Langfristige Follow-Up-Strate­gie für Berater und andere Branchen

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Spezifischer Online-Marketing-Beitrag: Verkaufs­trich­ter

Informationen gemäss Stand vom 5.11.2021

Wie können Berater mit potenziellen Kunden regelmässig in Kontakt treten?
Mit dieser vorgestellten Online-Marketing-Strategie geht es darum, einem möglichen Kun­den ein Geschenk zu un­ter­brei­ten und gleichzeitig die eigene Kompetenz zu beweisen. Da sich Vertrauen nur über mehrere Kontakte aufbaut, wird der Follow-Up-Autoresponder den Interessenten über einen längeren Zeitrahmen mit nützlichen E-Mails be­die­nen.

Online-Marketing-Strategien

Eine bekannte Marketingthese besagt, dass potenzielle Kunden erst ab dem fünften bis siebten Kontakt Vertrauen in eine Firma aufgebaut haben und erst dann zu einem Kauf entschlossen sind. Mit diesem hier vorgestellten Mo­dell stellen Sie regelmässige Kontakte per E-Mail her. Diese E-Mails dürfen keine plumpe Werbung, sondern in­te­­res­­san­te In­for­ma­tionen für die Interessenten bereithalten. Konkret geht es darum, sich regelmässig beim po­ten­ziel­len Kun­den mit relevanten Informationen zu melden, um bei konkretem Bedarf als Lieferant einbezogen zu wer­den.

Inhalts­­ver­­zeic­h­nis: Spezi­­fische Follow-Up-Stra­­tegie


Voraussetzungen

Zielgruppe

  • Selbständige Berater,
    die ein Internet-basierendes Marketing aufbauen wollen.
  • System eignet sich für andere Branchen,
    jedoch weniger für Produkte des alltäglichen Bedarfs.

Vorbereitung

  • Vorbereitung: Handbuch erstellen
    Der Berater erstellt ein Textdokument mit ca. 50 A4-Seiten. (Alternative: Sie kaufen sich ein E-Book mit PLR-Rech­ten*. Dieses E-Book dürfen Sie verän­dern und unter eigenem Namen weitergeben). Dieses Dokument um­fasst zum Beispiel rund 47 zeitlose Tipps und Tricks zu seinem spezifischen Thema. Alle Tipps müssen für die potenzielle Kundschaft sehr nützlich und klar ver­ständlich sein. (Ohne Fachchinesisch)
  • PDF-Report erstellen
    Nun wird ein PDF-Report mit ca. 5 bis 10 Seiten erstellt. Der Report soll einen Titel in der Art „3 Tipps wie Sie …“ lauten und wird die ersten 3 Tipps aus dem Handbuch enthalten. Verwenden Sie eine professionelle Vorlage, damit der Report gut aussieht und perfekt ausgedruckt werden kann. Das Titelbild muss professionell sein. Ein Foto des Bera­ters muss unbedingt ersichtlich sein, eventuell sogar als Logo mit Foto im Seitenfuss. Gegebenenfalls muss ein Gra­fi­ker für das Design beigezogen werden.
  • Follow-Up-Autoresponder installieren und konfigurieren
    Ein leistungsfähiger Follow-Up-Autoresponder* wird eingerichtet und mit der Website vernetzt.
  • Website bearbeiten, Squeeze-Page erstellen
    Direkt auf der Homepage der eigenen Webpräsenz wird ein Formular zur Bestellung des kostenlosen Reports inte­griert (Squeeze-Page). Sobald jemand seinen Namen und seine E-Mail-Adresse erfasst hat, erscheint eine Danke­seite, mit dem Hinweis, wie es weitergeht.
  • Doppeltes Opt-in
    Der Interessent erhält eine E-Mail, worin er einen Link anklicken muss. Damit wird seine Adresse im Follow-Up-Sys­tem aktiviert. (Diese Massnahmen schützt den Missbrauch der E-Mail-Adresse)
  • PDF-Report Versand
    Nachdem der Empfänger den Link angeklickt hat, wird der ver­sprochene Report ver­schickt respek­tive zum Down­load angeboten.

Autoresponder-Bausteine

Bevor man dem Interessenten ein Angebot unterbreitet, sollte man ihm mindestens 5 bis 7 E-Mail-Sequenzen mit nütz­lichen Informationen zustellen. Doch was kann das sein? Oben habe ich das Handbuch mit ca. 50 Seiten er­wähnt. Damit haben Sie schon mal rund 50 E-Mails. Hier ein paar weitere Tipps aus der Praxis:

  • PDF-Datei I
    Firmenbroschüre mit nützlichen Informationen.
  • PDF-Datei II
    Senden Sie eine Checkliste als PDF-Dokument. Beispiele:
    „21 praktische Tipps aus der Praxis von …“
    „10 Kilos in 20 Tagen abnehmen“
    „Insider-Report über …“
  • PDF-Datei III
    Senden Sie ein Glossar, welches Fachbegriffe aus Ihrer Branche verständlich übersetzt.
  • Blogbeitrag I
    Senden Sie einen Link zu einem nützlichen Blogbeitrag.
  • Blogbeitrag II
    Senden Sie eine Liste zentraler und wichtiger Blogbeiträge, die den Leser interessieren könnten.
  • Befragung
    Führen Sie eine Befragung nach den Interessen Ihres Verteilers durch.
  • Mitschnitt
    Senden Sie von einem Webinar einen Mitschnitt.
  • Referenzen
    Stellen Sie eine Liste Ihrer zufriedenen Kunden sowie deren Aussagen zusammen.
  • Infografik
    Senden Sie einen Link zur einer praktischen Infografik.
  • Video
    Senden Sie einen Link zu einem Videobeitrag.
  • Gutschein
    Senden Sie einen nummerierten Gutschein, mit der der Leser im Onlineshop oder in Ihrem Laden günstiger ein­kau­fen kann.
  • Online-Seminare
    Einladung zu einem Webinar.
  • Exceldatei
    Senden Sie eine Exceldatei, mit der der Leser Berechnungen durchführen kann. Zum Beispiel eine Datei, mit der man die Kosten einer Mailingaktion durchrechnen lassen kann.
  • Einladung
    zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch.
  • Ratenzahlung
    Angebot für eine Ratenzahlung, wenn das Produkt teuer ist.
  • Übersicht der Argumente
    für den Kauf eines bestimmten Produktes. Ab ca. der 7. E-Mail können Sie ein packendes Angebot unterbreiten.

Denken Sie daran, unbedingt eine knackige Betreffzeile zu wählen. Die ersten 50 Zeichen sind entscheidend, ob die E-Mail geöffnet wird.

Weitere Hinweise zu den einzelnen E-Mails

  • 25% Regel
    In jede vierte E-Mail oder Beitrag können Sie Werbung integrieren. Sei es in Form von Eigenwerbung oder Sie bieten ein Produkt an, welches Sie mit guten Glauben empfehlen können und den Leser interessieren müsste. Wird die Empfehlung mit einem Affiliatelink versehen, können Sie damit noch ein Nebenverdienst aufbauen. (E-Books, Online-Kurs, etc.)
  • Multimedial
    Um die E-Mails interessanter zu machen und dem Berater mehr Profil zu geben, können Links zu einem klei­nen Film, zu einer Sounddatei oder in einem PDF-Poster integriert werden.
  • Als Newsletter verwenden
    Sollte es eine geeignete Situation geben, so können Sie die Empfänger ausserhalb des gewählten Tages-Rhythmus anschreiben. Beispiele: Weihnachtsgruss, Einladung zu einem Anlass, spezielles zeitbeschränktes Angebot.
  • Regelmässiger Versand
    Die potenziellen Kunden sollen mindestens alle 15 Tage angeschrieben werden, damit Sie gut in Erinnerung blei­ben. Sollte der Interessent in dieser Zeit ein Bedürfnis haben, so kann mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Kontakt gerechnet werden. Die zeitlichen Abstände sollten nicht zu eng sein, damit der Empfänger sich nicht genervt fühlt. Mit dem empfohlenen Handbuch und dem entsprechenden Rhythmus können Sie den Empfänger über Jahre begleiten.
  • Aus der Liste löschen
    Sollte der Empfänger Kontakt aufgenommen haben oder sogar Kunde geworden sein, so können Sie seine Ad­res­se aus dem Ver­tei­ler löschen und in einen weiteren Ver­teiler namens Kunden hinzufügen.

P.S.:

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Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

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Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.