Gross­bild­schirm ver­sus Dop­pel­schir­me

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Fachbeitrag Monitore

Was ist besser zum Arbeiten? Ein grosser 24″-Bildschirm oder zum Beispiel zwei 20″-Monitore? Die Meinungen ge­hen auseinander.
Aufgrund von eigenen Tests haben wir folgende Vor- und Nachteile gefunden. Entscheiden Sie selbst, welche Ar­gu­mente für Sie wichtig sind.
(Wir testeten mit einem 24″-Monitor und mit zwei 17″-Bildschirmen)

Der Vergleich

Inhalts­ver­zeic­hnis Bild­schirme

Allgemeines zu Doppelschirme (Multiscreen-Stra­te­gie)

  • Auslagern, Platz braucht man immer
    Wahrlich, zwei Bildschirme bringen grosse Vorteile. Links den PHP-Editor, rechts den Browser. Kein ständiges Hin-und-her-Wechseln zwischen den Anwendungen, um etwas nachzulesen oder auszutesten. Kein ständiges Wech­seln der Browser-Tabs, einfaches Copy-and-paste zwischen zwei sichtbaren Anwendungen. Was für das Schrei­ben von Artikeln einfach optimal ist, ist in der täglichen Büroarbeit eine enorme Arbeitserleichterung.
    Zwei Bildschirme ermöglichen es einen Teil der Programme resp. Fenster auszulagern. Gerade beim Entwickeln ist das ein immenser Vorteil. Oder Sie lagern E-Mail, RSS und Instant-Messenger auf den zweiten Monitor aus. Beim Übersetzen: Auf dem 1. Monitor übersetzen Sie ein Dokument, welches auf dem 2. Monitor in einer an­de­ren Sprache verfügbar ist.
  • Produktivität
    Studien haben gezeigt, dass mit mehreren Monitoren produktiver gearbeitet wird. Als Zusatznutzen werden auch we­niger Fehler gemacht!
  • Windows
    Bei Windows reicht eine Grafikkarte mit zwei Monitoranschlüssen.
    Bildschirm-Einstellungen
  • Zwei Monitore
    Optimalerweise sollten Sie beim Einsatz eines Doppelschirm-Systems zwei gleiche Bildschirme einsetzen. Falls das nicht geht, sollten Sie nie ein Röhrenmonitor und ein Flachbildschirm miteinander anschliessen. Technisch ist das zwar kein Problem, jedoch für die Augen extrem ermüdend.
    Der ideale Betrachtungswinkel liegt zwischen 0 und 30°.
  • Software
    Unter Windows ist eine einfache Software für das Arbeiten mit zwei Bildschirmen bereits installiert. Hier be­stimmen Sie, welcher Monitor die Numero 1 und welcher die Numero 2 ist.
    Nach dem Starten des PCs verfügt der 1. Monitor über die gewohnten Icons und die Taskleiste. Der Monitor des 2. Bildschirms ist jedoch leer. Um zum Beispiel die Textverarbeitung auf den 2. Monitor zu nutzen, mini­miert man die Textverarbeitung und zieht sie mit der Maus einfach nach links oder rechts auf den 2. Bild­schirm. Fertig.
    Wer noch mehr Komfort braucht und praktisch zwei gleichberechtigte Bildschirme mit allen Funkionen will, der muss auf zusätzliche Software ausweichen.
  • Zusatzsoftware: Zum Beispiel Multi-Monitor taskBar
    Diese Software bietet auf Multimonitorarbeitsplätzen bis zu drei zusätzliche unabhängige Taskbars für die wei­teren Bildschirme ein, auf denen nur die Programme abgelegt werden, die auf dem Monitor zu sehen sind; zusätzlich bettet es einen kleinen Knopf in jede Anwendung ein, mit dem sich der Nutzer zwischen den Bild­schirmen hin und her bewegen kann.
  • Zusatzsoftware: Zum Beispiel UltraMon™
    Werden Sie produktiver und profitieren Sie mehr mit Ihrem Multi-Monitor System mit UltraMon, dem Werk­zeug für Multi-Monitor Systeme.
    ➤ Sie können einfach Fenster auf einen anderen Monitor verschieben oder auf den Desktop maximieren.
    ➤ Sie verwalten effizient viele offene Programme mit der Smart Taskbar.
    ➤ Starten Sie Programme auf dem gewünschten Monitor mit UltraMon Verknüpfungen.
    ➤ Verwenden Sie Desktophintergründe und Bildschirmschoner mit Unterstützung für mehrere Monitore.
    ➤ Sie können zum Beispiel den primären Monitor auf einem sekundären Monitor klonen für eine Präsenta­tion.

Vorteile Gross­bild­schirm

  • Einfaches angewöhnen
    Wer früher mit einem kleineren Bildschirm gearbeitet hat, wird sich blitzschnell an den neuen grossen Bildschirm gewöhnen. Einzig die Frage, ob jede Applikationen immer noch im Voll­bild­modus oder als Fenster arbeiten soll, wird zum Nachdenken inspirieren.
  • Stromkosten
    Der Strombedarf eines 24″-Monitors ist sicher einiges tiefer als der von zwei 20″-Bildschirmen.

Nachteile Gross­bild­schirm

  • Mehr Fensterln
    Man wird etwas Zeit investieren müssen, um herauszufinden, was in welchen Fenstergrössen angezeigt werden soll. Ist es doch gerade der grosse Monitor, der es dem Anwender ermöglicht, zumindest zwei Fenster gleichzeitig anzuzeigen. Diese Möglichkeit macht diverse Arbeiten wesentlich effizienter.
  • Vollbildmodus und surfen
    Einspaltige, dynamische Texte (die von ganz links bis ganz rechts reichen) sind kaum lesbar. Ge­witzte Web­de­signer müssen in Zukunft darauf vermehrt Rücksicht nehmen. (Dynamische Spalten können das Problem lösen.)
  • Riesiger Mausweg
    Wer vor allem im Vollbildmodus arbeitet, wird wesentlich längere Mauswege zurücklegen müssen als früher.

Vorteile Doppel­schirm

  • Fernwartung
    Wer seinen Kunden Fernwartung anbietet, wird froh sein, wenn er auf dem einen Bildschirm sei­nen eigenen Desk­top sieht und den Desktop des Kunden auf den zweiten Bildschirm verla­gern kann.
  • Alternative: ein oder zwei Monitore
    Der zweite Bildschirm muss nicht unbedingt immer eingeschaltet sein. Wer zum Beispiel „nur“ an einem Text­do­ku­ment arbeitet, der wird vom zweiten Bildschirm nicht profitieren. Einfach ab­schal­ten.

Nachteile Doppel­schirm

  • Muss gelernt sein
    Am Anfang braucht es etwas Zeit herauszufinden, was man auf welchem Bildschirm einsetzt. Erst die rich­tige Orga­nisation macht die ganze Investition zu einem Erfolg.
  • Stromverbrauch
    Braucht durch den Einsatz von zwei Bildschirmen etwas mehr Strom.
  • Platzbedarf
    Zwei Monitore, die optimal platziert sind, brauchen doch einiges an Platz auf dem Pult.

„Wer sich einmal an das Arbeiten mit zwei oder drei Monitoren gewöhnt hat, wird sich mit einem einzelnen Bildschirm schwertun.“

Bildschirm gleich Bild­schirm?

Monitor

Viele unerfahrene Webmaster, aber auch Auftraggeber von Websites denken, das WWW sei so, wie sie es auf ihrem Bildschirm erleben. Das World-Wide-Web hat aber viele Facetten. Gerade das Surfen auf iPads und auf Smartphones vermitteln eine neue Sicht auf das Web.

Fazit: Ein Internet­auftritt sieht auf jedem Bildschirm ein klein wenig anders aus.

Gründe für die Unterschiede

  • Bildschirmgrösse
    Die Bildschirmgrösse beeinflusst die Darstellung.
  • Bildschirmauflösung
    Die Bildschirmauflösung beeinflusst auch die Darstellung.
  • Bildschirmeinstellungen
    Ändert der Benutzer Farbe und Kontrast, so ändert sich wiederum die Darstellung.
  • Grafikkarten
    Auch die Grafikkarten haben einen Einfluss auf die Darstellung.
  • Browser und ihre Versionen
    Es gibt diverse Browser und diese wiederum in verschiedenen Versionen. Gerade dieser Punkt beeinflusst das Aussehen einer Website am meisten.
  • Betriebssysteme
    Auch das Betriebssystem hat einen Einfluss auf die Darstellung.
  • Browser-Einstellungen
    Was und wie es auf dem Bildschirm aussieht, ist auch abhängig von den Einstellungen innerhalb eines Brow­sers.
  • Browser-Einstellung Script-Sprache Javascript
    Aktiviertes oder nicht aktiviertes Javascript.
  • Browser Einstellung Programmiersprache Java
    Aktiviertes oder nicht aktiviertes Java.
  • Andere Ausgabegeräte
    Dabei haben wir noch nicht berücksichtigt, dass Anwender nicht den PC, sondern andere Geräte zum Be­trachten der Webseiten verwenden wie Handhelds, Fernseher, Palm-Tops, PDAs, Handys, etc.
  • Netrenderer
    Mit dem IE NetRenderer können Sie online überprüfen, wie Ihre Website im Microsoft Internet Explorer 7, 6 und 5.5 dargestellt wird, und mit einem Blick die Unterschiede sehen. Geben Sie in einem Feld die URL einer beliebigen Webseite ein, nach wenigen Sekunden erscheint das gerenderte Bild. Dieser Dienst ist kostenlos.
    netrenderer.de
  • Testiphone
    Testen Sie, wie Ihre Website auf einem iPhone aussieht.
    testiphone.com
  • Browsersize
    Das Tool ermittelnt, wie gross Ihr Bildschirm als auch das aktuelle Browser-Fenster ist.
    browsersize.com
  • Testisize
    Testen Sie Ihren Bildschirm mit verschiedenen Auflösungen.
    testsize.com

Empfehlung

  • Testen, testen, testen
    Testen Sie soweit möglich Ihre Website mit diversen Browsern aus, auch mit älteren Versionen.
    Testen Sie soweit möglich Ihre Website mit diversen Bild­schirm­auflösungen aus.
    Testen Sie soweit möglich Ihre Website mit diversen Betriebssystemen aus.
    Testen Sie Ihre Website mit deaktivierten Optionen. Deaktivieren Sie Java und JavaScript.
    Sehen Sie sich Ihre Website bei allen sich bietenden fremden Bildschirmen und Systemen an.

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

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Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.

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