Wie Sie Ihren Computer vor Ge­fah­ren schützen

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Fachbeitrag: Datenschutz und Sicherheit

Informationen gemäss Stand vom 25.6.2021

Hunde die bellen, beissen nicht. Doch Hunde können innert Sekundenbruchteilen aufhören zu bellen…

Datenschutz und SicherheitSolche alte Sprüche suggerieren uns Sicherheit, wo keine ist. Achten Sie beim Umgang mit Ihrem Computer auf fol­gen­de Punkte:

Inhalts­verzeich­nis: Sicher­heit

Beim Surfen

  • Aktuelle Software
    Verwenden Sie ausschliesslich aktuelle Browserversionen und aktualisieren Sie alle Programme im Computer zeitnah.
  • Personenbezogene Daten
    In Formularen, verzichten Sie soweit möglich auf das Angeben von detaillierten persönlichen Daten. Erfassen Sie nur die absolut notwendigen Angaben für eine Transaktion.
  • Vor allem auf einem fremden Computer
    Verzichten Sie auf die persönliche Speicherung der Passwörter im Browser. Löschen Sie die temporären Cache-Dateien und die History-Liste im Browser.
  • Verschlüsselte Übertragung
    Bei Bezahlung per Kreditkarten kaufen Sie nur bei Anbietern, die eine sichere, verschlüsselte Übertragung wie zum Beispiel das SET- oder SSL-Verfahren anbieten. Achtung Sie auf die URLs, die mit https:// beginnen.
  • Foren und Social-Media
    Beim Schreiben von Kommentaren in verschiedenen Websites müssen Sie grosse Vorsicht walten lassen. Bei An­gabe Ihrer E-Mail-Adresse lassen sich oft noch nach Jahren Ihre privaten Interessen nachlesen. Verwenden Sie für solche Zwecke eine anonyme Zweitadresse.
  • Chat und Newsgroups
    Seien Sie vorsichtig beim Chatten und bei der Teilnahme in Newsgroups.
  • Bankgeschäfte
    Während Ihrer Tätigkeit bei Online-Bankgeschäften öffnen Sie keine weiteren Fenster mit anderen Inhalten. Be­en­den Sie Ihre Online-Bankgeschäfte immer mit der dafür vorgesehenen Beenden-Programmfunktion.
  • Vorsicht bei Downloads
    Laden Sie Programme nur von vertrauenswürdigen Websites herunter. Also von offiziellen Hersteller-Websites und nicht irgendwelche Kopien von privaten oder dubiosen Websites.
  • Zip und Co.
    Komprimierte Dateien sollten erst entpackt und auf Viren überprüft werden. Installierte Ent­packungs­pro­gram­me sollten so konfiguriert sein, dass zu entpackende Dateien nicht automatisch gestartet werden.

Beim E-Mailen

  • Virenscanner mit aktuellen Virensignaturen
    Setzen Sie einen Virenscanner, der das Programm täglich mit den neuen Signaturen versorgt.
  • Attachments
    Prüfen Sie auch, ob Ihr Virenscanner E-Mails und die darin enthaltenen Anhänge automatisch auf Viren und Ransomware (Verschlüsselungstrojaner) überprüft.
  • Firewall
    Setzen Sie unbedingt eine Firewall ein, die den Datenverkehr Ihres Rechners überprüft.

„Die Firewall ist mindestens so wichtig wie das Antivirenprogramm!“

  • Vorsicht bei Datei-Anhängseln
    Öffnen Sie keine E-Mails aus unbekannter Herkunft oder mit nicht erwarteten Anhängen. Öffnen Sie keine Witz-Dateien, Videos und EXE-Dateien unbekannter Herkunft.
  • Privat und Geschäft trennen
    Verwenden Sie für Ihre privaten E-Mails niemals Ihre Geschäftsadresse. Besorgen Sie sich bei einem E-Mail-Anbieter eine private E-Mail-Adresse.
  • Zweitadresse verwenden
    Nehmen Sie öfters an Gewinnspielen teil?
    Inserieren Sie in Kleinanzeigen?
    Beteiligen Sie sich am Usenet?
    Abonnieren Sie Mailinglisten?
    Die abgesammelten E-Mail-Adressen werden öfters für Werbezwecke zweckentfremdet.
    Besorgen Sie sich deshalb für solche Fälle eine gratis E-Mail-Adresse bei einem der vielen Anbieter. So können Sie diese Adresse jederzeit stilllegen, wenn Sie zu viele Werbe-E-Mails erhalten.
  • Carbon Copy vermeiden, Blind Carbon Copy verwenden
    Beim Versenden von der gleichen E-Mail an mehrere Personen verwenden Sie nicht den Befehl „CC“, sondern die Anweisung „BCC“.
  • Kill den Spam
    Löschen Sie Spam (Werbemüll) sofort ohne ihn zu öffnen.
  • Ausnahmsweise nicht antworten
    Senden Sie Spam nicht mit dem Vermerk „Remove“ retour. Die Spammer wissen damit nur, dass Sie die E-Mails wirklich lesen.
  • PC verseucht?
    Überprüfen Sie regelmässig, ob E-Mails im Ausgangs-Postkorb stehen, die nicht vom Ihnen selbst verfasst wur­den.
  • E-Mails und Adressen schützen
    Schützen Sie Ihr E-Mail-Programm mit einem Passwort.
  • Verschlüsselungssoftware verwenden
    Setzen Sie gegebenenfalls für Ihre E-Mails Verschlüsselungsverfahren wie zum Beispiel PGP ein oder ver­schlüss­eln Sie die Daten mit Stegano­grafie-Software.

Allgemeine Tipps

Falls Ihr PC für andere Personen zugänglich ist:

  • Papierkorb leeren
    Leeren Sie öfters den Papierkorb (ja, den Digitalen)
  • Browsercache leeren
    Löschen Sie regelmässig den Cache Ihres Browsers.
  • History entfernen
    Löschen Sie regelmässig den Verlauf Ihrer Surftouren im Browser.
  • Bildschirmschoner mit Passwort versehen
    Hinterlegen Sie den Bildschirmschoner mit einem Passwort.
  • Komplizierte Passwörter verwenden
    Sichern Sie wichtige, persönliche Dateien mit einem Passwort. Verwenden Sie keine einfach verifizierbaren Passwörter. Verwenden Sie lange, völlig willkürliche Passwörter und schreiben Sie diese auf. Hüten Sie diese Passwortliste wie Bargeld. Hinterlegen Sie die Passwörter nicht unter der Tastatur oder am Bildschirm. Wechseln Sie Ihre Kennwörter regelmässig.
  • Datensicherung nicht vergessen
    Sichern Sie regelmässig Ihre Daten auf einem zweiten Datenträger. Lagern Sie einen zweiten Satz des Daten­trägers ausserhalb Ihrer Liegenschaft.
  • Gefahr Laptops
    Lassen Sie Ihren Laptop nie aus den Augen. Speichern Sie im Laptop keine Passwörter. Vermeiden Sie so weit möglich vertrauliche Daten. Verwenden Sie diverse Passwörter.
  • Dateiendungen beachten
    Stellen Sie den Windows Explorer so ein, dass alle Dateitypen sichtbar sind.
  • Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
    Scannen Sie jede CD-ROM, DVD, USB-Stick etc. vor der ersten Nutzung auf Viren.
  • Warnmeldungen nicht ignorieren
    Aktivieren Sie den Makro-Virenschutz von Anwendungsprogrammen und beachten Sie die allfälligen Warn­mel­dungen, wenn diese oftmals sehr lästig erscheinen.
  • Passwörter ändern
    Ändern Sie nach der Installation von Hardware-Komponenten wie zum Beispiel Routern und Netzwerk-Servern und Hubs deren Passwörter, um den Einstellungsdialog zu schützen.
  • Schlupflöcher vermeiden / Zugriffsrechte
    Löschen Sie alle unnötigen Standardfreigaben und installieren Sie keine Internet- oder Netzwerkdienste, die Sie nicht unbedingt brauchen.
  • Browser testen
    Die Browser-Diagnose zeigt Ihnen in vier Stufen, welchen Gefahren Sie beim Surfen im Internet ausgesetzt sind. Sie ermöglicht Ihnen die unabhängige und vertrauenswürdige Überprüfung der Sicherheitseinstellungen Ihres Computers beim Surfen. Diese Dienstleistung wird vom Datenschutz-Beauftragter des Kantons Zürich zur Ver­fü­gung ge­stellt unter datenschutz.ch

Inter­net am Ar­beits­platz: Erfahren Sie die Gefah­ren und Chan­cen

Die Mitarbeiter und das Internet: Um Probleme rund um das Internet zu vermeiden, klären Sie folgende Fragen schriftlich ab:

  • Wer wie was
    Regeln Sie den geschäftlichen E-Mail-Verkehr (Netikette, Signaturen, Archiv, Attachments, Viren, etc.)
  • Privates E-Mailen
    Regeln Sie den privaten E-Mail-Verkehr. Darf die geschäftliche E-Mail-Adresse für private Zwecke verwendet werden?
  • Privates surfen
    Darf am Arbeitsplatz gesurft werden?
    Wenn ja, unter welchen Umständen?
    Darf nach den offiziellen Arbeitszeiten gesurft werden?
  • Sound
    Dürfen Sounddateien (MP3) heruntergeladen werden?
  • Radio aus dem Internet
    Darf Webradio gehört werden?
  • Videos
    Dürfen Videostreams angesehen werden?
  • Browsererweiterungen
    Dürfen Plug-Ins heruntergeladen und installiert werden? Verseuchte Plug-Ins können eine Gefahr für das eigene Netzwerk sein.
  • Downloads
    Dürfen Programme, welche heruntergeladen wurden, auf dem PC installiert werden? Hier besteht die Gefahr, dass verseuchte Programme installiert werden.
  • Screensaver
    Dürfen Bildschirmschoner heruntergeladen und installiert werden?
  • Kontrolle
    Werden die Zugriffe protokolliert? Werden die Mitarbeiter darüber informiert?
  • Instruktion
    Wurden die Mitarbeiter über die Gefahren des Internets informiert?

Nützliche Online-Tools

  • Account gehackt?
    Mit diesem international bekannten Online-Tool erfahren Sie, ob im Darknet bereits Daten von Ihnen zum Kauf an­geboten werden. Zum Online-Tool
  • Leak Checker
    Wie bei den Leak-Datenbanken üblich, gibt man die E-Mail-Adressen, die Sie als Be­nutzer­name für In­ter­net­kon­ten- und -dienste verwenden, auf der jeweiligen Webseite ein.
    Zum Online-Tool
  • Wurden Ihre Identitätsdaten ausspioniert?
    Ständig werden Identitäts­daten durch Cyber­angriffe er­beutet. Ein Grossteil der gestohlenen Informationen wird dann in Internet-Datenbanken veröffentlicht und dient als Grundlage für weitere illegale Handlungen. Mit dem Leak Checker können Sie mithilfe Ihrer E-Mail-Adressen prüfen, ob Ihre Identitätsdaten bereits im Web ver­öffentlicht wurden. Per Datenabgleich wird kontrolliert, ob Ihre E-Mail-Adressen in Verbin­dung mit anderen Daten (zum Bei­spiel Telefonnummer, Geburts­datum oder Adresse) im Web offengelegt wurde und miss­braucht werden könnte.

P.S.

Policy: Regeln Sie alle Punkte in einer schriftlichen Vereinbarung.

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

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Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.