Erfahren Sie, wie Sie den eigenen In­ter­net­­auftritt selbst op­timieren können

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Online-Marketing-Fachbeitrag: Web­site­optimierung

Informationen gemäss Stand vom 11.4.2020

Eine Website ist nie fertig und muss stets er­gänzt und optimiert werden. In diesem Beitrag erfahren Sie einige Hin­weise, worauf geachtet werden muss, um die Verweil­dauer (Reten­tion-Ra­te) und vor allem die Con­version auf der ei­ge­nen Web­­präsenz wesent­lich zu ver­bessern.

Website-Optimierung

Bildquelle von Gerd Altmann auf Pixabay

Die Retention-Rate (Kundenbindungsrate) gibt jenen Prozentsatz an eigenen Kunden an, die nach einer frei ge­wähl­ten Periode immer noch Kunde des Unter­nehmens ist. Gerade bei Be­trieben, die ihre Dienst­leistungen online er­brin­gen, ist die Zu­frieden­heit (oder besser Begeisterung) der Kunden 1 zu 1 von der Web­site abhängig.

Inhaltsverzeichnis: Websiteopti­mierung

Für jeden Teil der Website gibt es im Web inzwischen spezialisierte Experten, die Sie kon­sultieren können. Sehen wir uns einige Teil­gebiete einmal an:

Externe Dienstleister und Werkzeuge für die Optimierung der Web­si­te

  • SEO
    Suchmaschinen-Experten optimieren die Web­seiten so, dass alle richtigen und wichtigen Keyword­kombina­tionen an der richtigen Stelle vorhanden sind. Zudem sorgen sie dafür, dass die Website bei den Such­maschinen bestens rankt. Ziel ist es, viele Besucher und poten­zielle Kunden auf die Website zu bringen.
  • Recht
    Anwälte prüfen alle Texte, damit Sie nicht dem Risiko von Abmahnungen unterliegen.
  • Texte I
    Korrektoren unterziehen alle Texte einer Ortho­grafie-Kontrolle.
  • Texte II
    Erfahrene Verkaufstexter untersuchen die Texte marketing­mässig und tragen zur Opti­mierung der Verkaufs­ab­schlüs­se wesent­lich bei. Sie kontrollieren auch, ob der Nutzen und nicht irgend­­welche tech­nischen Details im Zent­­rum stehen. Die Verkaufs­texter stellen vor allem die USPs in den Vorder­grund.
  • Texte III
    Fachleute des eigenen Betriebes überprüfen alle Texte auf Wahrheit und Plausibilität. Sind zum Beispiel die tech­nischen Merkmale einer Maschine noch gültig?
  • Design
    Designer optimieren den optischen Aufbau, die einge­setzten Schriften und die ausge­wählten Farben auf Homo­ge­nität.
  • Benutzerfreundlichkeit
    Weitere Experten überprüfen die Benutzer­freundlichkeit (Usability). Dazu gehört das Thema behinderten­gerechte Websites, die für die Kommunen inzwischen Pflicht ist.
  • Programmcode
    Programmierer kontrollieren und optimieren den Programmcode auf die Sicherheit und die Geschwindigkeit der Aus­­führung.
  • Online-Marketing
    Spezialisten überprüfen, welche Promotions­massnahmen wie durchge­führt wurden. So gibt es Spezialisten, die sich ausschliesslich mit Google Ads befassen. Durch die hohe Speziali­sierung sind höhere Ziele mit weniger Bud­get erreichbar.
  • Splittests
    Per Einsatz der Splittests verlassen Sie sich nicht auf Vermutungen, sondern können einzelne Elemente der Web­site ausgiebig testen und optimieren.

Kleinbetriebe haben finanziell nicht die Mittel, um all diese Spezia­listen zu entlohnen. Deshalb ein paar Tipps, wie Sie zusammen mit dem Web­master einzelne Punkte optimieren können.

Tipps für die Webseiten­optimierung

  • Schnelligkeit
    Text und Bilder sollen pro Webseite den Richtwert von ca. 500 KB nicht über­schreiten. Gerade die Homepage muss beim Besucher sehr schnell auf dem Bildschirm erscheinen, sonst ist der ungeduldige Surfer wieder weg. Breitbandnetze sind keine Ausrede für überbor­dende Webseiten. Gerade Bilder können Sie selber kompri­mieren.
  • Corporate Identity
    Ziehen Sie das CI konsequent durch die gesamte Website. Jede einzelne Seite muss einheitlich aussehen, selbst wenn sie von verschie­denen Mitar­beitern gepflegt werden.
  • Texte
    Bei den Texten verwenden Sie nicht verschiedenste Farben, Schriftgrössen und Textabstände. Schreiben Sie nicht über die gesamte Seitenbreite eines Desktop-Computers, sondern verwenden Sie Spalten.
  • Updates I
    Aktualisieren Sie die Website regelmässig. Je aktueller, desto besser. Veraltete Websites sind so aktuell wie die rö­mische Geschichte. Zeigen Sie bereits auf der Homepage das letzte Aktualisierungsdatum an.
  • Updates II
    Nicht nur der Inhalt des Webauftritts muss aktualisiert werden. Setzt der Internetauftritt auf ein Content-Mana­ge­ment-Sy­stem, so muss dieses jeweils auf den neusten Stand der Technik gebracht werden.
  • Backup
    Bei dieser Gelegenheit kann mal wieder überprüft werden, ob regelmässig eine Daten­sicherung vorge­nommen wird und ob diese korrekt durchgeführt wurde.
  • Kundennutzen
    Bieten Sie den Besuchern einen echten Nutzen, über die Beschreibung der Produkte und Dienstleistungen hinaus, an. Vermeiden Sie langweiliges Marketing-Blabla. Versprechen Sie nur, was Sie wirklich halten können.
  • Suchhilfe
    Bieten Sie in grösseren Websites Suchhilfen an. (Suchfunktion, Stichwortliste, Sitemap, FAQ, übersichtliche Navi­ga­tion)
  • Impressum
    Zeigen Sie, wer hinter Ihrem Auftritt steckt. Nennen Sie Namen und alle weitere Koor­dinaten. Dazu gehört eine Da­tenschutz­er­klärung.
  • Wollen Sie überhaupt Kontakt?
    Bieten Sie Kontaktmöglichkeiten an und antworten Sie unbedingt innerhalb von 24 Stunden. Dazu gehört die Pfle­ge und Be­antwortung von Fragen, die in den sozialen Medien gestellt werden.
  • Leichen im Keller verschwinden lassen
    Löschen Sie regelmässig alte Dateien, bevor Sie die Übersicht verlieren. Setzen Sie Software ein, die zeit­­gesteuert veraltete Informationen wie Termine oder abgelaufene Aktionen ausblendet.
  • Linkgeiz
    Es gibt tatsächlich Webauftritte, die haben keinen einzigen Link nach draussen ins Web. Selbst will man viele Backlinks, selbst verlinkt man aber niemand. Damit wird die Idee des Internets korrumpiert. Die Website wird zur Sackgasse. Setzen Sie Links auf wertvolle Websites! Überprüfen Sie regelmässig, ob die verlinkten Web­sites überhaupt noch existieren.
  • Marketing-Konzept erstellen
    Regelmässig den Internetauftritt mit den offline Marketingmassnahmen abstimmen und kontrollieren. Anhand der Ergebnisse das Konzept optimieren.
  • Ähnliche Beiträge
    Verlinken Sie intern und extern auf ähnliche Beiträge, wie wir es machen.
  • URL auf alle Unterlagen in der Offlinewelt
    Die WWW- und E-Mail-Adressen kommen auf alle Unternehmungsunterlagen, Inserate, etc.
  • https
    Falls noch nicht erledigt, stellen Sie auf das HTTPS-Protokoll um und sofern Ihr Provider es unterstützt, auf HTTP/2.
  • XML-Sitemap
    Falls Ihr CMS es nicht schon automatisch macht: Erstellen Sie regelmässig eine aktualisierte Sitemap im XML-For­mat.
  • CTA
    Weiss Ihr Besucher immer, was der nächste Schritt ist? Helfen Sie ihm mit einer glasklaren Handlungs­auf­forde­rung und einer sauberen Navigation weiter.
  • Umfrage / Marktforschung
    Führen Sie Umfragen durch oder fragen Sie direkt Ihre Kunden, welche zusätzlichen Informationen sie auf dem Int­ernetauf­tritt erwarten.

Wieso Verkaufsseiten und E-Shops nicht gut verkaufen

Es gibt verschiedene Gründe, wieso in einem Shop oder auf einfachen Verkaufsseiten Produkte von den Kunden nicht goutiert werden. So zum Beispiel,

  • weil die Website zu langsam ist, ist der Besucher sofort wieder weg
  • weil die Fotos von schlechter Qualität sind
  • wegen einer unklaren Zielgruppe
  • wegen zu hohen Versandspesen
  • weil der E-Shop nicht vertrauenswürdig erscheint
  • weil eine Zahlungsmethode fehlt
  • weil der Preis zu teuer erscheint
  • weil zuerst ein Kundenkonto angelegt werden muss
  • weil es zu umständlich ist und ggf. technische Probleme auftauchten
  • etc.

Theorie

Einer der wichtigsten Gründe ist jedoch, dass beim Konsumenten viele Zweifel bestehen, weil Zuwenig auf seine Wünsche eingegangen wurden. Mit anderen Worten:

Es stehen Zuwenig Informationen zum Produkt zur Verfügung!

Praxis

Nehmen wir jetzt als Beispiel mal Schuhe, weil das jeder braucht. Was will der Konsument unter anderem wissen:

  • Verfügbare Grössen
  • Material
  • Farben

Und jetzt gehen wir etwas tiefer:

  • Woraus ist die Sohle?
  • Wie ist die Verarbeitung?
  • Wie werden die Schuhe gepflegt?
  • Ist es ein Marken-Schuh? Ist es ein Noname-Schuh?
  • Wie lange ist die Lebensdauer?
  • Für welches Geschlecht ist er geeignet?
  • Für welches Alter ist er geeignet?
  • Gibt es Zubehör dazu?
  • Und viele weitere Fragen, die Konsumenten zu wissen brauchen.

und auch

  • Gibt es eine Garantie?
  • Kann das Produkt per Ratenzahlung gekauft werden?
  • Kann ich die Schuhe zurückschicken, wenn sie mir nicht passen?
  • Wie lauten die Versandspesen?
  • Gibt es Kundenrezesionen?
  • Wann erhalte ich die Lieferung?

Verkaufen Sie beispielsweise ein Automobil, so gibt es ganz andere Fragen. Je nach Produkt lauten die An­for­de­rungen ein klein wenig anders. Je genauer Sie diese Fragen klären, umso besser für Ihr Conversion respektive Umsatz.

P.S.

„Hören Sie nie auf, Ihre Webpräsenz zu aktua­lisieren und zu opti­mieren!“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.