Welche Fehler Sie im On­line-Mar­keting auf Teufel komm raus ver­mei­den müs­sen!

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Digital-Marketing-Beitrag

Informationen gemäss Stand vom 29.4.2021

Aufgrund meiner Erfahrung bei diversen Projekten habe ich einige Fehler im Online-Marketing von KMU fest­gestellt und hier festgehalten. Diese Auflistung soll Ihnen helfen, gerade diese häufigen Fehler zu ver­mei­den.

Internet-Marketing Bildquelle von Darwin Laganzon auf Pixabay

Beispiele

  • Absolute Passivität
    Irgendwelche Aktivitäten, die den Namen Online-Marketing verdienen, werden nicht durchgeführt.

„Internetauftritte, die niemand kennt, weisen einen ekla­tanten Mangel an Erfolg auf!“

  • Placebo-Marketing
    Es werden zwar Massnahmen durchgeführt, aber die Falschen. Eine Strategie, wie die Werbegelder konkret ein­ge­setzt werden sollen, ist nicht vorhanden.
    Merke: Ein konkreter Marketingplan mit allen Details zum weiteren Vorgehen muss her!
  • Der falsche Partner
    Fragen Sie Ihren Webdesigner, welche Marketing­massnahmen für die Website geplant sind. Antwortet dieser mit „die Website wird in Suchmaschinen angemeldet“ ist oftmals das Ende der Fahnen­stange erreicht, von Stra­tegie keine Spur. Viele Webdesigner sind mit solchen Fragen überfordert. Werbeagenturen kennen sich oftmals im On­li­ne­bereich zu wenig aus. EDV-Betriebe, die so „neben­bei“ Web­design betreiben, sowieso. Hier helfen externe Be­rater und spe­ziali­sierte Web­­agenturen.

„Erfolgreiche Website-Betreiber investieren 90% der Zeit in das Marketing!“

  • Die Website ist online – Pendenz erledigt!
    Falsch! Denn jetzt beginnt die Arbeit ja erst. Ein Internet­auf­tritt ist kein Werbe­mittel, sondern ein Kommuni­kations­medium. Und wenn niemand dieses Medium kennt, kann es nicht erfolgreich einge­setzt werden.
    Merke: Jetzt beginnt die Webpromotion! Die benö­tigten Mass­nahmen müssen im Online-Marke­ting­plan fest­ge­hal­ten sein.
  • 100% Webdesign
    Fast der gesamte Zeitaufwand für die Website wird in das Design investiert. Da bleibt keine Zeit für Begriffe wie Benutzerfreundlichkeit, Inhalt, Technik und Planung von Werbemassnahmen.
    Merke: Der gemeine Surfer will kein Webdesign, sondern relevante Informationen.

„Die Website muss nicht dem Unternehmer gefallen, sondern den potenziellen Interessenten!“

  • Falsche Strategie
    Unter Umständen ist eine Website 100%ig auf einen Verkauf fixiert, 97% Ihrer Besucher sind jedoch in der In­for­ma­tionsphase.
    Fazit: Damit sprechen Sie nur ca. 3% der Besucher an. Überdenken Sie jetzt Ihre Strategie!
  • Marketing geht mir am A…. vorbei
    Der Drucker druckt, der Bäcker bäckt, der Gastwirt wirtet. Handwerker und Kleinbetriebe tun sich mit dem Mar­ke­ting beson­ders schwer. Jeder weiss, wer nicht wirbt, der stirbt. Die Planung und Durchführung von Marketing­mass­nah­men stehen bei diesen Betrieben oftmals an letzter Stelle. Zudem fehlt es vielfach am (Online)-Mar­ke­ting­wissen, welches bei den Berufs­leuten nicht auf dem Ausbil­dungsplan stand.
  • Suchmaschinenoptimierung
    Viele Betriebe sind zwingend darauf angewiesen, dass sie im Internet ge­funden werden. Wurde die Website von einem Webde­signer mit Techniken wie Javas­cript, vielen Bildern voll gestopft, darf sich niemand wundern, wenn die Website in den gängigen Such­maschinen nicht ge­fun­den wird. Marketing gerechtes Webdesign ist mehr als nur ein bisschen Gestal­tung. Marketing und Technik müssen unbedingt am gleichen Strang ziehen. Marketing­wissen ohne technische Kennt­nisse ist ebenso sinnlos wie Technik Know-how ohne Marketing­wissen.
    Merke: Die Planung der Online-Marke­ting-Stra­tegie muss vor Kreation einer Website durch­geführt und stän­dig op­ti­miert werden.
  • Ranking gut, aber…
    Die Position in den Suchmaschinen ist gut und dennoch stellt sich kein Erfolg ein? Suchmaschinenmarketing ist nur eine Taktik zum Erfolg im Internet. Wo aber bleibt die Gesamtstrategie? Wurde die Website nur für Such­ma­schi­nen optimiert, aber nicht für Menschen?
    Empfehlung: Lassen Sie einen kompetenten, verkaufsorientierten Texter Ihre Website überprüfen.
    Arbeiten Sie daran, die Konversionsrate Ihrer Website konstant zu optimieren!
  • Online-Marketing ist anders
    Zu Beginn des Fernsehzeitalters wurden die Werbespots von Sprechern vorgelesen. Diese Technik wurde vom Radio 1:1 übernommen. Ein Leser einer Zeitung hat andere Erwartungen als ein Surfer. Es dauerte einige Zeit, bis das Me­dium adäquat behandelt wurde. Genau dieser Fehler wird im Internetzeitalter wiederholt. Online-Marketing un­ter­schei­det sich in vielen Punkten vom Offline-Marketing.

„Wer nichts aus der Geschichte lernt, ist blind für die Zukunft!“

  • Brancheninzest
    Handwerker und Kleinbetriebe kopieren oft den Stil eines Konkurrenten und machen deshalb die gleichen Fehler. Wie unterscheiden Sie sich von der Konkurrenz?
    Analysieren Sie einmal: Hat Ihre Konkurrenz mit diesen Mitteln Erfolg oder das gleiche Problem wie Sie?
    Wenn schon kopieren, dann bei den Marktführern im Internet. Erfolgreiche Firmen im Internet wie eBay, Amazon und Google lassen grüssen.
  • Sparen am falschen Ort
    Viele Unternehmen sind zwar bereit in bestimmte Massnahmen wie Bannerwerbung, Inserate und ähnliches zu in­ves­tie­ren. Ein paar Groschen für ein professionelles Konzept resp. für einen Berater fehlen jedoch im Budget. Das bezahlte Lehrgeld übersteigt im Normalfall die Investition für professionelle Hilfe bei weitem.
    Fazit: Investieren Sie Zeit und Geld, um den Webauftritt zu pflegen und zu vermarkten!
  • Beratungsresistent
    Einige Unternehmen holen sich einen Berater oder spezialisierten Dienstleister, helfen ihm aber nicht, die ge­wünschten Ziele zu erreichen. Oder sie missachten die Tipps des Beraters, weil man alles besser weiss.
  • Know-how wird nicht genutzt
    Sehr oft wird bei Projekten ein Berater zugezogen oder der Projektverantwortliche besucht diverse Seminare sowie Webinare und verschlingt viele Bücher. So weit, so gut.

„Das Problem beginnt nachher, indem das erworbene Wissen nicht Schritt für Schritt konsequent umgesetzt wird!“

  • Der Unternehmer kauft ein Newslettertool, weiss aber nicht, wie es einsetzen
    Der Kaufmann ist scheinbar clever und versendet Werbe-E-Mails, und wundert sich, wenn die eigenen E-Mails in Werbefiltern landen und er mit wüsten Beschwerden bombardiert wird.
  • Simples Rezept
    Haben Sie schon Kontaktformulare ausgefüllt und nie Antwort er­halten? Die Chance, keine Antwort zu er­hal­ten, liegt im zwei­stelligen Prozent­bereich. Da wird mit viel Geld, Mühe und Zeit eine neue Website er­stellt. Und droht tatsächlich eine Kunde mit Auftrag, wird er Links liegen gelassen.
    Merke: Beantwortete E-Mails müssen innerhalb von 24 Stunden beim potenziellen Kunden eintreffen. Dauert es länger, kann man dem Interessenten immer noch darauf hinweisen, dass man an der Abklärung der Frage arbeitet.

„Es ist erstaunlich, wie viele Firmen auf konkrete Anfragen nicht reagieren!“

  • Keine Aufforderung etwas zu tun / Call to Action
    Call-to-Action Lassen Sie den Besucher wissen, was Sie konkret von ihm wollen: Sei es das Abonnieren eines Newsletters, der Download eines Doku­men­tes oder der Verkauf eines Produktes.
    Merke: Fordern Sie den Besucher (zumindest am Ende einer Seite) zu einer Aktivität auf.
  • Keine Besucher
    Eine Website wurde erstellt und anschliessend ging es zurück zum Alltag. Dieses Problem ist vor allem bei kleineren Betrieben bekannt. Man investiert in einen Webauftritt, sorgt aber nicht dafür, dass dieser bekannt wird! Ohne praktische Webpromotion-Massnahmen kann man die Besucher auf einer Website an einer Hand abzählen.

„Viele Menschen sind nicht bereit dazuzulernen und wenden Massnahmen an, die im Offline-Marketing vor Jahren (vielleicht) einmal erfolgreich waren!“

  • Erfolgreiche Online-Massnahmen fehlen
    Zu den erfolgreichsten Methoden im Online-Marketing gehören die Such­maschinen­optimierung, die Wer­bung in Such­maschinen (Keyword-Advertising) und das E-Mail-Marketing. Oftmals fehlen diese drei Mass­nahmen vollständig oder werden nur sehr halbherzig oder gar falsch umgesetzt. Es geht nicht darum mehrere Sachen auszu­probieren, sondern eine Werbe­massnahme absolut richtig­zumachen. Tipps dazu in diesem Beitrag.
  • Testen, testen, testen
    Es gibt auf dem Markt Online-Dienste (A/B-Splittest), die es ermöglichen, je nach Surfer unterschiedliche Versionen einer Webseite anzuzeigen. So lässt sich testen, welche Überschriften, Texte und Bilder zu besseren Verkäufen und Ergebnissen führen.
    Tipp: Solche Tests führen zu markant besseren Ergebnissen.

„Der Schlüssel liegt in der Fokussierung und der ständigen Weiterbildung im Rahmen der gewählten Mar­ke­ting-Mass­nahmen!“

  • Platte Werbung funktioniert nicht
    Wie sieht eine bestimmte Website aus? Beinhaltet sie mehr platte Werbung als Informationen? Beobachten Sie sich selbst. Bei welcher Website würden Sie eher kaufen: Auf der Website A schreit jede Seite „kauf mich“. Der Verkäufer versichert auf jeder zweiten Seite, was für eine tolle Firma sie sei, Marktführer bei irgendwas. Auf der Website B wer­den die Produkte und Dienstleistungen sehr fachlich und kompetent erklärt. Neutrale Informationen ergänzen die Produktpalette.
    Wo nun, würden Sie kaufen?
  • Vertrauen schaffen
    Potenzielle Kunden kennen viele Unternehmen nicht. Schaffen Sie auf Ihrer Website Vertrauen?
    Ist der Internetauftritt gepflegt?
    Ist ein Impressum vorhanden?
    Werden die Mitarbeiter vorgestellt?
  • Kein Interesse
    Es wird immer wieder festgestellt, dass vor allem bei KMU kaum ein Interesse besteht die Möglichkeiten des On­li­ne-Marketings wahrzunehmen. Im Online-Marketing gibt es so viele Chancen, aber man benutzt sie nicht. Selbst kos­ten­lo­se Möglichkeiten der Werbung werden verschmäht, wenn man sie auf einem Silbertablett serviert.
  • Geschwindigkeit
    Eine Website muss mindestens innerhalb von 3 Sekunden beim Nutzer aufgebaut sein. Oft wird vergessen, die Bilder ohne Qualitätsverlust zu komprimieren. Damit können die 3 Sekunden oftmals nicht erreicht werden.
  • Weitere Ansatzpunkte als Ausgangspunkt für Ihre Recherchen
    Zur Optimierung einer Online-Marketing-Strategie empfehle ich Ihnen sich mit Permission-Marketing, Viral-Mar­ke­ting, E-Mail-Marketing und Social-Media-Marketing zu befassen. Das Lesen von spezifischen E-Books und Fachliteratur kann Sie entscheidend weiterbringen.
  • Totes Pferd
    Eventuell reiten Sie ein totes Pferd! Selbst wenn Sie alles richtig gemacht haben, gibt es noch einen weiteren Grund, wieso ein Geschäft nicht zum Laufen gekommen ist: Die Zielgruppe hat kein Interesse an einem be­stimmten Produkt oder die Konkurrenz überzeugt mit viel besseren Angeboten.

P.S.:

„Versuchen Sie, alle diese Fehler zu vermeiden!“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.