Wie Sie mit E-Mail durch Ig­no­ranz Ihre Kun­den ver­lie­ren

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Satire

Das Internet ist nicht nur ein ausgezeichneter Ort um Kun­den zu gewinnen, es ist auch ein perfektes Me­dium um sei­ne Kunden definitiv loszu­werden. Probieren Sie es mit E-Mails. Hier 11 goldene Regeln, die ga­ran­tiert zum Erfolg führen!

E-Mail Quelle: Gerd Altmann auf Pixabay.com

  • Senden Sie keine einfachen E-Mails
    Schreiben Sie Ihren Text mit möglichst vielen Fotos in ein Word-Dokument und senden Sie dieses an Ihre Kunden. Achten Sie darauf, dass das Dokument zumindest einige dutzend Megabyte gross ist.
  • Senden Sie ein Attachment im Word-Format
    Aber nur, wenn Sie die Gewissheit haben, dass Ihr Kunde Word nicht verwendet.
  • Ihr Kunde verwendet Word?
    Dann senden Sie ihm das Dokument in der aktuellsten Version, die er sicher noch nicht installiert hat.
  • Um Leitungsgebühren zu sparen, komprimieren Sie die Attachments
    (Datei-Anhängsel). Verwenden Sie dazu ein x-beliebiges Komprimierungsprogramm, welches Sie irgendwo in den Staaten heruntergeladen haben.
  • Da E-Mails wie Postkarten gelesen werden können,
    sollten Sie die E-Mails auch noch mit einem x-beliebigen Programm verschlüsseln. Ihre Kunden sind clever und wer­den die Daten dann schon dechiffrieren.
  • Sie haben was zu sagen, etwas anzubieten?
    Sie wollen von Ihrem Kunden gehört/gelesen werden? Dann schreien Sie doch. SCHREIBEN SIE ALLES IN GROSS­BUCH­STABEN.
  • Schreiben Sie Ihre E-Mails unbedingt im HTML-Format
    Nützen Sie die Möglichkeiten der modernen Systeme voll aus. Verwenden Sie ver­schie­de­ne Farben, Grössen und Schriftarten. Greifen Sie aus dem Vollen! Garnieren Sie das Ganze mit einigen bunten, zappelnden Bild­chen.
  • Spam heisst Werbemüll
    Müllen Sie Ihre Kunden zu. Senden Sie Ihnen täglich ein umfangreiches Angebot aus Ihrem präch­tigen Wa­ren­sorti­ment. Wie sollen die Kunden Ihre Produkte kaufen, wenn Sie das Angebot nicht kennen?
  • Schonen Sie die Zeit Ihrer Kunden
    Verwenden Sie keine Anrede, vergessen Sie die höflichen Grüsse. Mfg reicht allemal.
  • Testen Sie das Anti­viren­pro­gramm Ihrer Kun­den
    Senden Sie Ihnen einige hüb­sche Viren. Eine Forma­tierung der Festplatte war ja schon lange einmal not­wen­dig.
  • Wollen Sie besonders fies sein, machen Sie es wie mit Ihren Lieferanten:
    Antworten Sie keinesfalls auf die E-Mails von Ihren Kunden.