E-Mails: BCC anstatt CC

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Kopien von E-Mails

Beim Versenden von Kopien von E-Mails gibt es in der Praxis zwei verschiedene Möglichkeiten:
➤ Per CC
➤ Per BCC

E-MailBild: Gerd Altmann auf Pixabay.com

  • Als CC (Carbon-Copy):
    Der Empfänger sieht, wer die E-Mail auch noch erhalten hat. Dieses System eignet sich ausschliesslich für geschlossene Benutzergruppen, wo jeder jeden kennt, zum Beispiel innerhalb einer Firma.
  • Als BCC (Blind-Carbon-Copy):
    Der Erstempfänger ist sichtbar. Die anderen Empfänger sind für den Leser nicht sichtbar! Setzen Sie als Erstempfänger eine eigene E-Mail-Adresse ein. Verwenden Sie nur dieses Verfahren, um Massensendungen zu verschicken. (Auch bei Vereinen, Clubs oder Verbänden). Es geht niemand etwas an, an wen Sie die E-Mails noch versendet haben. Zudem hat es niemand gerne, wenn man die persönliche E-Mail-Adresse unkontrolliert weiterverbreitet!

CC nach BCC


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Wieso Sie keine Massen-E-Mails per CC verschicken sollten

(sofern sich die Empfänger nicht gegenseitig kennen)

  • Als Laie entlarvt
    Neue Kommunikationsformen erfordern neue Usancen. In dem man den Befehl CC verwendet, outet man sich als Laie, der sich nicht mit modernen Kommunikationsmitteln auskennt. Und wer will das schon?
  • Datenschutz
    Stellen Sie sich vor, Sie haben eine geheime E-Mail-Adresse, die Sie nur an einen ausgesuchten Personenkreis mitteilen. Sie dürften eine grosse Freude haben, wenn nun jemand aus Ihrem Bekanntenkreis diese E-Mail-Adresse mit dem CC-Befehl auf die Öffentlichkeit loslässt. Mit BCC-E-Mails tragen Sie einen Beitrag zum Datenschutz bei.
  • Viren
    Viele Viren verschicken sich selbstständig an jede E-Mail-Adresse, die sie finden. In einem BCC-E-Mail finden Viren höchstens zwei E-Mail-Adressen. In einer CC-E-Mail können es buchstäblich Hunderte Adressen sein. Mit BCC-E-Mails tragen Sie einen Beitrag zur Bekämpfung von Viren bei.
  • Irrtümlich
    Es gibt Personen, die Reply to all wählen, und das Problem potenziert sich.
  • Verantwortlichkeitsverwirrung
    Wenn eine E-Mail an eine grosse Gruppe von Personen gesendet wird (alle in CC), ist es möglicherweise unklar, wer für die Beantwortung der E-Mail oder das Ergreifen einer bestimmten Aktion verantwortlich ist.
  • Spam-Adressensammler
    Spammer werden Versender von unerwünschten Werbe-E-Mails genannt. CC-E-Mails mit vielen E-Mail-Adressen sind ein gefundenes Fressen für Leute, die Spam versenden. Mit BCC-E-Mails tragen Sie einen Beitrag zur Bekämpfung von Spam bei.
  • Konkurrenz
    Sie verschicken etwa eine Preisliste per CC-E-Mail an alle Ihren Kunden. Ist es wirklich in Ihrem Interesse, dass jemand Ihre Kundenkartei besitzt? Sind Sie sich bewusst, welchen Schaden Sie anrichten können?
  • Achtung Outlook-Anwender
    Standardmässig ist der Befehl BCC bei Microsoft Produkten deaktiviert. Bei Outlook befindet sich der Befehl unter „Ansicht – BCC-Feld“.

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

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Online-Mar­ke­ting-Mana­ger

Seit 1995 hat Walter B. Walser Erfahrung mit dem Internet. Im Jahr 2001 gründete er das Magazin kundennutzen.ch, das sich auf praktisches Online-Marketing und Online-Tools konzentriert. Als Agenturleiter hat er Unternehmern geholfen, die Effektivität ihrer Website um 100% zu steigern. Darüber hinaus beriet Walser kleine Unternehmen bei ihrem Internetauftritt und spezialisierte sich auf die Pflege und Optimierung von Websites. Zu seinen Interessen gehören Umweltschutz und Geopolitik.