Zudem brauchen Sie die technische Infra­struktur, um die Provisionen auszuwerten und auszuzahlen. Entweder Sie bauen diese mit einer gekauften Software selbst auf oder Sie arbeiten mit einem Partner­programm-Netz­werk zusammen. Ein Netzwerkpartner kostet etwas Geld, hat aber den grossen Vorteil, dass diese Ihr Angebot einem grossen Affiliate Netzwerk anbieten können. So finden Sie viel schneller geeignete Affiliates.
  • Ihre Offline-Infrastruktur
    Sollte man in kurzer Zeit durch diese Massnahme mehr Umsatz generieren, so muss natürlich die eigene Firma mitwachsen. Sprich, man muss in der Lage sein, die Aufträge fristgerecht ausführen und ausliefern können.

Weitere Informationen zu Partnerprogramme / Affiliate Marketing

„Suchmaschinenoptimierung“

Bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) geht es darum, den eigenen Webauftritt so aufzubauen, dass er bei den wichtigen Suchmaschinen als relevant eingestuft wird. Jeder Gewerbetreibende möchte natürlich, dass er bei der Eingabe seiner Stichworte an der Position 1 des Suchmaschinenrankings erscheint.

Ihre Anforderungen für SEO

  • Grundlagen
    Die absoluten Grundlagen können Sie sich relativ schnell erarbeiten. Wer mit einem Content-Management-System arbeitet, ist dafür schon mal gut gewappnet.
  • Hohe Ziele, höheres finanzielles Budget
    Für höhere Ziele arbeiten Sie mit einem Profi zusammen. Suchmaschinenoptimierung ist jedoch kein Thema, welches Sie einmal anpacken und es vergessen. Aus diesem Grund bieten SEO-Profis ein monatliches Abo an. Deshalb sollten Sie ein höheres Budget zur Verfügung haben.

Weitere Informationen zu Suchmaschinenoptimierung

  • Grundlagen
    Zumindest die Grundlage der Suchmaschinenoptimierung muss man als Websitebetreiber verstehen.
  • Referenzen verlangen
    Es gibt viele Freelancer, die bieten Suchmaschinenoptimierung, Webdesign und EDV-Dienstleistungen an. Die Pro­fis in diesem Bereich bieten jedoch nur SEO an. Das Thema ist in den letzten Jahren immer komplexer ge­wor­den, sodass für Hobby-SEOs die Luft dünn geworden ist. Zudem brauchen die Profis teure Software, die sich nur ein Anbieter leisten kann, der einen grösseren Kundenstamm sein eigen nennt.

Webinarmarketing

Webinare Bei dieser Massnahme geht es um Online-Seminare. Interessierte Personen kön­nen via Com­pu­ter und Internet­anschluss zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Anlass teilnehmen. An diesem Workshop können die Modera­toren Wissen vermitteln und danach ein passendes Pro­dukt zum Kauf anbieten.

Per Webinare hat man einen persönlichen Eindruck des Moderators, was beim Vertrauensaufbau enorm hilft. Man kann dem Anbieter sofort Fragen stellen und bekommt diese beantwortet.

Ihre Anforderungen für Webinare

  • Onlinedienst
    Für das Abhalten der Webinare benötigt man die entsprechende technische Infrastruktur. Diese lässt sich bei einem der vielen Anbieter auf dem Markt mieten.
  • Das Thema
    Man braucht ein Thema, über das man ein Webinar abhalten möchte. Für dieses Thema müssen interessierte Per­sonen vorhanden sein. Sprich, es muss ein Markt vorhanden sein.
  • Aufbau
    Das Webinar muss entsprechend aufgebaut sein. Es ist hier sicher von Vorteil, wenn der Moderator gewöhnt ist, vor anderen Menschen zu sprechen. Es wird eine gewisse Extrovertiertheit erwartet.

Weitere Informationen zu Webinarmarketing

Website Statistik, Webanalyse

Egal welche Werbemassnahmen Sie planen, Sie müssen unbedingt Ihre Ergeb­nisse kontrollieren. Nur so lernen Sie, was bei Ihnen funktioniert und was nicht. Installieren Sie sich eine leistungs­fähige Website-Statis­tik-Software, wie zum Beispiel Matomo oder Google Analytics.

Ihre Anforderungen für die Website Statistik

  • Zeit-Investition
    Die beiden erwähnten Angebote sind kostenfrei. Sie müssen regel­mässig Zeit investieren, um Ihre Statistik zu konsul­tieren und Ihren Webauf­tritt konstant zu optimieren.

Tipps und Tricks

Der Mentor

Alles nicht ganz einfach. Die einfachste Methode, es von Anfang an richtig zu machen, ist der Einsatz eines Men­tors. Ein Mentor, der Sie von Beginn an in die rich­tige Richtung leitet und sie bera­tend unter­stützt.

P.S.

„Entscheiden Sie sich, aufgrund Ihrer Fähigkeiten und Ressourcen, welche Online-Marketing-Massnahmen für Sie und Ihren Betrieb infrage kommen! Informieren Sie sich zuerst über die entsprechenden Grundlagen res­pektive Fakten und betreiben Sie eine konstante Weiterbildung. Die Erfolge werden nicht lange auf sich war­ten lassen.“

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Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

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Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.