Was ist ein Follow-Up-Auto­res­pon­der und was stel­len ge­schickte Pro­fis da­mit an?

Online-Marke­ting-Bei­trag: Fol­low-Up-Au­tores­ponder

Im Gegensatz zu einem kon­ven­tionellen Auto­responder ver­sen­den Follow-Up-Auto­responder mehrere E-Mails in einem zeitlich definierten Abstand. Grosse Texte werden da­mit auf Häpp­chen ver­teilt. Soweit die Theo­rie. Wie las­sen sich Follow-Up-Auto­res­pon­der im Onli­ne-Marke­ting prak­tisch einsetzen? Wie nutzen Mar­ke­ting-Profis dieses clevere Me­dium für ihre Ge­schäf­te?

Informationen gemäss Stand vom 17.5.2022

Newsletter-Marketing

Inhaltsver­zeich­nis: Se­quenz-Mar­ke­ting

Es gibt grundsätzlich zwei Va­rianten für den Versand der E-Mails per Follow-Up-Auto­res­pon­der

  • Software zur Einrichtung auf dem eigenen Server zum Beispiel
    arpreach.com (Englisch)
    Dieser Follow-Up-Autoresponder werden auf dem eige­nen Web­space installiert. Dafür braucht es eine der konven­tion­ellen Pro­gram­mier­sprachen und eine Daten­bank. Die meisten Pro­dukte auf dem Markt setzen auf die Programmier­sprache PHP und die MySQL-Daten­bank. Voraus­set­zungen, die fast jedes Hosting­paket er­füllt.
  • Online-Dienste zum Beispiel
    klick-tipp.com*  (Deutsch, TAG-basiert)
    flatrate-newsletter.de*  (Deutsch, Listenbasiert)
    aweber.com*  (Englisch)
    Als Alternative eignen sich spe­zielle Web­dienst­leister, die für die ganze Technik verantwortlich sind. Der Kunde muss auf seiner Web­site lediglich ein paar Code­schnipsel installieren, wo die Informationen für den Follow-Up-Autores­ponder abonniert werden können. Der Web­dienst­leister sorgt dafür, dass die E-Mails nicht in den Spam­filtern hängen bleiben

Wie erfolgt die An­mel­dung beim Fol­low-Up-Au­tores­pon­der?

Follow-Up-Autoresponder

Der Besucher trägt auf einer Web­seite in ein kleines Formular seine E-Mail-Adresse ein.

Dann bekommt er eine E-Mail, in dem er einen Link anklicken muss.

Nach diesem Klick landet seine E-Mail-Adresse im Verteiler des Auto­respondersystems.

Ein Abmelden vom System ist jeder­zeit möglich, indem man einen Ab­melde-Link in den einzelnen E-Mails anklickt.

Wofür eignen sich Follow-Up-Auto­res­pon­der?

  • Online-Lehrgang, Online-Kurs
    Jeden Tag (oder jede Woche) wird ein Kapitel ver­schickt.
  • Countdown
    „Noch 14 Tage bis…“ Ankündigung für Neuheiten aller Art, Ticker bis zum Messe­auftritt, Ticker bis zur Haus­messe, Count­down für eine Preisüberraschung, etc.
  • Kundenbindungssystem
    Das System meldet sich in regel­mässigen Ab­ständen (zum Bei­spiel mit Tipps und Tricks) bei Ihren Kunden. So gehen Sie bei Ihren Kunden nicht ver­gessen

Was können Follow-Up-E-Mails ent­hal­ten?

  • Willkommens E-Mail
    Stellen Sie sich und Ihre Orga­nisation kurz vor.
  • Nützliche Tipps und Tricks
    Reine Werbeangebote sind ver­pönt. Deshalb sollte der Grossteil der Informa­tionen nützliches Material für den Leser bereit­halten.
  • Werbeangebote
    Experten empfehlen, nur bei etwa jeder 4. E-Mail zu versuchen, et­was zu verkaufen. Wer jede Aus­gabe aus­schliesslich mit Werbung füllt, wird bald keine Abonnenten mehr haben!
  • Plattformen
    Weisen Sie darauf hin, auf welchen Social-Media-Platt­formen Sie anzutreffen sind.
  • Bestseller
    Informieren Sie über Ihre besten Bei­träge.

Was muss ein Follow-Up-Autoresponder tech­nisch kön­nen?

  • Doppeltes-Opt-In Verfahren
    Das Doppel-Opt-In-Verfahren muss von der Software beherrscht werden. Das heisst, dass erstens eine An­melde­seite (oder Formu­lar) bereitgestellt werden muss, die den neuen Abonnenten direkt in einer Da­tenbank speichert und ihm eine E-Mail mit Be­stä­tigungs­link für den zweiten Opt-In-Vorgang zuschickt. Dann muss der Klick auf diesen Link ausge­wertet und der neue Abonnent kann im System frei­geschaltet wer­den.
  • Import / Export
    Das Responder-System muss in der Lage sein, Adressen zu importieren. Meistens läuft das via CSV-Dateien. So können Sie die Adressen von einem anderen Sys­tem importieren.
    Sollten Sie das System eines Tages wechseln, ist es min­des­tens so wichtig, dass Sie die Adressen exportieren können. Dabei steht als Exportformat .csv zur Verfügung.
  • Adressensystem
    Ihr Responder-System sollte über eine Adressverwaltung verfügen. Damit kann der Abonnent seine Daten je­derzeit selbst ändern (Name, E-Mail-Adresse und ev. weitere Informationen) und an­der­erseits ist es wichtig, dass Sie selbst Änderungen vornehmen können.
  • Mehrere Listen oder TAGS
    Das Autoresponder-System muss die Verwaltung mehrerer Verteiler ermöglichen. Je nach System werden da­für Listen oder TAGS eingesetzt. Beispielsweise haben Sie für ein Projekt den Verteiler Interessenten und für ein wei­te­res Projekt den Verteiler Kunden.
  • Protokoll
    Das Responder-System muss in der Lage sein, die IP-Adresse und das Eintrags­datum des Abonnenten abzu­rufen. Diese Daten benötigen Sie, um im Zweifels­falle nachweisen zu können, dass Sie autori­siert sind, die E-Mails an den ent­sprech­enden Empfänger zu ver­se­nden.
  • Bounce-Management
    Der Follow-Up-Autoresponder-Dienst benötigt ein Bounce-Mana­gement. Das Bounce-Mana­ge­ment verwaltet die E-Mails, die nicht ankommen. Es liegt daran, dass manche E-Mail-Accounts ge­löscht wurden oder zu voll sind, um weitere E-Mails zu empfan­gen. Das Bounce-Manage­ment liest alle diese E-Mails aus, die an Ihre da­für einge­richtete Adresse ankommen und entfernt bei Bedarf die entsprech­enden Abon­nenten aus Ihrem Sys­tem.
  • Personalisierung durch Variablen
    Bei der Erstellung der E-Mail-Sequenzen müssen Ihnen einige Variablen zur Ver­fü­gung stehen. Damit können Sie Ihre Abonnenten u.a. namentlich an­sprechen. So beginnen Sie die E-Mail beispiels­weise mit Lieber %Vorname%, dann setzt das System an der entsprech­enden Stelle automa­tisch den Vornamen ein. Unter Um­ständen haben Sie noch weitere Variablen zur Verfügung, zum Beispiel das Geschlecht, den Wohnort, das Land oder getätigte Umsätze. Die per­sönliche Ansprache suggeriert ein engeres Verhältnis zu Ihrem Abon­nen­ten, wenn Sie diesen nicht persön­lich kennen.
  • Statistiken
    Ihr Follow-Up-Autores­ponder-System muss Klick-Statistiken anbieten. Das heisst, Sie binden spezielle Links ein, und Ihr System führt ein sogenanntes Tracking durch. Nun wissen Sie genau, wann und wie oft auf Ihre Links geklickt wurde. Eine weitere wichtige Funktion sind die Öffnungs­statistiken. Damit können Sie heraus­finden, wie viele Ihrer E-Mails überhaupt gelesen werden und welchen Einfluss die Betreff­zeile auf diese Quote hat.
  • Attachments
    Das Follow-Up-Autoresponder-System muss in der Lage sein, wie bei konven­tionel­len E-Mails, Dateianhängsel zu verschicken.
  • Multi-Part-E-Mails
    Sie müssen auf jeden Fall in der Lage sein, sogenannte Multi-Part-E-Mails zu versenden. Damit ist es möglich, dass der Leser den Text in zwei Varianten er­hält. Sollte das E-Mail-Pro­gramm den Text im HTML-Format (Text und Bilder) nicht sauber dar­stellen, so kann der Leser die Nach­richten im kon­ven­­tionel­len Text­format (nur Text) konsumieren.

P.S.:

„Follow-Up-Auto­res­pon­der sind sehr nütz­liche Werk­zeuge im On­li­ne-Marke­ting-Mix. Es lohnt sich, darüber Ge­danken zu machen, wie man dieses Tool für seine ei­ge­nen Bedürf­nisse op­timal ein­setzt.“

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Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch