Wie Sie im Online-Mar­keting er­folg­reich Squeeze-Pages ein­set­zen

mit Keine Kommentare

Cyber-Marke­ting-Fach­bei­­trag: Squeeze-Pages

Informationen gemäss Stand vom 11.10.2021

Squeeze-Pages erobern das Web!
Wurde diese Marketingmethode früher vor allem von Infomar­ke­tern angewendet, so wird dieses System immer mehr von Bera­tern und Firmen aller Art ein­ge­setzt. Was eine Squeeze-Page ist, was Sie dafür benö­ti­gen und wie Sie sie er­folg­reich an­wen­den, erfah­ren Sie in die­sem Beitrag.

Squeeze-Pages

Bildquelle von kalhh auf Pixabay

Inhaltsverzeichnis: Sequenz-Mar­ke­ting


Was ist eine Squeeze-Page?

Die Squeeze-Page ist eine spe­zielle Seite auf einem Internet­auftritt, die den Besucher dazu bewegen soll, seine E-Mail-Adresse zu hinterlassen. Der Name kommt daher, dass ein gewisser Druck auf den Surfer ausgeübt wird (to squeeze = pressen oder quetschen). Der Besucher wird erst auf die gewünschte Seite gelassen, wenn er seine E-Mail-Adresse erfasst hat.

In vielen Fällen wird nach dem Nachnamen oder Vornamen gefragt, damit der Besucher in den E-Mails persönlich an­ge­sprochen werden kann.

Squeeze-Page

Squeeze-Pages werden meis­tens dazu benutzt, um ein digitales Geschenk an den Be­sucher zu kredenzen. Gleich­zeitig wird mit der E-Mail-Adresse des Besuchers der eigene E-Mail-Verteiler res­pektive eine E-Mail-Liste auf­gebaut.

Wie läuft der ganze Prozess bei Squeeze-Pages grundsätzlich ab?

  • Beginn
    Der Besucher erfasst auf der Squeeze-Page seine E-Mail-Adresse.
  • Single-Optin
    Auf der nächsten Seite wird dem Besucher für seinen Ein­trag gedankt. Es wird darauf hingewiesen, dass so­eben eine E-Mail an seine Adresse geschickt wurde und dass er bitte den Link in die­ser E-Mail an­klicken mö­ge.
  • Double-Optin
    Der Besucher klickt in der er­haltenen E-Mail auf einen Link. Damit wird sicherge­stellt, dass niemand in den Ver­teiler aufgenommen wird, der fälschlicherweise die E-Mail-Adresse einer anderen Person eingetragen hat.
  • Bestätigung des Eintrages
    Der Besucher erhält nun eine Bestätigungsseite und seine E-Mail-Adresse wird in den Verteiler aufgenommen. Auf dieser Bestätigungsseite kann der Besucher sein Geschenk herunter­laden oder er bekommt eine weitere E-Mail mit dem Download-Link.
  • Regelmässige Informationen
    Der Besucher erhält ab die­sem Zeitpunkt gelegent­lich weitere Informa­tionen per E-Mail.

Beispiel: Wie können Berater eine Squeeze-Pa­ge ein­setzen?

Bei Beratern geht es vor allem darum, sich als Experten in ihrem Gebiet zu positionieren. Berater aller Fach­rich­tun­gen senden zum Beispiel eine inte­ressante Informa­tions­broschüre und koppeln die erfassten E-Mail-Adressen mit einem Follow-Up-Autoresponder. Dieser Follow-Up-Autoresponder ver­sen­det vollkommen auto­ma­tisch in regelmässigen Abstän­den eine E-Mail an seine Abonnenten.

Es gibt eine bekannte Marketing­these die besagt, dass Inte­res­sen­ten erst ab dem siebten Kontakt Vertrauen in eine Firma aufgebaut haben und etwas kau­fen. Also stellt man regelmässige Kontakte per E-Mail her. Diese E-Mails sol­len keine platte Werbung, sondern müssen relevante Infor­ma­tio­nen für die Abonnenten ent­halten.

Marketing-Experten empfehlen nur ca. 20 bis 25% der Infor­ma­tionen mit Eigenwerbung zu bestücken. Zu viel Wer­bung provoziert den Abonnenten zum Abmelden des Abos. Konkret geht es darum, sich regelmässig beim po­ten­ziellen Kun­den mit interessanten Informa­tionen zu melden, um bei Bedarf als Lie­ferant einbezogen zu wer­den.

So könnte der Ablauf in der Praxis aus­se­hen

  • Erfassung
    Der Besucher erfasst seine E-Mail-Adresse.
  • Bestätigung
    Am selben Tag erhält er eine E-Mail mit dem Link, wo er eine kostenlose PDF-Datei oder sonst ein digitales Ge­schenk herunterladen kann.
  • 1. Nachfolge E-Mail
    Nach zum Beispiel 7 Tagen erhält er eine weitere E-Mail, indem der Abonnent um Feedback gebeten wird.
  • 2. Nachfolge E-Mail
    Nach 14 Tagen erhält er eine E-Mail, wo seine Kontakt­person oder Firma vorgestellt wird inkl. Hinweis auf die Social-Media-Kanäle.
  • 3. Nachfolge E-Mail
    Nach 21 Tagen erhält er eine Lösung für ein konkretes Problem, welches Ihre Firma löst.
  • 4. Nachfolge E-Mail
    Nach 28 Tagen erhält er einen weiteren Lösungsvorschlag für ein konkretes Pro­blem des potenziellen Kunden.
  • 5. Nachfolge E-Mail
    Nach 35 Tagen bekommt er weitere Tipps und Tricks oder es wird eine bestimmte Dienstleistung respektive Produkt angeboten.
  • Etc.

Was brauchen Sie für eine Squeeze-Page?

  • Internetseite
    mit einem attraktiven Text und einem Formular für die E-Mail-Eingabe.
  • Formularcode
    für den Datenbankeintrag.
  • Danke-Seite
    für den ersten Anmelde­schritt.
  • Weitere Danke-Seite
    für erfolgreich bestätigte An­mel­dung.
  • Seite für Anmelde-Fehler
    erscheint beispielsweise, wenn man eine unkorrekte E-Mail-Adresse eingetragen hat.
  • Geschenk
    in Form einer nützlichen PDF-Datei, Einladung zu einem Webinar oder eines inte­ressanten Videos.
  • Eine Software oder einen Online-Dienst,
    der die entsprechenden E-Mails versenden kann.

Da sich Abonnenten wieder ab­melden dürfen, braucht es noch

  • Danke-Seite für erfolgreich bestätigte Abmeldung.
  • Seite für Abmelde-Fehler.

Wie richten Sie eine Squeeze-Page ein?

Dieser Vorgang ist vom einge­setztem Newslettersystem res­pek­tive Follow-Up-Autores­pon­der-Programm abhängig. Je­doch ist bei allen Systemen der Vorgang ähnlich. Am besten eignet sich dazu ein Online-Dienst, mit dem Sie eine unbe­grenzte Anzahl von Mai­ling­listen einrichten können.

Marktleader in diesem Markt­seg­ment ist der englisch­sprachige Online-Dienst von AWeber* (der Dienst lässt sich im ersten Monat für 1 $ testweise benutzen). Sehen wir uns den Vorgang als Beispiel beim deutschsprachigen Dienst Flatrate-Newsletter* (der Dienst lässt sich 14 Tage gratis testen) an.

Zuerst brauchen wir die ei­gent­liche Squeeze-Page. Diese gestalten Sie selbst oder Sie laden sich im Web pro­fe­sionelle Vorlagen herunter.

Die Squeeze-Page muss aus
➤ einem attraktiven Text,
➤ einem Formular für die Ein­tragung der E-Mail-Adresse,
➤ und dem entsprechenden Code, den wir vom Soft­ware­her­steller erhalten, bestehen. Dabei wird der FORM TAG angepasst. Beispiel:
<form name=“subscribeform“ method=“post“ action=“http://www.url-des-anbieters.de/eintrag.php“>

Dann erstellen wir eine einfache Internetseite, wo wir uns für die Anmeldung bedanken.

Nachdem der Besucher eine E-Mail erhalten und den Link darin angeklickt hat, erscheint die Bestätigungsseite. Auf dieser Webseite kann man sich noc­hmals für die Eintragung bedanken und bietet den Download-Link für das Ge­schenk an. Die E-Mail-Adresse ist nun im Verteiler und wir sind aus rechtlicher Hinsicht auf der sicheren Seite.

Sollte die erfasste E-Mail-Ad­res­se des Besuchers einen Fehler haben (zum Beispiel fehlt das @-Symbol), so er­scheint eine Webseite mit dem Hinweis auf einen Fehler in der E-Mail-Adresse.

Die drei erstellen Dateien sind einfache Internetseiten mit dem entsprechenden Text, mehr wird nicht benötigt. Im Ver­wal­tungs­zent­rum der Software müssen wir jetzt nur noch die genaue Adresse dieser drei Da­teien eintragen:

Squeeze-Page

Nachtrag: In den einzelnen E-Mails an die Abonnenten wird jeweils ein Link hinzugefügt, wo man das Abonnement kün­di­gen kann. Sie brauchen deshalb nochmals zwei Dateien.

Nachdem der Abonnent den Ab­meldelink angeklickt hat, er­scheint eine Internetseite, bei dem man sich vom Abon­nenten verabschiedet.

Sollte der Abonnent zum Bei­spiel zweimal den Abmelde­link anklicken, erscheint eine Webseite mit einem Hin­weis, dass die zu löschende E-Mail-Adresse nicht mehr im Verteiler ist.

Auch diese beiden Webseiten werden der Software mitgeteilt.

Squeeze-Page

Welche Bestandteile hat die Squeeze-Pa­ge?

  • Eine Headline
    Diese muss unbedingt das Problem oder den Wunsch der Zielgruppe enthalten.
  • Eine Subheadline
    unterstützt die Headline.
  • Die Kundennutzen, die Vor­teile
    meistens in Form von einzelnen Aufzählungen.
  • Visualisierung
    gegebenenfalls einen Pfeil verwenden, der auf den Ein­tragungsort der E-Mail-Ad­resse hinweist.
  • Das Formular
    für die Eintragung der E-Mail-Adresse.
  • Eine Handlungsaufforderung
    Am erfolgreichsten sind grüne und orange Knöpfe.
  • Vertrauenselemente
    wie Referenzen oder Siegel.
  • Links
    auf die Seiten Impressum und Datenschutz.

P.S.

„Nachdem diese Schritte durch­geführt wurden, müssen Sie den ganzen Ablauf noch tes­ten. Läuft alles, be­ginnen Sie mit der Ve­rmark­tung der Squeeze-Page.“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.