Websitepflege: Nie mehr eine veraltete Website

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Online-Marketing-Fachartikel: Websitepflege

Informationen gemäss Stand vom 10.6.2021

Ein attraktiver Internetauftritt muss aktuell sein, dass dürfte unbestritten sein. Viele Firmen pflegen (oder eben nicht) ihre Webauftritte selbst. Dafür werden meistens Content-Management-Systeme (kurz CMS) verwendet.

Websitepflege Bildquelle von Pixabay / 200degrees / Pixabay-Lizenz

Um diese Content-Management-Systeme effizient einzusetzen, braucht es einiges an Know-how und ent­sprech­enden zeitlichen Aufwand. So darf es nicht wundern, wenn viele Webauftritte mit gröberen Schnitzern aufwarten.

Mithilfe dieser Programme kann der Anwender seine Texte komfortabel in Masken eingeben, das CMS sorgt für die Er­stellung der entsprechenden Webseiten. Zumindest kleinere CMS-Systeme sind relativ einfach zu bedienen.

Inhalts­ver­zeich­nis: Web­si­te­pfle­ge

Alternative Outsourcing: Externe Betreuung des Web­auf­tritts

Eine Alternative zum selber Erstellen und Pflegen der Website ist der Einsatz eines spezialisierten Dienstleisters. Ist die Beschäftigung eines externen Profis angesichts von einfachen CMS noch zweckmässig?

Ja, aus folgenden Gründen:

Der Erinnerungseffekt

Der Dienstleister übernimmt auch die Funktion des „stüpfelns“. Gerade kleinere Betriebe gehen etwas lasch mit dem Thema Websitepflege um. Es ist eine weitere Aufgabe des externen Webmasters, den Kunden regelmässig daran zu erinnern, wieder einmal etwas Neues in die Website aufzunehmen res­pek­tive die veralteten Informationen über­ar­bei­ten zu lassen. Der Webdienst­leister kann Neu­heiten nur veröffent­lichen, wenn er diese von seinem Kunden erfährt.

Die Suchmaschinenoptimierung

Es braucht einiges an Fachwissen, um die Webseiten nicht nur für die menschlichen Besucher, sondern auch für die Roboter der Suchsysteme zugänglich zu machen. Schliesslich wünscht jeder Betrieb mit seinen Schlüsselwörtern ganz vorne in den Ergebnissen der Suchmaschinen zu erscheinen. In dieser Situation ist ein erfahrener Webmaster ge­fordert.

Peinlichkeiten vermeiden

Gelegenheits-Webmaster machen schnell mal Fehler, die teilweise grosse negative Auswirkungen ha­ben. Der Einsatz eines Profis vermeidet teure Malheurs und Peinlichkeiten.

Ergänzungen programmieren

CMS-Programme sind oftmals eingeschränkt in den Möglich­keiten. In den Seitenaufbau kann nur in­te­griert werden, was der Designer in den Vorlagen implementiert hat. Der Dienstleister springt hilf­reich ein, indem er zum Beispiel auch mal eine Datenbankabfrage einbaut, das Web um einen Blog er­wei­tert, ein News­letter-Abo inte­griert, etc. Eine grosse Flexibilität kann von einem leistungs­fähigen Partner erwar­tet werden.

Aktive Online-Marketing-Massnahmen durchführen

KMU investieren zwar gerne etwas Zeit in Design und Inhalt, dem Thema Vermarktung für die Website fehlt es aber oftmals an Einsicht, Zeit und Know-how. Der Webdienstleister kennt das Geschäft und weiss wie man effizient und kostengünstiges Marketing betreiben kann. Er ist auch darüber informiert, wie man illegale und kontraproduktive Massnahmen wie zum Beispiel Spam vermeidet. Das Onli­ne-Marke­ting bie­tet preiswerte Möglichkeiten der Pro­mo­tion, die Sie unbedingt ausnutzen müssen.

Gerade das Know-how rund um den Einsatz von Social Media Massnahmen ist bei kleineren Firmen sehr selten vor­handen.

Das wertvollste Gut: Zeit

Ein Profi ist in der Regel x-mal schneller als jemand, der sich nur gelegentlich mit Webtechniken be­fasst. Kurzum: Hier sparen Sie Zeit und Geld.

Aber wie sieht es mit den Kosten aus, wenn Sie die Websitepflege outsourcen?
Schwer zu sagen. Es macht einen deutlichen Unter­schied aus, wenn der Dienstleister nur ein wenig Text forma­tie­ren aus – oder ob er eine bestehende Software umpro­grammieren muss. Sie sollten somit wissen, mit welchen Ar­beiten ein Dienst­leister konfron­tiert wird und eine Offerte verlangen.

Die Technik

Zur Websitepflege gehören weitere Punkte, die teilweise technisches Verständnis erfordern. (Damit schlagen sich die wenigsten gerne rum) Erwähnt sei zum Beispiel die Auswertung der Websitestatistik, die Überprüfung der Website in den Webmaster-Tools und die Datensicherung. Nicht jeder hat gute In­formatik­kenntnisse.

„Viele Webdesigner pflegen nur ungern die Webauftritte ihrer Kunden und verlangen unsinnige hohe Ge­bühren dafür. Es lohnt sich einen auf die Websitepflege spezialisierten Profi mit breitem Wissen zu suchen. Denn nur eine aktuelle Website erfreut Besucher als auch Websitebetreiber gleichermassen.“

Welche wichtige Arbeiten und Kontrollen Webmaster und Web­verant­wort­liche regel­mässig durch­führen müs­sen

Als Webmaster gibt es viele Tätig­keiten, die regelmässig durchzuführen sind. Um diese Arbeiten nicht zu ver­gessen, lohnt es sich, eine Checkliste anzulegen und jeweils festzuhalten, wann diese Arbeiten durchgeführt wurden.

Ob täglich, wöchentlich oder monatlich, diese Entscheidung sei Ihnen über­lassen. Der Rhythmus ist abhängig von der Grösse und Wichtigkeit eines Projektes. Doch um welche Punkte geht es konkret?

Tipp: Sind mehrere Personen für das Web verantwortlich, so muss unbe­dingt abgeklärt werden, wer was macht.

Für die Kontrolle der Arbeiten eignet sich am besten eine Tabellen­kal­ku­lation oder eine Datenbank. Hier notieren Sie in Form einer Matrix alle wichtigen Punkte inkl. Datum und Bemerkungen über die letzten Arbei­ten.

Mehr oder weniger täglich oder wöchent­lich

  • Neue Beiträge
    Natürlich der wichtigste Posten sind neue Inhalte (Texte, Audios, Grafiken, Fotos, Videos, Vorlagen, etc.) auf der Web­site. Idealerweise befasst sich der Webmaster mit dem Thema Content-Marketing.
  • Wartung: Ist aktuelles noch aktuell?
    Beiträge, die nicht mehr aktuell sind, können mit modernen Content-Management-Systemen automatisch nach Ab­lauf auf der Website ausgeblendet werden. Dennoch sollten Sie die Inhalte auf Aktualität überprüfen. Folgende Punkte müssen kontrolliert werden:
    Wird noch für Events geworben, die bereits durchgeführt wurden? Wird noch für ein Gewinnspiel Werbung ge­macht, dessen Frist bereits abgelaufen ist? Stimmen alle Preise der Produkte und Dienst­leistungen noch? Stimmen alle Fremd­währungs­preise noch?
    Gerade Transaktions­orte, die 404er-Fehlerseite und E-Mail Autores­ponder-Sequen­zen werden gerne ver­ges­sen.
  • Freischalten / Kontrolle
    Oftmals muss man Einträge der Besucher freischalten. Besucher haben bei vielen Webpräsenzen die Mög­lich­keit, einen Eintrag vorzunehmen, wie bei einem Gästebuch, Blog oder den Eintrag in ein Branchen-Ver­zeich­nis. Bei dieser Gelegen­heit wird von den Besuchern immer mal wieder Blöd­sinn eingetragen. Diesen Blödsinn müs­sen Sie korrigieren und den Spam heraus­löschen.
    Betreiben Sie ein Diskussions­forum, so muss der Webmaster überwachen, dass die Foren­regeln eingehalten wer­den.
  • Newsletter versenden
    Wenn Sie einen Newsletter anbieten, müssen Sie den regelmässig versenden. Am besten erstellen Sie einen Re­dak­tions­plan und sammeln ständig interessantes Material für den nächsten Versand.
  • Social Media
    Wer Plattformen wie Twitter und Facebook bedient, der muss regel­mässig inte­res­sante Infor­ma­tionen in diesen Social-Media-Kanälen veröffent­lichen.
  • Updates für das CMS einspielen
    Die meisten Webpräsenzen wurden mit einem Content-Management-System (CMS) erstellt. Somit muss das CMS samt allen Plugins bei Bedarf aktualisiert werden, um Sicherheits­lücken zu schliessen und die neuen Pro­grammteile nutzen zu können.
  • Updates für die Programmiersprache einspielen
    Wird an Updates für das CMS noch eher gedacht, gehen die Updates für die Programmier­sprache eher unter. So zum Beispiel für PHP, die verbrei­tetste Pro­grammiersprache im Web bringt regelmässig neue Sicher­heits­updates.
  • Statistiken auswerten
    Werten Sie Ihre aus, vergleichen Sie die Daten mit den Vormonaten und führen Sie die Daten in Form einer Jah­res­sta­tistik zusammen. Führen Sie ein Controlling durch. Schliesslich müssen Sie wissen, was Ihnen Ihre Web­si­te in konkreten Zahlen bringt. Überprüfen Sie alle wesentlichen Kennzahlen mit Ihrem Marketing-Plan.
  • Testen und optimieren
    Splittests gehören genauso zu den Aufgaben eines Webmasters. Beim Splittesting gibt es ähnliche Seiten, die den Besuchern vorgelegt werden. Diejenige Seite, mit der besten Konversion, wird weiterverwendet.
  • E-Shop kontrollieren
    Bewirtschaften Sie einen E-Shop, so gibt es weitere Kontrollen durchzuführen, Artikel zu erfassen, Produkte zu lö­schen, Preisänderungen, etc.
  • Einnahmen überprüfen
    Damit sind Einnahmen gemeint, die via Google Adsense oder ähnlichen Programmen generiert wurden. Soll­ten die Umsätze einbrechen, müssen Sie sofort handeln.
  • Alerts / Monitoring
    Mit Hilfe von Online-Tools können Sie Erwähnungen, wie des eigenen Firmennamens, überwachen. Die Tools überwachen dabei eine bestimmte Anzahl Schlüsselwörter in den sozialen Medien, Blogs, konventionellen Web­sites, Foren usw.
  • Website-Promotion / Traffic besorgen
    Fast täglich verliert man den einen oder anderen Backlink. Es ist wichtig, dass Sie für den Webauftritt Mar­keting betreiben. Sei es Suchmaschinenoptimierung und / oder andere Massnahmen.
  • Passwörter
    Auch Passwörter müssen aus Sicherheitsgründen immer wieder geändert werden.

„Website-Promotion ist ein ständiger Prozess!“

Monatlich oder jährlich

  • Webmaster-Tools verwenden
    Weitere nützliche Tools helfen die Übersicht über eine Website zu behalten. Dazu eignen sich Dienste wie zum Beispiel die Google Search Console und die Bing Webmaster-Tools. Diese Webmaster-Tools informieren über Malware auf Ihrem Server, welche Keywords häufig aufgerufen wurden, Fehler beim Indexieren der Webseiten, etc.
    Webmaster-Tools
  • Weitere Tools verwenden
    Es gibt im Web viele kostenlose als auch kostenpflichtige Onlinedienste, die die eigene Website analysieren und auf Fehler aufmerksam machen.
  • Links kontrollieren lassen
    Funktionieren alle Links der Website noch korrekt? Gibt es durch Änderungen an der Seitenstruktur tote Links? Mittels spezieller Tools können Sie überprüfen, ob alle Links noch funktionieren. (Beispiels­weise mit der Soft­ware Xenu oder dem Screaming Frog)
  • Externe Datenbanken pflegen
    Ist die eigene Webadresse in Portalen und Datenbanken eingetragen, so muss man auch diese Einträge zu­min­dest jährlich kontrollieren. Oftmals erhält man von diesem Plattformen eine E-Mail mit der Anfrage, ob noch alle Daten aktuell sind. Werden diese Anfragen nicht beantwortet, so verliert man den Eintrag.
  • Formulartest
    Es ist schon vorgekommen, dass die Hosting-Provider irgend­welche Änderungen am Server vorgenommen ha­ben und nachher die Webformulare nicht mehr funktionierten! Korrekt funktionierende Formulare (Kon­takt­formu­lare, News­letter­anmeldungen, Newsletterabmeldungen, E-Shops) sind das A und O jeder Website. Stellen Sie sich vor, Sie verlieren wegen kleiner technischer Ände­rungen am Server wertvolle Umsätze!
  • Datensicherung Website inkl. (MySQL)-Datenbank
    Sollte Ihr Hosting-Provider einmal technische Probleme haben oder kurzfristig Konkurs gehen, sind Sie froh, wenn Sie alle Daten gesichert haben.
    Tipp: Unter Umständen können Sie diese Datensicherung auch für das offline Surfen verwenden.
  • Follow-Up-Autores­ponder Sequenzen und Online-Kurse über­prüfen
    Wer mit einem Follow-Up-Autoresponder arbeitet, kennt vielleicht das Problem: Man richtet viele Text­bau­steine ein und diese werden automa­tisch ausgeliefert. Im Laufe der Jahre können sich Links und an­de­re Para­meter geändert haben. Deshalb muss man zumindest einmal pro Jahr alle Bausteine überprüfen. Was vor eini­gen Jahren noch modern war, ist heute vielleicht ein alter Hut.
  • Affiliate-Marketing
    Wenn Sie Affiliate-Produkte anbieten, so müssen Sie regelmässig kontrollieren, ob die empfohlenen Produkte noch online sind und der Beschreibung entsprechen.
  • Keywordadvertising kontrollieren
    Ist mit der Werbung wie Google Ads alles bestens? Durch Optimierungen sollten solche Kampagnen langsam immer besser und besser laufen. Vergleichen Sie die Werte mit den Vormonaten.
  • Konstante Weiterbildung
    Kein Medium wächst und verändert sich so schnell wie das Internet. Eine konstante Weiterbildung ist überlebenswichtig.

Eigene Hardware nicht vergessen

Wenn wir schon dabei sind, regelmässige Arbeiten durchzuführen, so sollten wir unseren Computer auch ständig pflegen und optimieren. Dazu gehören folgende Arbeiten:

  • Festplatte defragmentieren
    Defragmentieren Sie Ihre Website regelmässig. Bei sehr stark defragmentierten Festplatten werden Sie nach der Optimierung einen Geschwindigkeitsgewinn feststellen.
  • Festplattencheck durchführen
    Durch den Festplattencheck werden defekte Stellen repariert.
  • Windows-Registry
    Es gibt spezielle Programme, die überprüfen die Windows-Registrierdatenbank und entfernen alte resp. überflüssige Einträge.
  • Virencheck rattern lassen
    Lassen Sie den Virenchecker regelmässig die gesamte Festplatten auf Virenbefall überprüfen.
  • Anti-Spy rattern lassen
    Spione und Werbeprogramme können mit einem Anti-Spy-Programm identifiziert und gelöscht werden.
    Spybot
    Quelle: Screenshot von Spybot
  • Entstauben
    Computer saugen gerne Staubpartikel an. Diese Staubpartikel können zum Hitzestau führen und den Computer beschädigen. Entstauben Sie deshalb mind. zweimal jährlich Ihren Computer. Mit einem Staubsauger entfernen Sie vorsichtig allen Staub.
  • Updates durchführen
    Moderne Programme aktualisieren sich selbst, bei älterer Software ist diese Fähigkeiten noch nicht in das System integriert. Überprüfen Sie deshalb, ob Sie bei allen Programmen mit der aktuellen Version arbeiten.

P.S.

„Klären Sie ab, welche Arbeiten Sie selbst durchführen und welche Tätigkeiten ein Informatiker resp. Webmaster übernehmen soll.“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.