Welche Fehler Sie im On­line-Mar­keting auf Teufel komm raus ver­mei­den müs­sen!

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Digital-Marke­ting-Bei­trag

Informationen gemäss Stand vom 25.9.2021

Aufgrund meiner Erfahrung bei diversen Projekten habe ich ei­ni­ge Fehler im Online-Marke­ting von KMU fest­gestellt und hier festgehalten. Diese Auf­listung soll Ihnen helfen, gera­de diese häufigen Fehler zu ver­mei­den.

Internet-Marketing Bildquelle von Darwin Laganzon auf Pixabay

Beispiele

  • Absolute Passivität
    Irgendwelche Aktivitäten, die den Namen Online-Marketing verdienen, werden nicht durch­ge­führt.

„Internetauftritte, die niemand kennt, weisen einen ekla­tanten Man­gel an Erfolg auf!“

  • Placebo-Marketing
    Es werden zwar Massnahmen durchgeführt, aber die Fal­schen. Eine Strategie, wie die Werbegelder konkret ein­ge­setzt werden sollen, ist nicht vorhanden.
    Merke: Ein konkreter Mar­ke­ting­plan mit allen Details zum weiteren Vor­gehen muss her!
  • Der falsche Partner
    Fragen Sie Ihren Webdesigner, welche Marketing­­mass­nah­men für die Website geplant sind. Antwortet dieser mit „die Website wird in Such­maschinen angemeldet“ ist oftmals das Ende der Fah­nen­stange erreicht, von Stra­tegie keine Spur. Viele Webdesigner sind mit solchen Fragen überfordert. Werbeagenturen kennen sich oftmals im On­li­ne­bereich zu wenig aus. EDV-Betriebe, die so „neben­bei“ Web­design be­trei­ben, so­wie­so. Hier hel­fen externe Be­rater und spe­­ziali­sierte Web­­­agen­turen.

„Erfolgreiche Website-Betreiber investieren 90% der Zeit in das Mar­keting!“

  • Die Website ist online – Pen­denz er­ledigt!
    Falsch! Denn jetzt beginnt die Arbeit ja erst. Ein Internet­auf­tritt ist kein Werbe­mittel, son­dern ein Kommuni­kations­me­dium. Und wenn niemand dieses Medium kennt, kann es nicht erfolgreich einge­setzt werden.
    Merke: Jetzt beginnt die Web­promo­tion! Die benö­tig­ten Mass­nahmen müssen im Online-Marke­ting­plan fest­ge­hal­ten sein.
  • 100% Webdesign
    Fast der gesamte Zeit­auf­wand für die Website wird in das Design in­vestiert. Da bleibt keine Zeit für Be­griffe wie Benutzer­freund­lich­keit, Inhalt, Tech­nik und Planung von Werbe­massnahmen.
    Merke: Der gemeine Surfer will kein Webdesign, sondern relevante Informationen.

„Die Website muss nicht dem Un­ter­nehmer gefallen, sondern den potenziellen Interessenten!“

  • Falsche Strategie
    Unter Umständen ist eine Web­site 100%ig auf einen Verkauf fixiert, 97% Ihrer Besucher sind jedoch in der In­for­ma­tionsphase.
    Fazit: Damit sprechen Sie nur ca. 3% der Besucher an. Überdenken Sie jetzt Ihre Stra­tegie!
  • Marketing geht mir am A…. vor­bei
    Der Drucker druckt, der Bäcker bäckt, der Gastwirt wirtet. Handwerker und Klein­betriebe tun sich mit dem Mar­ke­ting beson­ders schwer. Jeder weiss, wer nicht wirbt, der stirbt. Die Planung und Durchführung von Marketing­mass­nah­men stehen bei die­sen Betrieben oftmals an letzter Stelle. Zudem fehlt es vielfach am (Online)-Mar­ke­ting­wis­sen, welches bei den Berufs­leuten nicht auf dem Ausbil­dungs­plan stand.
  • Suchmaschinenoptimierung
    Viele Betriebe sind zwingend darauf angewiesen, dass sie im Internet ge­funden werden. Wurde die Website von einem Webde­signer mit Tech­niken wie Javas­cript, vielen Bildern voll gestopft, darf sich nie­mand wundern, wenn die Website in den gängigen Such­maschinen nicht ge­fun­den wird. Marketing ge­rech­tes Webdesign ist mehr als nur ein bisschen Gestal­tung. Marketing und Technik müssen unbedingt am gleichen Strang ziehen. Marketing­wissen ohne tech­nische Kennt­nisse ist ebenso sinnlos wie Technik Know-how ohne Marketing­wissen.
    Merke: Die Planung der On­li­ne-Marke­ting-Stra­tegie muss vor Kreation einer Web­site durch­geführt und stän­­dig op­ti­miert werden.
  • Ranking gut, aber…
    Die Position in den Such­ma­schinen ist gut und dennoch stellt sich kein Erfolg ein? Suchmaschinenmarketing ist nur eine Taktik zum Erfolg im Internet. Wo aber bleibt die Gesamtstrategie? Wurde die Website nur für Such­ma­schi­nen optimiert, aber nicht für Menschen?
    Empfehlung: Lassen Sie einen kompetenten, ver­kaufs­orien­tier­ten Texter Ihre Website überprüfen.
    Arbeiten Sie daran, die Kon­versions­rate Ihrer Website konstant zu optimieren!
  • Online-Marketing ist anders
    Zu Beginn des Fernseh­zeit­alters wurden die Werbespots von Sprechern vorgelesen. Diese Technik wurde vom Radio 1:1 über­nommen. Ein Leser einer Zeitung hat andere Er­war­tun­gen als ein Surfer. Es dauerte einige Zeit, bis das Me­dium adäquat behandelt wurde. Genau dieser Fehler wird im Internetzeitalter wie­der­holt. Online-Marketing un­ter­schei­det sich in vielen Punkten vom Offline-Mar­ke­ting.

„Wer nichts aus der Geschichte lernt, ist blind für die Zukunft!“

  • Brancheninzest
    Handwerker und Klein­be­triebe kopieren oft den Stil eines Konkurrenten und machen deshalb die gleichen Fehler. Wie unterscheiden Sie sich von der Konkurrenz?
    Analysieren Sie einmal: Hat Ihre Konkurrenz mit diesen Mitteln Erfolg oder das gleiche Problem wie Sie?
    Wenn schon kopieren, dann bei den Marktführern im Internet. Erfolgreiche Firmen im In­ter­net wie eBay, Amazon und Google lassen grüssen.
  • Sparen am falschen Ort
    Viele Unternehmen sind zwar bereit in bestimmte Mass­nah­men wie Banner­werbung, Inserate und ähnliches zu in­ves­tie­ren. Ein paar Groschen für ein pro­fes­sio­nelles Konzept respek­tive für einen Berater fehlen je­doch im Budget. Das bezahlte Lehrgeld übersteigt im Normalfall die Investition für professionelle Hilfe bei wei­tem.
    Fazit: Investieren Sie Zeit und Geld, um den Webauftritt zu pflegen und zu vermarkten!
  • Beratungsresistent
    Einige Unternehmen holen sich einen Berater oder spe­zia­lisierten Dienstleister, helfen ihm aber nicht, die ge­wünschten Ziele zu erreichen. Oder sie missachten die Tipps des Beraters, weil man alles besser weiss.
  • Know-how wird nicht genutzt
    Sehr oft wird bei Projekten ein Berater zugezogen oder der Projektverantwortliche be­sucht diverse Seminare so­wie Webinare und verschlingt viele Bücher. So weit, so gut.

„Das Problem beginnt nachher, indem das erworbene Wissen nicht Schritt für Schritt kon­se­quent um­ge­setzt wird!“

  • Der Unternehmer kauft ein Newslettertool, weiss aber nicht, wie es einsetzen
    Der Kaufmann ist scheinbar clever und versendet Werbe-E-Mails, und wundert sich, wenn die eigenen E-Mails in Werbefiltern landen und er mit wüsten Beschwerden bom­bardiert wird.
  • Simples Rezept
    Haben Sie schon Kontakt­for­mulare ausgefüllt und nie Antwort er­halten? Die Chance, keine Antwort zu er­hal­ten, liegt im zwei­stelligen Prozent­bereich. Da wird mit viel Geld, Mühe und Zeit eine neue Website er­stellt. Und droht tatsächlich eine Kunde mit Auftrag, wird er Links lie­gen gelassen.
    Merke: Beantwortete E-Mails müssen innerhalb von 24 Stunden beim potenziellen Kunden eintreffen. Dauert es länger, kann man dem Inte­res­senten immer noch darauf hinweisen, dass man an der Abklärung der Frage arbeitet.

„Es ist erstaunlich, wie viele Fir­men auf konkrete Anfragen nicht reagieren!“

  • Keine Aufforderung etwas zu tun / Call to Action
    Call-to-Action Lassen Sie den Besucher wissen, was Sie konkret von ihm wollen: Sei es das Abonnieren eines News­letters, der Download eines Doku­men­tes oder der Verkauf eines Produktes.
    Merke: Fordern Sie den Be­sucher (zumindest am Ende einer Seite) zu einer Akti­vi­tät auf.
  • Keine Besucher
    Eine Website wurde erstellt und anschliessend ging es zurück zum Alltag. Dieses Problem ist vor allem bei klei­ne­ren Betrieben bekannt. Man investiert in einen Web­auftritt, sorgt aber nicht dafür, dass dieser bekannt wird! Ohne praktische Web­promo­tion-Mass­nahmen kann man die Besucher auf einer Website an einer Hand abzählen.

„Viele Menschen sind nicht be­reit dazuzulernen und wenden Massnahmen an, die im Offline-Marketing vor Jahren (vielleicht) einmal erfolgreich waren!“

  • Erfolgreiche Online-Mass­nah­men fehlen
    Zu den erfolgreichsten Met­ho­den im Online-Mar­ke­ting gehören die Such­maschinen­optimierung, die Wer­bung in Such­maschinen (Keyword-Advertising) und das E-Mail-Marketing. Oftmals fehlen diese drei Mass­­nahmen voll­ständig oder werden nur sehr halbherzig oder gar falsch umgesetzt. Es geht nicht da­rum mehrere Sachen aus­zu­­probieren, sondern eine Werbe­massnahme absolut richtig­zumachen. Tipps dazu in diesem Beitrag.
  • Testen, testen, testen
    Es gibt auf dem Markt Online-Dienste (A/B-Splittest), die es ermöglichen, je nach Surfer unterschiedliche Ver­sio­nen einer Webseite anzuzeigen. So lässt sich testen, welche Überschriften, Texte und Bil­der zu besseren Verkäufen und Ergebnissen führen.
    Tipp: Solche Tests führen zu markant besseren Ergeb­nis­sen.

„Der Schlüssel liegt in der Fokus­sie­rung und der ständigen Wei­ter­bil­dung im Rahmen der ge­wählten Mar­­ke­ting-Mass­­nah­men!“

  • Platte Werbung funktioniert nicht
    Wie sieht eine bestimmte Website aus? Beinhaltet sie mehr platte Werbung als Informationen? Beobachten Sie sich selbst. Bei welcher Website würden Sie eher kaufen: Auf der Website A schreit jede Seite „kauf mich“. Der Verkäufer versichert auf jeder zweiten Seite, was für eine tolle Firma sie sei, Marktführer bei irgendwas. Auf der Website B wer­den die Produkte und Dienst­leis­tun­gen sehr fachlich und kompetent erklärt. Neutrale Informationen ergänzen die Produktpalette.
    Wo nun, würden Sie kaufen?
  • Vertrauen schaffen
    Potenzielle Kunden kennen viele Unternehmen nicht. Schaffen Sie auf Ihrer Web­site Vertrauen?
    Ist der Internetauftritt ge­pflegt und ak­tuell?
    Ist ein Impressum vor­hand­en?
    Werden die Mitarbeiter vor­ge­stellt?
  • Kein Interesse
    Es wird immer wieder fest­ge­stellt, dass vor allem bei KMU kaum ein Interesse besteht die Möglichkeiten des On­li­ne-Marketings wahr­zu­neh­men. Im Online-Marke­ting gibt es so viele Chancen, aber man benutzt sie nicht. Selbst kos­ten­lo­se Möglichkeiten der Werbung werden verschmäht, wenn man sie auf einem Silber­tab­lett serviert.
  • Geschwindigkeit
    Eine Website muss min­des­tens inner­halb von 3 Sekunden beim Nutzer aufge­baut sein. Oft wird ver­gessen, die Bilder ohne Qualitäts­verlust zu kom­pri­mie­ren. Damit können die 3 Sekunden oftmals nicht erreicht werden.
  • Weitere Ansatzpunkte als Aus­gangs­punkt für Ihre Recher­chen
    Zur Optimierung einer Online-Marketing-Strategie empfehle ich Ihnen sich mit Permission-Marketing, Viral-Mar­ke­ting, E-Mail-Marketing und Social-Media-Marketing zu be­fas­sen. Das Lesen von spezifischen E-Books und Fach­li­te­ratur kann Sie ent­schei­dend weiter­bringen.
  • Totes Pferd
    Eventuell reiten Sie ein totes Pferd! Selbst wenn Sie alles richtig gemacht haben, gibt es noch einen weiteren Grund, wieso ein Geschäft nicht zum Laufen gekommen ist: Die Zielgruppe hat kein Interesse an einem be­stimmten Pro­dukt oder die Konkurrenz überzeugt mit viel besseren An­ge­boten.

P.S.:

„Versuchen Sie, alle diese Fehler zu vermeiden!“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.