Was Sie rund um Spam un­be­dingt wis­sen müssen

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E-Mail-Beitrag: Spam

Spam ist der Fachausdruck für Werbemüll. Gemeint ist damit das Versenden von un­auf­gefor­derten Werbe-E-Mails an potenzielle Kunden. Bei E-Mail-Anwendern ver­stopfen Werbe-E-Mails den Post­ein­gang.

Informationen gemäss Stand vom 19.2.2022

E-Mail Bildquelle von Gerd Altmann auf Pixabay

Selbst wer selten E-Mails ver­sendet, bleibt meist nicht lange davon verschont. Ganz ver­mei­den lässt sich das Ganze nicht, aber zumindest lässt sich das Übel stark ein­däm­men.

„Unter Spam versteht man Mas­sen-E-Mails an Personen, die weder Kunden sind noch die Erlaubnis zum Er­halt der E-Mails er­teilt haben.“

Inhalts­ver­zeich­nis: Spam­be­kämpfung

Wirkungsvolle Mass­nahmen gegen Spam

  • Synonyme für Werbemüll
    Spam, Junkmail. Auch Kettenbriefe und Viren­warnungen, soge­nannte Hoaxes, gehören in die Rub­rik Spam.
  • Zweit-Adresse verwenden
    Setzen Sie Ihre Haupt-E-Mail-Adresse nur sparsam ein. Verwenden Sie eine anonyme Zweit­adresse oder eine Weg­werf­adresse (Diese Weg­werf­adressen löschen sich nach einer bestimmten Zeit selber) für einmalige Aktio­nen wie zum Beispiel Down­loads, bei der Teil­nahme an Online-Spielen, beim Mitmachen in Dis­kussions­foren, beim Mit­bie­ten in Auktionen und der Veröffent­lichung von Klein­an­zeigen.
  • Schutzfunktionen nutzen
    Nutzen Sie die Spam-Schutz­funk­tionen, die einige E-Mail-Provider anbieten.
  • Filterfunktionen verwenden
    Nutzen Sie die Filter­funk­tionen Ihres E-Mail-Pro­gram­mes, um E-Mails mit bestimmten Merkmalen direkt auf dem Server zu löschen oder zumindest direkt nach dem Herunter­laden automatisch in den Papierkorbordner zu ver­schie­ben.
  • Spamfilter
    Spamfilter sind Programme, die mit hoher Wahr­schein­lichkeit Werbemüll erkennen und von der regulären Post trennen. Es gibt sogar einige kostenlose und her­vor­ra­gende Spamfilter.
  • Verschlüsseln der E-Mail-Adresse auf dem Server
    Verschlüsseln Sie Ihre E-Mail-Adresse auf dem eigenen Internetauftritt. Damit erschweren Sie Such­robotern, die ganze Websites regelmässig scannen (um E-Mail-Adressen zu sammeln), ihre Arbeit.
  • Nicht in den Spamfiltern lan­den
    Wenn Sie Newsletter ver­senden, vermei­den Sie Worte, welche in Spam­mails oft vorkommen.
  • Adressenverbreitung ver­mei­den
    Versenden Sie keine Mas­sen-E-Mails an Freunde und Bekannte via Befehl CC, sondern ausschliesslich via Be­fehl BCC. Für Adressen­samm­ler sind mit E-Mail-Adressen geschwängerte E-Mails ein gefundenes Fressen.
  • Totstellen
    Antworten Sie nie auf Spam. Wer ant­wortet, zeigt damit auch, dass er die E-Mails öffnet. Damit wird Ihre Ad­resse nur noch kostbarer und ggf. kriegen Sie noch mehr Junk-E-Mails.
    Klicken Sie niemals auf die Hyperlinks in den E-Mails. Spammer erkennen sofort, wer dem Link gefolgt ist und damit wird Ihre E-Mail-Ad­res­se auch als aktiv ein­ge­stuft.
    Aktivieren Sie während Ihrer Abwesen­heit nicht den Auto­res­ponder, weil damit auch die Spammer informiert wer­den. (Sofern in den erhaltenen E-Mails die Rücksende­adresse nicht ge­fälscht wurde)
  • Wer den Aufwand nicht scheut I
    Bei Spammern aus dem deutsch­sprachigen Raum können Sie den entsprech­enden Versender an­schreiben und ihn auf seine illegale Tätig­keit hinweisen. Verwenden Sie dazu vorbereitete Text-Bau­steine.
  • Wer den Aufwand nicht scheut II
    Bei Spammern aus dem deutsch­sprachigen Raum können Sie den ent­sprechen­den Providern schreiben und auf das Spamming ihres Kunden aufmerk­sam machen. Bei den meisten seriö­sen Hos­ting-Providern ist das Spamming vertragsmässig untersagt. Verwenden Sie dazu vorberei­tete Text-Bausteine.
  • Boykott
    Der Versand von Spam ist in vielen Ländern nicht legal. Unterstützen Sie deshalb keine Firmen, die mittels Spam arbeiten. Selbst wenn Ihnen das Ange­bot zusagen sollte, kaufen Sie bei „saube­ren“ Firmen.
  • Whitelist
    Des Öfteren landen E-Mails von Kunden und Freunden im Spam-Ordner. Damit dies nicht mehr passiert, tra­gen Sie die ent­sprechenden E-Mail-Adressen in die soge­nannte Whitelist ein. Alle diese E-Mails werden ohne Prüfung Ihnen direkt zuge­stellt. Diese Whitelist oder Freundes­liste finden Sie in Ihrem Mailhost meistens in der Nähe, wo Sie auch Ihre Spam­filter finden.
  • Spamfilter auf Ihrem Server
    Wenn Sie einen eigenen Server betreiben, erreichen Sie Ihre persönlichen E-Mails meist unter einer Adresse in der Form http://mailhost.Ihre Domain.de
    In diesem Mailhost befindet sich meistens ein Spamfilter, wo der erkannte Spam ge­speichert wird.

„WICHTIG: Sie sollten min­des­tens ein­mal pro Woche kontrol­lieren, ob sich darin nicht eine gewünschte E-Mail be­findet, die als Spam mar­kiert wurde!“

Bei dieser Gelegenheit können Sie den bisher erhaltenen Spam löschen, da er Ihnen langfristig gesehen Ihren ge­mieteten Webspace füllt. Also weg damit!
Spamordner

Wieso Sie keinen Spam versenden sollten

Was spricht gegen den Ver­sand von Spam, der Plage des 21. Jahrhunderts?

  • Illegal und strafbar
    Das Versenden von Spam ist in vielen Ländern illegal. Das Ver­sen­den von Spam über fremde Server als Ver­teil­stationen (Relais) ist zudem strafbar.
  • Risiko Kündigung
    Das Versenden von Spam kann dazu führen, dass der Versender eine Kündigung seines Hostingproviders erhält. Oft finden sich ent­sprechende Klauseln in den Verträgen.
  • Alle hassen Spam
    Viele Internet-Nutzer stehen dem Spamming wesentlich ab­leh­nen­der gegenüber als der postalischen Werbung. Ge­har­nischte Reaktionen der Beworbenen unter der Gürtellinie bestätigen die­se Erfahrungen. Je mehr Spam der Anwender erhält, desto ableh­nender ist seine Hal­tung gegenüber den Spam-Versendern.
  • Auf schwarzer Liste
    Versenden von Spam kann dazu führen, dass der Ver­sender auf die MAPS RBL-Liste kommt. Dies kann dazu fü­hren, dass die norma­len E-Mails auch nicht weitergeleitet werden.
  • Krieg
    Poweruser wissen sich zu wehren und attackieren den Versender mit Tausenden von E-Mails, um seinen E-Mail-Server in die Knie zu zwingen.
  • Image angeknackst
    Versenden von Spam führt zu einem grossen Image­ver­lust des ent­sprechenden Unter­nehmens.

Newsletterabos kün­digen

Kündigen Sie ein Newsletter­abo, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Allenfalls werden Sie sich später ärgern, wieso Sie den Newsletter immer erhalten. Sie denken dann, dass Sie Spam erhalten – dabei haben Sie ganz einfach ver­ges­sen, dass Sie sich vor langer Zeit ange­meldet haben.

Mit den meisten seriösen News­letter­systemen ist der Versand von Spam gar nicht mehr möglich, da die Auf­nahme in den Verteiler davon abhängt, dass der Empfänger die Ankündigung des Newsletters bestätigt hat. Der Begriff da­zu lautet Double-Optin.

Seriöse Newslettersysteme verfügen über die Möglichkeit via Selbstaus­kunftslink die über Sie gespeicherten Daten abzurufen.

Ach ja: Meistens ist der Link zum Beenden eines Abos ganz oben oder ganz unten in einem Newsletter.

Online-Tools

  • Mailtester
    Mit diesem Programm kön­nen Sie testen, ob eine E-Mail in einem Spamfilter lan­den könnte.
    mail-tester.com
  • E-Mail-Adressen ver­schlüs­seln
    Mit dem Online-Tool ver­schlüsseln Sie Ihre E-Mail-Adresse. Fügen Sie die verschlüsselte Adresse auf Ihrer Web­site ein.
    onsite.org/html/antispam_email.html
  • Hornetsecurity
    Sichern Sie Ihre E-Mail-Kom­munikation und schützen Sie sich vor ungewollten E-Mails. Auf einfachste Art und Wei­se, ohne dass Sie die Kontrolle abgeben müssen.
    hornetsecurity.com/de/
  • Blacklist Check (E)
    Der Blacklist Check testet die IP-Adresse eines E-Mail-Servers gegenüber 100 DNS-basierte E-Mail-Blacklists. (allgemein als Realtime Blacklist, DNSBL oder RBL bezeichnet). Wenn Ihr E-Mail-Server auf die Blacklist gesetzt wurde, werden einige von Ihnen gesendete E-Mails möglicherweise nicht zugestellt. E-Mail-Blacklists sind eine gängige Met­hode, um Spam zu redu­zieren.
    mxtoolbox.com/blacklists.aspx
  • Senderscore (E)
    Der Online-Dienst zeichnet auf, ob sich Kontakte regel­mässig von E-Mails be­stimmter Absender abmelden oder diese als Spam markieren. Der Sen­der­score, der Ihnen zugeteilt wird, ist keine feste Grösse, son­dern än­dert sich je nach Ihren E-Mail-Mar­ke­ting-Gewohn­heiten und den Reak­tionen Ihrer Empfänger.
    senderscore.org

Zusammen­fas­sung

  • Definition
    Jeder massenhafte Versand von Werbe­sendungen ohne Einver­ständnis des Empfängers ist Spam.
  • Tabu ist der Kauf von E-Mail-Adressen
    Kaufen Sie keine E-Mail-Adressen, um zu spammen!
  • Tabu ist der Verkauf von E-Mail-Adres­sen
    Verkaufen Sie keine E-Mail-Adressen für Spammer!
  • Tipp
    Prüfen Sie zumindest einmal pro Woche oder Monat sowie pro E-Mail-Adresse, ob sich nicht echte E-Mails im Spamfilter befinden. Die Spams löschen sie, da sie nur unnötig Platz brauchen und Ihnen Ihren Webspace ver­brauchen.
  • Nichts für Profis
    Aufgrund der vielen Nach­teile ver­senden nur Amateure Spam!
  • Interessierte Personen geben gerne die Erlaubnis
    Praktizieren Sie Permission-Marketing. (Beim Erlaubnis-Marketing gibt der Konsu­ment frei­willig die Ein­willi­gung, vom jeweiligen Anbieter Werbe­bot­schaften zu erhalten)

P.S.:

„Was unternehmen Sie bereits gegen Spam?“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Online-Mar­ke­ting-Mana­ger

Walser arbeitet seit 1995 mit dem In­ter­net. Er ist Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting- und Online-Tools-Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing-Manager. Er half frü­her als Agenturleiter Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site heraus­zu­holen. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.