Was Sie rund um Spam unbedingt wis­sen müssen

mit Keine Kommentare

E-Mail-Beitrag: Spam

Informationen gemäss Stand vom 30.8.2021

Spam ist der Fachausdruck für Werbemüll. Gemeint ist damit das Versenden von unauf­gefor­derten Werbe-E-Mails an potenzielle Kunden. Bei E-Mail-Anwendern verstopfen Werbe-E-Mails den Posteingang.

E-Mail Bildquelle von Gerd Altmann auf Pixabay

Selbst wer selten E-Mails versendet, bleibt meist nicht lange davon verschont. Ganz vermeiden lässt sich das Ganze nicht, aber zumindest lässt sich das Übel stark eindämmen.

„Unter Spam versteht man Mas­sen-E-Mails an Personen, die weder Kunden sind noch die Erlaubnis zum Er­halt der E-Mails er­teilt haben.“

Inhalts­ver­zeich­nis: Spam­be­kämpfung

Wirkungsvolle Massnahmen gegen Spam

  • Synonyme für Werbemüll
    Spam, Junkmail. Auch Kettenbriefe und Viren­warnungen, soge­nannte Hoaxes, gehören in die Rubrik Spam.
  • Zweit-Adresse verwenden
    Setzen Sie Ihre Haupt-E-Mail-Adresse nur sparsam ein. Verwenden Sie eine anonyme Zweit­adresse oder eine Weg­­werf­adresse (Diese Weg­werf­adressen löschen sich nach einer bestimmten Zeit selber) für einmalige Aktio­nen wie zum Beispiel Down­loads, bei der Teilnahme an Online-Spielen, beim Mitmachen in Diskussions­foren, beim Mit­bie­ten in Auktionen und der Veröffent­lichung von Kleinan­zeigen.
  • Schutzfunktionen nutzen
    Nutzen Sie die Spam-Schutzfunktionen, die einige E-Mail-Provider anbieten.
  • Filterfunktionen verwenden
    Nutzen Sie die Filterfunktionen Ihres E-Mail-Programmes, um E-Mails mit bestimmten Merkmalen direkt auf dem Server zu löschen oder zumindest direkt nach dem Herunterladen automatisch in den Papierkorbordner zu ver­schie­ben.
  • Spamfilter
    Spamfilter sind Programme, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Werbemüll erkennen und von der regulären Post trennen. Es gibt sogar einige kostenlose und hervorragende Spamfilter.
  • Verschlüsseln der E-Mail-Adresse auf dem Server
    Verschlüsseln Sie Ihre E-Mail-Adresse auf dem eigenen Internetauftritt. Damit erschweren Sie Suchrobotern, die ganze Websites regelmässig scannen (um E-Mail-Adressen zu sammeln), ihre Arbeit.
  • Nicht in den Spamfiltern landen
    Wenn Sie Newsletter versenden, vermei­den Sie Worte, welche in Spam­mails oft vorkommen.
  • Adressenverbreitung vermeiden
    Versenden Sie keine Massen-E-Mails an Freunde und Bekannte via Befehl CC, sondern ausschliesslich via Be­fehl BCC. Für Adressensammler sind mit E-Mail-Adressen geschwängerte E-Mails ein gefundenes Fressen.
  • Totstellen
    Antworten Sie nie auf Spam. Wer ant­wortet, zeigt damit auch, dass er die E-Mails öffnet. Damit wird Ihre Adresse nur noch kostbarer und ggf. kriegen Sie noch mehr Junk-E-Mails.
    Klicken Sie niemals auf die Hyperlinks in den E-Mails. Spammer erkennen sofort, wer dem Link gefolgt ist und damit wird Ihre E-Mail-Adresse auch als aktiv einge­stuft.
    Aktivieren Sie während Ihrer Abwesen­heit nicht den Autores­ponder, weil damit auch die Spammer informiert wer­den. (Sofern in den erhaltenen E-Mails die Rücksende­adresse nicht ge­fälscht wurde)
  • Wer den Aufwand nicht scheut I
    Bei Spammern aus dem deutsch­sprachigen Raum können Sie den entsprech­enden Versender anschreiben und ihn auf seine illegale Tätig­keit hinweisen. Verwenden Sie dazu vorbereitete Text-Bausteine.
  • Wer den Aufwand nicht scheut II
    Bei Spammern aus dem deutsch­sprachigen Raum können Sie den entsprechenden Providern schreiben und auf das Spamming ihres Kunden aufmerk­sam machen. Bei den meisten seriösen Hosting-Providern ist das Spamming vertragsmässig untersagt. Verwenden Sie dazu vorberei­tete Text-Bausteine.
  • Boykott
    Der Versand von Spam ist in vielen Ländern nicht legal. Unterstützen Sie deshalb keine Firmen, die mittels Spam arbeiten. Selbst wenn Ihnen das Ange­bot zusagen sollte, kaufen Sie bei „sauberen“ Firmen.
  • Whitelist
    Des Öfteren landen E-Mails von Kunden und Freunden im Spam-Ordner. Damit dies nicht mehr passiert, tra­gen Sie die ent­sprechenden E-Mail-Adressen in die soge­nannte Whitelist ein. Alle diese E-Mails werden ohne Prüfung Ihnen direkt zuge­stellt. Diese Whitelist oder Freundes­liste finden Sie in Ihrem Mailhost meistens in der Nähe, wo Sie auch Ihre Spam­filter finden.
  • Spamfilter auf Ihrem Server
    Wenn Sie einen eigenen Server betreiben, erreichen Sie Ihre persönlichen E-Mails meist unter einer Adresse in der Form http://mailhost.Ihre_Domain.de
    In diesem Mailhost befindet sich meistens ein Spamfilter, wo der erkannte Spam gespeichert wird.

„WICHTIG: Sie sollten min­des­tens ein­mal pro Woche kontrol­lieren, ob sich darin nicht eine gewünschte E-Mail be­findet, die als Spam mar­kiert wurde!“

Bei dieser Gelegenheit können Sie den bisher erhaltenen Spam löschen, da er Ihnen langfristig gesehen Ihren ge­mieteten Webspace füllt. Also weg damit!
Spamordner

Wieso Sie keinen Spam versenden sollten

Was spricht gegen den Versand von Spam, der Plage des 21. Jahrhunderts?

  • Illegal und strafbar
    Das Versenden von Spam ist in vielen Ländern illegal. Das Ver­sen­den von Spam über fremde Server als Ver­teil­stationen (Relais) ist zudem strafbar.
  • Risiko Kündigung
    Das Versenden von Spam kann dazu führen, dass der Versender eine Kündigung seines Hostingproviders erhält. Oft finden sich entsprechende Klauseln in den Verträgen.
  • Alle hassen Spam
    Viele Internet-Nutzer stehen dem Spamming wesentlich ab­leh­nen­der gegenüber als der postalischen Werbung. Ge­har­nischte Reaktionen der Beworbenen unter der Gürtellinie bestätigen die­se Erfahrungen. Je mehr Spam der Anwender erhält, desto ableh­nender ist seine Haltung gegenüber den Spam-Versendern.
  • Auf schwarzer Liste
    Versenden von Spam kann dazu führen, dass der Versender auf die MAPS RBL-Liste kommt. Dies kann dazu fü­hren, dass die normalen E-Mails auch nicht weitergeleitet werden.
  • Krieg
    Poweruser wissen sich zu wehren und attackieren den Versender mit Tausenden von E-Mails, um seinen E-Mail-Server in die Knie zu zwingen.
  • Image angeknackst
    Versenden von Spam führt zu einem grossen Imageverlust des entsprechenden Unternehmens.

Newsletterabos kündigen

Kündigen Sie ein Newsletterabo, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Allenfalls werden Sie sich später ärgern, wieso Sie den Newsletter immer erhalten. Sie denken dann, dass Sie Spam erhalten – dabei haben Sie ganz einfach ver­ges­sen, dass Sie sich vor langer Zeit ange­meldet haben.

Mit den meisten seriösen Newsletter­systemen ist der Versand von Spam gar nicht mehr möglich, da die Aufnahme in den Verteiler davon abhängt, dass der Empfänger die Ankündigung des Newsletters bestätigt hat. Der Begriff da­zu lautet Double-Optin.

Seriöse Newslettersysteme verfügen über die Möglichkeit via Selbstaus­kunftslink die über Sie gespeicherten Daten abzurufen.

Ach ja: Meistens ist der Link zum Beenden eines Abos ganz oben oder ganz unten in einem Newsletter.

Online-Tools

  • Mailtester
    Mit diesem Programm können Sie testen, ob eine E-Mail in einem Spamfilter landen könnte.
    mail-tester.com
  • E-Mail-Adressen verschlüsseln
    Mit dem Online-Tool verschlüsseln Sie Ihre E-Mail-Adresse. Fügen Sie die verschlüsselte Adresse auf Ihrer Web­site ein.
    onsite.org/html/antispam_email.html
  • Hornetsecurity
    Sichern Sie Ihre E-Mail-Kommunikation und schützen Sie sich vor ungewollten E-Mails. Auf einfachste Art und Wei­se, ohne dass Sie die Kontrolle abgeben müssen.
    hornetsecurity.com/de/
  • Blacklist Check (E)
    Der Blacklist Check testet die IP-Adresse eines E-Mail-Servers gegen über 100 DNS-basierte E-Mail-Blacklists. (allgemein als Realtime Blacklist, DNSBL oder RBL bezeichnet). Wenn Ihr E-Mail-Server auf die Blacklist gesetzt wurde, werden einige von Ihnen gesendete E-Mails möglicherweise nicht zugestellt. E-Mail-Blacklists sind eine gängige Met­hode, um Spam zu reduzieren.
    mxtoolbox.com/blacklists.aspx
  • Senderscore (E)
    Der Online-Dienst zeichnet auf, ob sich Kontakte regel­mässig von E-Mails bestimmter Absender abmelden oder diese als Spam markieren. Der Sender­score, der Ihnen zugeteilt wird, ist keine feste Grösse, son­dern än­dert sich je nach Ihren E-Mail-Marketing Gewohn­heiten und den Reak­tionen Ihrer Empfänger.
    senderscore.org

Zusammenfassung

  • Definition
    Jeder massenhafte Versand von Werbe­sendungen ohne Einver­ständnis des Empfängers ist Spam.
  • Tabu ist der Kauf von E-Mail-Adressen
    Kaufen Sie keine E-Mail-Adressen um zu spammen!
  • Tabu ist der Verkauf von E-Mail-Adres­sen
    Verkaufen Sie keine E-Mail-Adressen für Spammer!
  • Tipp
    Prüfen Sie zumindest einmal pro Woche oder Monat sowie pro E-Mail-Adresse, ob sich nicht echte E-Mails im Spamfilter befinden. Die Spams löschen sie, da sie nur unnötig Platz brauchen und Ihnen Ihren Webspace ver­brauchen.
  • Nichts für Profis
    Aufgrund der vielen Nachteile ver­senden nur Amateure Spam!
  • Interessierte Personen geben gerne die Erlaubnis
    Praktizieren Sie Permission-Marketing. (Beim Erlaubnis-Marketing gibt der Konsument frei­willig die Ein­willi­gung, vom jeweiligen Anbieter Werbe­bot­schaften zu erhalten)

P.S.

„Was unternehmen Sie bereits gegen Spam?“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.