Wie Sie als Marketer aus Fach­ar­tikeln das absolute Maxi­mum her­auskitzeln, selbst wenn Sie Voodoo nicht be­herr­schen

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Content-Marketing-Beitrag: Vermarktung

Informationen gemäss Stand vom 14.10.2021

In diesem Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie Beiträge erstellen, die von den Lesern gelesen werden, weil sie im welt­wei­ten Web tatsächlich gefunden werden. Die Vermark­tung beginnt bereits bei der Idee zum Artikel!

Das Maximum herauskitzeln

Bildquelle von DarkWorkX auf Pixabay

Inhaltsverzeichnis: Content-Marketing Vermarktung

„Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt.“
Laotse

In diesem Artikel wollen wir nicht darüber reden, wie ein Fachartikel inhaltlich aufgebaut werden soll. Zu diesem Thema gibt es hier einen Beitrag. Nein, jetzt interessiert uns das Marketing. Denn wir wollen ja, dass der Beitrag Wirkung zeigt, ein gewaltiges Momentum erzeugt.
(und ja; Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr. ☺)

Das Maximum aus einem Fachbeitrag herausholen, das können jetzt auch Sie, liebe Leser! Betreiben Sie aktives Content-Marketing!

Fachartikel zu veröffentlichen ist im Web ein probates Mittel,
➤ um sich als Experte zu positionieren,
➤ Links auf den eigenen Webauftritt zu bekommen und
➤ das Google-Ranking zu stärken.

So gibt es Möglichkeiten wie beispielsweise:

  • Artikel auf eigener Website oder Blog publizieren
  • Gastbeitrag in einem thematisch passenden Weblog veröffentlichen
  • Gastbeitrag in einem Blog bei Linkedin posten
  • Fachartikel in einem Online-Magazin platzieren
  • Beitrag in einem eigenen oder fremden Newsletter verwenden
  • und Fachbeiträge in Offlinemedien unterbringen.

Soeben hat man einen Fachbeitrag veröffentlicht und stellt ihn auf einer Website online. Damit hat sich die Sache meistens erledigt.


Jetzt wollen wir diese Sache wesentlich profes­sionel­ler an­packen!

Welche Schritte müssen beim Erstellen eines neuen Beitrages eingehalten werden?
Wenn wir schon Stunden in einen neuen Fachartikel investieren, so muss er wirklich gut sein und er soll gelesen werden. Punkt!
„Der Inhalt des Fachbeitrags muss sehr gut sein, wenn möglich exzellent. Begnügen Sie sich als Autor nicht mit ein wenig Couchwissen. Darüber sind wir uns sicher einig.“
Damit wir keinen Schritt vergessen, soll uns folgende Hinweise und Check­liste helfen, wenn wir einen Fachartikel aufbauen, um ihn im Internet zu veröffentlichen. Wenn wir einen Gast­beitrag schreiben, so können wir nicht alle Schritte durchführen, da wir vom Gast­geber abhängig sind. Aber wer weiss, vielleicht versteht dieser mehr über Such­maschinen­opti­mierung als wir selbst. 😉
Also, holen Sie sich ein Kaffee oder besser, ein Energie­drink, es geht los!

Tipps, VOR dem Erstellen eines Beitrags

  • Idee
    Am Anfang ist die Idee. Über was wird geschrieben? Welche Unterkapitel hat der neue Beitrag? Brainstormen Sie mit sich selbst, zünden Sie ein Bollwerk an Ideen. Ein paar wesentliche Stichworte können uns helfen, den Beitrag optimal aufzubauen.
    Für wen wollen wir schreiben? Wir passen den Schreib­stil dem entsprechenden Medium und dem Ziel­publikum an. Sind die Leser eher Laien, so muss der Beitrag so einfach geschrieben sein, dass ihn eine sehr alte Oma versteht.
  • Kundennutzen und Emotionen
    Notieren Sie den Kundennutzen des Produkts, Dienstleistung und / oder des Beitrags. Diese Notizen helfen Ihnen beim Texten des Titels und des Beitrags.
    Überlegen Sie sich, wie Sie die Emotionen des Lesers ansprechen. Per Storytelling und Fotos von Menschen kommen Sie diesem Ziel näher.
  • Bebilderung
    Überlegen Sie, mit welchen
    ➤ Videos,
    ➤ Fotos,
    Skizzen,
    ➤ und Memes Sie Ihren Beitrag illustrieren wollen.
  • Keyword Recherche
    Sofern möglich, konzentrieren Sie sich im Beitrag auf einen oder zumindest wenige Begriffe resp. Kombina­tionen. Überlassen Sie die wichtigen Schlüssel­wörter nicht dem Zufall!
    Für welche Keywords wird der Beitrag geschrieben?
    Die besten Suchbegriffe können mit Keywordtools recherchiert werden. Diese Schlüssel­wörter werden wir später für die Suchmaschinen­optimierung verwenden.
    Testen Sie auch, ob Sie das richtige Fachwort verwenden.
  • Regeln für Gastautoren
    Handelt es sich beim neuen Artikel um einen Gast­beitrag bei einem ganz bestimmten Blog oder Online-Maga­zin, so müssen Sie unbedingt die Regeln für Gas­tautoren lesen und beherzigen. Viele Blogs und Online-Magazine listen die Bedin­gungen auf, unter welchem sie einen Beitrag veröffent­lichen. Sind Sie frühzeitig informiert, so können Sie den Beitrag ent­sprechend aufbauen. Tipps für Gastbeiträge.

Gute Ratschläge BEIM Erstellen eines Beitrags

  • Beitragstitel optimieren
    Wir texten einen knackigen Titel. Viele professionelle Texter investieren über 50% der Zeit in den Titel! Ein guter Titel ist mehr als die halbe Miete. Ist der Titel unattraktiv, wird der Beitrag von den Surfern nicht einmal angeklickt. Wäre doch schade, oder?
    „Eine Einführung in die Badewannentechnik“ liest sich so spannend wie ein japanisches Telefonbuch. Besser:
    „Wie Sie es vermeiden, in der eigenen Badewanne zu ertrinken.“
    „Was schon die Römer wussten: Badewannen optimieren das Badevergnügen.“
    „Wie Sie mit Ihrer Partnerin ein heisses Bad geniessen und Ihre Beziehung neu revitalisieren.“

„Verwenden Sie einen Titel mit etwas Pep, etwas bedeutungsschwanger, Sie wissen schon…“

  • Teaser verwenden
    Der Teaser ist eine Art Vorspann. Der Vorspann muss die Erwartungen in den Beitrag mit Erwartungen an­reichern. Der Leser muss förmlich in den Beitrag hinein­gezogen werden. So wie bei einem Staubsauger; guter Vergleich! ☺
  • Die Untertitel
    erzählen eine kleine Geschichte. Die Abschnitte dürfen nicht zu lange sein und die einzelnen Untertitel sollen eine Zusammenfassung des spannenden Beitrags sein. Untertitel sind ein guter Ort, um unsere wesentlichen Schlüs­sel­wör­ter unterzu­bringen.
  • Suchmaschinenoptimierung
    Alle grundsätzlichen Möglichkeiten zur Suchmaschinenoptimierung müssen durchgeführt werden. So:
    ➤ den Title-Tag und den Metatag Description erfassen, zum Beispiel per serpsimulator.de
    ➤ Bilder komprimieren,
    ➤ und bei Bildern den Alt- und Title-Tag setzen.
  • Powerwörter einsetzen
    Verwenden Sie Powerwörter und Textschnipsel, die Aufmerksamkeit erregen.
  • Fetten
    Unter Umständen werden Begriffe mit Keyword Kombinationen fett gesetzt, jedoch keinesfalls unterstrichen.

„Hallo, die Schreibmaschinenära ist längst vorbei! Unterstreichen ist im Web Links vorbehalten.“

  • Bilder
    Suchen Sie sich passende Bilder. Diese Bilder müssen zugeschnitten und optimiert werden. Beim Einsetzen in die Website die Parameter alt, title, width und height nicht vergessen. Erstellen Sie ein schönes Titelbild, welches Sie auch für Ihre Social Media Massnahmen verwenden können.
  • Handlungsaufforderung
    Integrieren Sie ein Call-to-Action. Als Digitalpublizist müssen Sie den Leser motivieren, nach dem Lesen des Bei­trags zur Tat zu schreiten.
    Beispiel: „Setzen Sie die gelernten Tipps jetzt um.“
  • Videos einbetten
    Betten Sie passende Videos in den Beitrag ein oder als ergänzender Link.
  • Autor und Link
    Upps, ein wichtiges Detail wurde fast vergessen: Wir brauchen noch eine Signatur. Die Signatur sollte ein packender Text über uns, unsere Firma, Blog oder Projekt sein. Verwenden Sie dazu zwei bis drei Sätze, Name des Autors und den Weblink.
  • Markup
    Fortgeschrittene integrieren zusätzlich das Markup gemäss schema.org, zum Beispielt mit diesem Online-Tool.
    Nachträglich testen wir noch, ob damit alles in Ordnung ist.
  • P.S.
    Am Schluss fügen Sie noch ein P.S. ein, welches das stärkeste Argument enthält.

NACH dem Vollenden eines Beitrages

  • Kontrolle
    Direkt nach dem Onlinestellen kontrollieren Sie den Beitrag auf verschiedenen Geräten oder zumindest auf einem Desktopcomputer und einem Smartphone. Auch dafür eigent sich ein Google Online-Tool.
    Zudem: Gibt es noch Tippfehler, ist die Grammatik OK?
  • Füllwörter
    Testen Sie Ihren Beitrag auf Füllwörter und entfernen Sie diese.
  • Latent Semantische Analyse
    Führen Sie zusätzlich eine Latent Semantische Analyse durch. Dabei handelt es sich um ein statistisches Ver­fah­ren aus der Sprachverarbeitung, welches auf die Bedeutung von Wörtern und Texten abzielt und zur auto­mati­sierten Bewertung der Ähnlichkeit des Inhalts von Inhalten verwendet wird. Das Verfahren basiert auf der Annahme, dass aus der Verwendung von Wörtern auf deren Bedeutungsgehalt geschlossen wird. Die häufige Ver­wendung in ähnlichen Kontexten gibt einen Hinweis auf inhaltliche Ähnlichkeit.
  • Flesch-Wert
    Eventuell kontrollieren Sie noch den Flesch-Wert. Dabei geht es um die Leichtigkeit, um einen Text zu lesen. Je höher der Flesch-Wert ist, desto verständlicher ist der Text, wobei 100 das Maximum ist.
  • Verständlichkeit prüfen
    Wie verständlich ist Ihr Text? Können Sie diese Verständlichkeit messen? Ja, Sie können. Mit dem Textin­spektor.
  • WDF-IDF Aanalyse
    Ist unser Beitrag relevant genug? Eine erfolgsversprechende Methode, um genau das festzustellen, ist eine ge­wich­tete Keyword-Analyse. In Fachkreisen spricht man hier von der WDF*IDF-Analyse.
  • Verlinkung
    Den neuen Beitrag mit der Homepage, Sitemap und Stichwortliste verlinken. (Wird von modernen Content-Management-Systemen und Blogs automatisch umgesetzt.)
    Empfohlen wird die Webseite öfters innerhalb der Website zu verlinken.
  • Performance
    Kontrollieren Sie die neue Webseite auf Geschwindigkeit und allfällige Probleme mit einem weiteren Online-Tool.
  • Monetarisierung
    Optional können Sie Werbung in den Beitrag integrieren und mit einem Affiliate-Programm belegen.
  • Druckvorschau
    Gute Beiträge werden oft ausgedruckt oder in Form einer PDF-Datei gespeichert. Kontrol­lieren Sie, ob der Bei­trag für den Ausdruck optimiert ist. Auf den Ausdruck gehören weder riesige Ränder, Seitenköpfe noch die Navigation. (Sollte der Webauftritt noch nicht für den Ausdruck optimiert sein, ist es höchste Zeit, sich darüber ein paar Ge­dan­ken zu machen. Schliess­lich wollen wir nütz­liche Beiträge in die Offline Welt rüber retten)
    Eventuell stellen Sie eine druck­optimierte PDF-Datei zur Weiter­gabe zur Verfü­gung.
  • Website-Statistik kontrollieren
    Wie oft wurde der Beitrag aufgerufen?
    Woher kamen die Links?
    Diese Informationen sind wichtig! Die Statistik gibt uns viele Tipps zur Verbesserung, die späteren Fach­beiträgen zugute­kommen.
  • Kommentare beantworten
    Bei Beiträgen, die Besucher kommentieren können, gehört die Beantwortung dieser Kommentare dazu.
  • W3C für Perfektionisten
    Wer es perfekt will, kontrolliert die entsprechende Webseite auf gültigen HTML-Code.
    Linktipp: validator.w3.org

Zum Schluss erfolgt die Vermarktung des Beitrags

Falls Sie dachten, nun, wir haben es geschafft: Nein! Vor der Geometrie des Erfolgs steht der Fleiss. Und wenn die Arbeit so beliebt ist wie ein Fusspilz, es gibt noch mehr zu tun. (Vielleicht sollten Sie sich jetzt Gedanken über einen virtuellen Assistenten machen, doch das ist ein anderes Thema)

Ob der Beitrag gelesen wird oder nicht, wir überlassen nichts dem Zufall. Bei einem Gastbeitrag wird der Gastgeber etwas unternehmen, wir wollen ihn auf alle Fälle unterstützen, und ihm einige Backlinks besorgen. U.A. stehen uns folgende Vermarktungsmassnahmen zur Verfügung:

  • RSS-Feed füttern
    Bei vielen Websites wird der RSS-Feed automatisch gefüttert. Haben wir einen Gastbeitrag geschrieben, so kön­nen wir unseren eigenen RSS-Feed (gekoppelt mit der Rubrik Neues auf unserer Website) mit einem Hinweis auf den neuen Beitrag alimentieren.
  • Newsletter versenden
    Unter Umständen versendet der Gastgeber einen Newsletter mit dem Hinweis auf den neuen Fachbeitrag. Auch hier können wir nachhelfen und den eigenen Newsletter einsetzen. Verwenden Sie unbedingt eine packende Betreffzeile.
  • Pay per Click
    Eventuell verfügen Sie über ein Budget für die Bewerbung des Beitrags.
  • Presseportale
    Verwenden Sie Presseportale und offene Pressportale für Ihre Promotion.
  • Social Media
    Ja, ja, wieder einmal die (a)sozialen Medien. Wir wollen unseren Freunden, Kreisen und wie sie alle heissen Gutes tun und auf den nützlichen Beitrag hinweisen. Verwenden Sie einen knackigen Text und veröffentlichen Sie ihn bei den Diensten, die Sie gerade zur Hand haben. So zum Beispiel bei Twitter, Facebook, Xing und Linkedin.

Semrush-Blogartikel

Infografik von Semrush

P.S.:

„Vergessen Sie Voodoo!
Ich denke, Sie haben viele heisse Tipps erhalten und lassen sich motivieren, noch mehr aus Ihren Beiträgen her­aus­zu­holen. Diese Webseite als eine reine Checkliste wird Ihnen dabei helfen. Schreiben Sie eher we­niger Artikel, dafür um so bessere und ver­markten Sie diese wie hier ange­geben. Packen Sie es jetzt an und auf Wieder­lesen!“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.