Wie ich Fehler auf der Ho­me­­pa­ge finde und gna­den­­los eli­mi­niere

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Online-Mar­ke­ting-Bei­trag: Die Ho­me­pa­ge

Die Homepage ist oftmals die erste Web­seite eines Inter­net­auftritts, die ein Besucher zu Ge­sicht bekommt. Die Ho­me­pa­ge ent­spricht der Front­seite einer Zei­tung. Es sollte klar sein, dass gerade diese eine Web­seite den Be­sucher be­son­ders fesseln muss. Welche häu­fig ge­se­hene Fehler sind auf der Start­seite tun­lichst zu ver­mei­den? Welche In­halte kön­nen Sie auf der Front­seite in­te­grie­ren?

Informationen gemäss Stand vom 23.9.2022

HomepageQuelle: Frank Hufnagel auf Pixabay.com

Inhalts­ver­zeich­nis: Ho­me­pa­ge

Kundengewinnungslabor

Was Sie auf der Start­seite un­be­dingt ver­mei­den müs­sen

  • Ja, bemühen Sie sich
    Inhalt und Design der Home­page sollten zu dem besten gehören, was Sie Ihren Be­suchern bieten können! Ver­mei­den Sie jede Art lang­weiliger Marketing­sprüche. (Wir sind ein dy­namischer Betrieb, wir sind der füh­rende …)

„Stellen Sie nicht sich selbst in den Mit­tel­punkt, sondern Ihre Be­sucher!“

  • Begrüssung: „Willkommen auf meiner Homepage“
    Verzichten Sie auf diese uralte Floskel, die findet man auf je­der Hobby­seite wieder. Suchen Sie einen besse­ren und knackigen Text. Wofür interessieren sich Ihre Besucher am meisten?
    Nebenbei: Die Homepage ist nur eine einzelne Webseite. Wenn schon, soll­ten Sie den Besucher auf der Web­site will­kommen heissen.
  • Viel zu viel des Guten
    Mühsam sind überladene und unüber­sichtliche Startseiten. Versuchen Sie nicht, alle In­forma­tionen bereits auf der Homepage unterzubringen. Erstel­len Sie eine saubere Navigation und nennen Sie auf der Front­seite le­dig­lich die Hö­hepunkte Ihres Ange­botes!

„Wenn sich die Besucher nicht für eine Handlung entscheiden können, werden sie einfach nichts tun.“

  • Weissraum
    Verwenden Sie Weissraum, um die Marke hochwertiger und vertrauen­erweckender er­scheinen zu lassen. Falls Sie kein Discounter sind, sollte die Website nicht wie bei einem Dis­coun­ter aus­sehen.
  • Geschwindigkeit
    Niemand mag eine langsam ladende Website. Eine ein­zelne Webseite sollte nicht mehr als 500 KB schwer sein. Je leichter, desto besser und schneller. Tipps zur Be­schleu­ni­gung der Web­site.
  • Nummern wie im Knast
    „Sie sind Besucher Nummer 456“. Welcher Besucher ist schon gerne eine Nummer?
  • Popups
    Entfernen Sie lästige Popups, die sich regel­mässig öffnen und die Besucher lediglich nerven. Ver­mei­den Sie lästige und über­bordende Werbe­ein­blen­dun­gen. Viele Web­sites brauchen für das Überleben bezahlte Wer­bung. Zu viel auf­dring­liche Rek­lame vertreibt die Konsu­menten. Werbung soll primär in­for­mieren und nicht ner­ven.
  • Slider?
    Sie setzen gegebenen­falls einen Slider ein? Überdenken Sie diesen nochmals. Slider ha­ben diverse Nachteile.
  • Wo? Wer? Was?
    Wo bin ich gelandet?
    Oft ist nicht ersichtlich, worum es beim Internet­auftritt geht. Überlegen Sie mal: Ist auf Ihrer Home­page sofort klar, um was es bei Ihnen geht?
    Wer eine Bäckerei betreibt oder ein allgemein bekanntes Handwerk aus­übt, muss wenig schreiben. Wer ein exo­tisches Business ausübt oder eine neue Idee für ein Portal hat, muss sich wesent­lich mehr bemühen. Sie sind sicher schon auf einer Web­site ge­landet und haben sich gefragt: Was bietet der Laden eigentlich an? Um was geht es hier?

Vifugo

  • Bei wem?
    Beim wem ist man gelandet?
    Wo ist das Impressum?
    Wer steht hinter dem Inter­netauftritt?
    Nennen Sie Ross und Reiter. Das Im­pressum muss mit einem oder zwei Klicks er­reichbar sein.
  • Fehlende Aktualität
    Nennen Sie bereits auf der Homepage das letzte Aktualisierungs­datum. Las­sen Sie es weg, wenn sich auf Ihrer Web­si­te monate- oder jahrelang nichts ändert.
  • Tippfehler
    Vermeiden Sie Tippfehler be­reits beim ersten Satz oder in den Navigations­elementen.
  • Fachchinesisch
    Vermeiden Sie den Einsatz von einer Fachsprache, die nicht jeder poten­zielle Kunde ver­steht.
  • Unnötige Technik weglassen
    Vermeiden Sie Java-Menüs und -Lauf­schriften sowie be­lang­lose Ticker. Allgemein: Vermeiden Sie Techniken, die bei einigen Firmen nicht durch den Firewall kommen oder die Robots der Suchmaschinen nicht inter­pre­tie­ren kön­nen. (Java, JavaScript)

Ideen! Ja, was denn nun?

Sie haben soeben gelesen, wo­rauf Sie auf der Homepage ver­zich­ten sollten. Gut, was aber sollte unbe­dingt auf diese wichtige Web­seite?
Meistens will man alles scheinbar Wich­tige eintragen, mit dem Effekt, dass diese Webseite am Schluss viel zu viel Informationen enthält und sehr wirr so­wie un­übersichtlich ist.

KlickTipp E-Mail-Marketing

Was ist das grosse Ziel Ihrer Website? Wo liegt der Focus? Was ist der Kunden­nutzen?
Wer einen E-Shop betreibt, wird vor allem Links zu den einzelnen Rubriken sowie die neusten und ver­kaufs­stärks­ten Artikel vor­stellen wollen.
Wer eher teure, erklä­rungs­be­dürf­tige Pro­dukte verkauft, wird ein News­letter­abo in den Mittelpunkt stellen.
Wer Produkte für Damen und Herren an­bietet, kann die verschiedenen Ziel­gruppen bereits trennen.
Das eigentliche Ziel der Website muss von der Startseite aus klar angepeilt wer­den.

„Nennen Sie das wichtigste Problem Ihrer Zielgruppe, lie­fern Sie eine praktika­ble Lösung und fordern Sie den Besucher zu einer Hand­lung auf!“

Hier fünf wichtige Tipps

Titel und einige Un­ter­titel

Diese Titel müssen den Besucher an­sprechen und ihn neugierig auf Ihr Pro­dukt, Dienstleistung oder Unter­nehmen machen. In diesen Titeln müssen Sie den Besuchern unbedingt einen wichtigen Nutzen versprechen.
Es muss sich klar heraus­stellen, was der Besucher auf der Web­prä­senz bekommt.
Kommen die Besucher via Wer­bung, muss der Titel und das Versprechen mit der Werbung über­einstimmen.
Zeigen Sie, dass Sie das zentrale Pro­blem respektive den Schmerz des Besu­chers verstanden haben.

Neugierig machen

Haben Sie Ihrer Zielgruppe klar­gemacht, dass auf Ihrer Website viel Kundennutzen auf sie wartet? Nennen Sie die Vorteile, die Kunden bei Ihnen finden.
(Sollten Sie keine solchen Vorteile finden, überlegen Sie nochmals Ihr Geschäfts­modell!)
Zeigen Sie, was sich zum Posi­tiven än­dert, wenn Kunden Ihr Ange­bot erwer­ben.

Zielgruppe

Nennen Sie die Zielgruppe klar und deut­lich. An wen richtet sich Ihr Angebot?
Die Homepage soll den Besucher nicht mit Angeboten erschlagen. Bei diesem Beispiel ist das sehr gut gelungen. Das Angebot richtet sich an Damen, Herren oder Kin­der. Punkt! Alles Weitere folgt auf den nächsten Webseiten.

Zalando-Homepage
Zalando-Homepage

Quelle: zalando.ch

USPs, Fakten und Emo­tio­nen

Ein USP ist ein einzigartiges Ver­kaufs­argu­ment. Wie lauten die USPs eines Unternehmens?
Was können Sie besser als die Konkur­renz?
Solche Statements gehören un­be­dingt ins Zentrum, nicht verborgen irgendwo im Hintergrund der Website.

„Die Schokoladenseite einer Website oder einer Firma müs­sen Sie sofort und klar kom­munizieren!“

Der Hero-Shot: Video oder Foto
Mit Bild und Ton lassen sich Argu­mente sowie Emotionen besser herüber­bringen. Alternativ verwen­den Sie sehr emo­tio­nale Fotos.

Bullet-Liste
In Form einer Markierungsliste notieren Sie alle Vorteile des Angebotes.
Zeigen Sie, wie mit Ihrem Angebot das Pro­blem des Besuchers ge­löst werden kann.

Referenzen
Wenn wir schon bei der Zielgruppe sind, veröffentlichen Sie die Aussagen Ihrer zufriedenen Kunden.

Call-to-Action
Was soll der Besucher machen? Die Hand­lungsaufforderung sollte (auf Desk­top-PCs) ohne Scrollen sichtbar sein!

Weitere Vor­schläge, die sich je nach der Art einer Web­site unter­schei­den kön­nen

  • Wichtig für Sie oder Ihre Besucher?
    Nennen Sie mit einigen attraktiven Sätzen die wichtigsten Rubriken, In­halte und Features der Website und ver­lin­ken Sie diese.
  • News
    Unter Umständen brauchen Sie keine Webseite ‚Neuheiten‘, sondern nennen direkt Ihre News. Suchen Sie gera­de neue Mitar­beiter, so lassen Sie es hier wissen. Der Arbeitsmarkt wird es Ihnen danken. Führen Sie Anlässe durch? Nennen Sie die aktuellen Events.
  • Deeplinks
    Locken Sie mit Links die Leser tiefer in Ihren Webauftritt hinein.
  • Shop
    Betreiben Sie einen Shop, so stellen Sie die Gütesiegel ganz oben rechts in den Web­seiten­kopf.
  • Kontakt
    Wo ist Ihr Unternehmen? Wie können Besucher mit Ihnen Kontakt auf­neh­men? In welchen sozialen Me­dien sind Sie präsent? Lassen Sie die Besucher nicht suchen.
  • A/B-Test
    Testen Sie, was bei Ihrer Web­site bes­ser funktioniert!

P.S.:

Danke für das Lesen dieses Bei­tra­ges!

„Haben Sie von diesem Beitrag profitiert? Verlinken Sie bitte kundennutzen.ch, weil Sie uns helfen, noch mehr solche auf­klä­rende Beiträge zu schrei­ben.“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

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Online-Mar­ke­ting-Mana­ger

Walser arbeitet seit 1995 mit dem In­ter­net. Er ist Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting- und Online-Tools-Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing-Manager. Er half frü­her als Agenturleiter Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site heraus­zu­holen. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert. Spezielle Interessen: Umweltschutz und Geopolitik.