Wie ich Fehler auf der Home­page finde und gnaden­los elimi­niere

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Online-Marketing-Beitrag: Home­page

Informationen gemäss Stand vom 7.6.2021

Die Homepage ist oftmals die erste Webseite eines Internetauftritts, die ein Besucher zu Gesicht bekommt. Die Ho­me­pa­ge entspricht der Frontseite einer Zeitung. Es sollte klar sein, dass gerade diese eine Webseite den Be­sucher besonders fesseln muss. Welche häufig gesehene Fehler sind auf der Startseite tunlichst zu vermei­den? Welche In­halte können Sie auf der Frontseite integrieren?

Homepage Bildquelle von Frank Hufnagel auf Pixabay

Inhalts­ver­zeich­nis: Ho­me­­pa­ge


Was Sie auf der Startseite unbedingt vermeiden müssen

  • Ja, bemühen Sie sich
    Inhalt und Design der Homepage sollten zu dem besten gehören, was Sie Ihren Besuchern bieten können!
    Ver­mei­den Sie jede Art langweiliger Marketingsprüche. (Wir sind ein dynamischer Betrieb, wir sind der füh­rende …)

„Stellen Sie nicht sich selbst in den Mittelpunkt, sondern Ihre Besucher!“

  • Begrüssung: „Willkommen auf meiner Homepage“
    Verzichten Sie auf diese uralte Floskel, die findet man auf jeder Hobbyseite wieder. Suchen Sie einen besse­ren und knackigen Text. Wofür interessieren sich Ihre Besucher am meisten?
    Nebenbei: Die Homepage ist nur eine einzelne Webseite. Wenn schon, müssen Sie den Besucher auf der Web­site willkommen heissen.
  • Flash-Intros
    Mühsam ist es, wenn Besucher keine Möglichkeit haben, nutzlose Intros zu überspringen. Dieser Umweg nervt vor allem regelmässige Besucher der Website.
  • Viel zu viel des Guten
    Mühsam sind überladene und unübersichtliche Startseiten. Versuchen Sie nicht, alle Informationen bereits auf der Homepage unterzubringen. Erstellen Sie eine saubere Navigation und nennen Sie auf der Frontseite le­dig­lich die Höhepunkte Ihres Angebotes!

„Wenn sich die Besucher nicht für eine Handlung entscheiden können, werden sie einfach nichts tun.“

  • Weissraum
    Verwenden Sie Weissraum, um die Marke hochwertiger und vertrauenerweckender erscheinen zu lassen. Falls Sie kein Discounter sind, sollte die Website nicht wie bei einem Discounter aussehen.
  • Geschwindigkeit
    Niemand mag eine langsam ladende Website. Eine einzelne Webseite sollte nicht mehr als 500 KB schwer sein. Je leichter, desto besser und schneller. Tipps zur Beschleunigung der Website.
  • Nummern wie im Knast
    „Sie sind Besucher Nummer 456“. Welcher Besucher ist schon gerne eine Nummer?
  • Popups
    Entfernen Sie lästige Popups, die sich regelmässig öffnen und die Besucher lediglich nerven. Ver­mei­den Sie lästige und über­bordende Werbe­ein­blendungen. Viele Web­sites brauchen für das Überleben bezahlte Werbung. Zu viel aufdring­liche Werbung vertreibt jedoch die Konsu­menten. Werbung soll primär in­for­mieren und nicht nerven.
  • Slider?
    Sie setzen gegebenenfalls einen Slider ein? Überdenken Sie diesen nochmals. Slider haben diverse Nachteile.
  • Wo? Wer? Was?
    Wo bin ich gelandet?
    Oft ist nicht ersichtlich, worum es beim Internetauftritt geht. Überlegen Sie mal: Ist auf Ihrer Homepage sofort klar, um was es bei Ihnen geht?
    Wer eine Bäckerei betreibt oder ein allgemein bekanntes Handwerk ausübt, muss wenig schreiben. Wer ein exo­tisches Business ausübt oder eine neue Idee für ein Portal hat, muss sich wesentlich mehr bemühen. Sie sind sicher schon auf einer Website gelandet und haben sich gefragt: Was bietet der Laden eigentlich an? Um was geht es hier?
  • Bei wem?
    Beim wem ist man gelandet?
    Wo ist das Impressum?
    Wer steht hinter dem Internetauftritt?
    Nennen Sie Ross und Reiter. Das Impressum muss mit einem oder zwei Klicks erreichbar sein.
  • Fehlende Aktualität
    Nennen Sie bereits auf der Homepage das letzte Aktualisierungsdatum. Lassen Sie es weg, wenn sich auf Ihrer Web­si­te monate- oder jahrelang nichts ändert.
  • Tippfehler
    Vermeiden Sie Tippfehler bereits beim ersten Satz oder in den Navigationselementen.
  • Fachchinesisch
    Vermeiden Sie den Einsatz von einer Fachsprache, die nicht jeder potenzielle Kunde versteht.
  • Unnötige Technik weglassen
    Vermeiden Sie Java-Menüs und -Laufschriften sowie belanglose Ticker. Allgemein: Vermeiden Sie Techniken, die bei einigen Firmen nicht durch den Firewall kommen oder die Robots der Suchmaschinen nicht inter­pre­tie­ren kön­nen. (Java, Javascript)

Ideen! Ja, was denn nun?

Sie haben soeben gelesen, worauf Sie auf der Homepage verzichten sollten.
Gut, was aber sollte unbedingt auf diese wichtige Webseite?
Meistens will man alles scheinbar Wichtige eintragen, mit dem Effekt, dass diese Webseite am Schluss viel zu viel Informationen enthält und sehr wirr sowie unübersichtlich ist.

Was ist das grosse Ziel Ihrer Website? Wo liegt der Focus? Was ist der Kundennutzen?
Wer einen E-Shop betreibt, wird vor allem Links zu den einzelnen Rubriken sowie die neusten und verkaufstärks­ten Artikel vorstellen wollen.
Wer eher teure, erklärungs­bedürftige Produkte verkauft wird ein Newsletterabo in den Mittelpunkt stellen.
Wer Produkte für Damen und Herren anbietet, kann die verschiedenen Zielgruppen bereits trennen.
Das eigentliche Ziel der Website muss von der Startseite aus klar angepeilt werden.

„Nennen Sie das wichtigste Problem Ihrer Zielgruppe, liefern Sie eine praktikable Lösung und fordern Sie den Besucher zu einer Handlung auf!“

Hier fünf wichtige Tipps

Titel und einige Untertitel
Diese Titel müssen den Besucher ansprechen und ihn neugierig auf Ihr Produkt, Dienstleistung oder Unternehmen machen. In diesen Titeln müssen Sie den Besuchern unbedingt einen wichtigen Nutzen versprechen.
Es muss sich klar herausstellen, was der Besucher auf der Webpräsenz bekommt.
Kommen die Besucher via Werbung, muss der Titel und das Versprechen mit der Werbung übereinstimmen.
Zeigen Sie, dass Sie das zentrale Problem respektive den Schmerz des Besuchers verstanden haben.

Neugierig machen

Haben Sie Ihrer Zielgruppe klargemacht, dass auf Ihrer Website viel Kundennutzen auf sie wartet? Nennen Sie die Vorteile, die Kunden bei Ihnen finden.
(Sollten Sie keine solchen Vorteile finden, überlegen Sie nochmals Ihr Geschäftsmodell!)
Zeigen Sie, was sich zum Positiven ändert, wenn Kunden Ihr Produkt erwerben.

Zielgruppe

Nennen Sie die Zielgruppe klar und deutlich. An wen richtet sich Ihr Angebot?
Die Homepage soll den Besucher nicht mit Angeboten erschlagen. Bei diesem Beispiel ist das sehr gut gelungen. Das Angebot richtet sich an Damen, Herren oder Kinder. Punkt! Alles Weitere folgt auf den nächsten Webseiten.

Zalando-Homepage
Zalando-Homepage

Quelle: zalando.ch

USPs, Fakten und Emotionen

Ein USP ist ein einzigartiges Verkaufsargument. Wie lauten die USPs eines Unternehmens?
Was können Sie besser als die Konkurrenz?
Solche Statements gehören unbedingt ins Zentrum, nicht verborgen irgendwo im Hintergrund der Website.

„Die Schokoladenseite einer Website oder einer Firma müssen Sie sofort und klar kommunizieren!“

Der Hero-Shot: Video oder Foto

Mit Bild und Ton lassen sich Argumente sowie Emotionen besser herüberbringen. Alternativ verwen­den Sie sehr emo­tio­nale Fotos.

Bullet-Liste
In Form einer Markierungsliste notieren Sie alle Vorteile des Angebotes.
Zeigen Sie, wie mit Ihrem Angebot das Problem des Besuchers gelöst werden kann.

Referenzen
Wenn wir schon bei der Zielgruppe sind, veröffentlichen Sie die Aussagen Ihrer zufriedenen Kunden.

Call-to-Action
Was soll der Besucher machen? Die Handlungsaufforderung sollte (auf Desktop-PCs) ohne Scrollen sichtbar sein!

Weitere Vorschläge, die sich je nach der Art einer Website unter­schei­den kön­nen

  • Wichtig für Sie oder Ihre Besucher?
    Nennen Sie mit einigen attraktiven Sätzen die wichtigsten Rubriken, Inhalte und Features der Website und ver­lin­ken Sie diese.
  • News
    Unter Umständen brauchen Sie keine Webseite ‚Neuheiten‘, sondern nennen direkt Ihre News. Suchen Sie gerade neue Mitarbeiter, so lassen Sie es hier wissen. Der Arbeitsmarkt wird es Ihnen danken. Führen Sie Anlässe durch? Nennen Sie die aktuellen Events.
  • Deeplinks
    Locken Sie mit Links die Leser tiefer in Ihren Webauftritt hinein.
  • Shop
    Betreiben Sie einen Shop, so stellen Sie die Gütesiegel ganz oben rechts in den Webseitenkopf.
  • Kontakt
    Wo ist Ihr Unternehmen? Wie können Besucher mit Ihnen Kontakt aufnehmen? In welchen sozialen Medien sind Sie präsent? Lassen Sie die Besucher nicht suchen.
  • A/B-Test
    Testen Sie, was bei Ihnen besser funktioniert!

P.S.

Danke für das Lesen dieses Beitrages!

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Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

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Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.