Wann haben Sie Ihre Webformulare zum letzten Mal über­prüft?

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Online-Marketing-Beitrag: Webformulare

Informationen gemäss Stand vom 8.6.2021

Webformulare sind eine Schwachstelle in sehr vielen Internetauftritten. Worauf ist zu achten? Hier erhalten Sie viele Tipps im Umgang mit Formularen auf der Website.

Webformulare Bildquelle von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

  • Weniger ist mehr
    Verwenden Sie nur unbedingt notwendige Felder. Niemand füllt gerne umfangreiche Formulare aus. Zu grosse For­mu­lare können einen Interessenten davon abhalten mit Ihnen in Kontakt zu treten. Verlangen Sie keine Da­ten, die Sie selber ermitteln können. So macht die Abfrage einer Telefaxnummer nur noch in sehr seltenen Fäl­len einen Sinn!
  • Viele Felder ausfüllen?
    Es gibt einen Grund, dennoch viele Felder in einem Formular anzubieten! Mit vielen Feldern können Sie Ihre Ziel­gruppe vor­quali­fizieren. Damit Ihre Zielgruppe dennoch das lange Formular ausfüllt, muss man ihr etwas wirk­lich sehr Wert­volles ver­sprechen.
  • Pflichtfelder sichtbar machen
    Zeigen Sie, welches Pflichtfelder sind. Pflichtfelder müssen unbedingt ausgefüllt werden. Als Standard hat sich das Sternchen * etabliert.
  • HTML-Möglichkeiten sinnvoll ausnützen
    Übersichtliche Formulare bestehen aus Eingabefeldern, Kontrollkästchen, Auswahlmenüs und Options­schalt­flächen. Vermeiden Sie, dass der Benutzer selber viel eintippen muss. HTML5 bietet viele Mög­lich­keiten, die man früher in Formularen vermisst hat.
  • Formulare für Mobiles
    Stellen Sie bei den Feldern das richtige type-Attribut ein und verwenden Sie nicht für alle Felder den Eintrag TEXT. Wenn Sie HTML5 verwenden, stellen Sie sicher, dass die Feldattribute korrekt definiert sind, damit auf mobilen Ge­rä­ten die relevante Tastatur auf dem Bildschirm angezeigt wird.

Webformular

  • Cascading Style Sheets (CSS)
    Verwenden Sie Designelemente von CSS, um die grauen Standardformulare übersichtlicher zu gestalten.
  • https
    Nutzen Sie das https-Protokoll, um die erfassten Informationen vom Browser zum Webserver verschlüsselt zu über­mitteln.
  • Ratestunde vermeiden
    Die Felder dürfen dem Benutzer keine Rätsel aufgeben. Bezeichnen Sie die Felder in einer verständlichen Wei­se und zeigen Sie anhand eines Beispiels, welche Werte erwartet werden.
  • Plausibilität beachten
    Überprüfen Sie, sofern möglich, die Felder auf Plausibilität. (Um die Konsistenz der Daten zu gewährleisten, muss bei Dateneingaben deren Plausibilität, d.h. logische Fehlerfreiheit geprüft werden. Ein Beispiel dafür ist, dass eine deutsche Adresse eine fünfstellige numerische Postleitzahl haben muss, während die schweizerische Postleitzahl zwar numerisch ist, aber nur vierstellig sein darf.)

„Falls sich Ausländer nicht anmelden dürfen, zeigen Sie es gut und sichtbar im Voraus an.“

  • Captchas vermeiden
    Captchas werden verwendet, um Eingaben von automatisierten Programmen zu vermeiden. Captchas werden von den Surfern gehasst. Vor allem jene, bei denen man nie so richtig weiss, welche Zeichen erfasst werden müs­sen.
    Captcha
  • Passwort
    Falls ein Passwort verlangt wird, zeigen Sie an, welche Zeichen erlaubt sind.
  • Empfang bestätigen
    Nach Benutzung des „Senden-Knopfes“ bestätigen Sie dem Benutzer, dass Sie die Informationen erhalten ha­ben. Die sogenannten Transaktions­seiten lassen sich bestens optimieren.
  • Kontrollkästchen Kopie
    Fügen Sie ein weiteres Feld hinzu: „Klicken Sie hier, um eine Kopie der Anfrage zu erhalten“. Damit kann der An­wender selber bestimmen, ob er eine Kopie seiner Anfrage bekommt.
  • Javascript
    Vermeiden Sie beim Versand der E-Mail ausschliesslich den Einsatz der Javascript-Technik. Einige Anwender haben bewusst oder unbewusst diese Funktionalität in ihrem Browser deaktiviert.
  • Schreiben in die Datenbank
    Wenn die Angaben des Erfassers direkt in eine Datenbank einfliessen, so müssen die erfassten Daten unbe­dingt überprüft werden, bevor sie in der Datenbank gespeichert werden. Wie erwähnt, reicht die Prüfung durch Java­script bei weitem nicht aus. Bevor der Server die Informationen in der Datenbank ablegt müssen diese Daten minutiös geprüft werden, damit Ihre Datenbank nicht von irgendwelchen Strolchen beschädigt oder missbraucht wird. So muss überprüft werden, ob in den Daten des Erfassers kein (schädlicher) Programm­code enthalten ist.
  • Formulartest
    Überprüfen Sie regelmässig Ihre Formulare, vor allem, wenn Sie keine Eingänge via Website verbuchen konnten. Im schlimmsten Fall kann durch einen Softwareupdate Ihres Providers ein Formular nicht mehr richtig funktionieren.
  • Geeignete Fehlermeldungen
    Überprüfen Sie auch, ob das System geeignete und verständliche Fehler­meldungen bei Falsch­eingaben pro­du­ziert.
  • Spamschleudern vermeiden
    Das Programm, welches das E-Mail generiert und versendet, muss gewissenhaft alle Formular-Einträge über­prü­fen. Falsch programmierte Scripts können dazu führen, dass Ihr Programm zum Versenden von Spam miss­braucht werden kann.
  • Kontaktformular-Generator
    Es gibt Kontaktformular-Generatoren. Unter den folgenden URLs finden Sie drei Beispiele:
    foxyform.de
    Erstellen Sie Ihr eigenes Kontaktformular in wenigen Sekunden. Natürlich kostenlos und mit einem Spam­schutz.
    Unter der folgenden URLs finden Sie ein englischsprachiges Beispiel:
    jotform.com
    Sie Arbeiten mit WordPress? OK, dafür empfehle ich DSGVO-konform:
    quickformular.de*
  • DSGVO gerechte Formulare
    werden in diesem Beitrag vorgestellt.

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.

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