Wie kann ich im Internet Markt­for­schung be­trei­ben, ohne ein ent­sprechen­des Stu­dium?

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Online-Mar­ke­ting-Bei­trag: Markt­for­schung

Informationen gemäss Stand vom 1.9.2021

Im Internet gibt es viele Mög­lich­keiten, Meinungs- und Marktforschung zu betreiben. Für die Datenerhebung braucht es Zeit und eine gewisse Ex­peri­mentier­freu­dig­keit. Die gewonnenen Informa­tionen liefern wichtige Ansätze für neue Produkte, Ver­besse­run­gen und die Preis­ge­stal­tung.

Bevor Sie sich in Unkosten stürzen, prüfen Sie, ob Bedarf an Ihrer Dienst­leistung oder an Ihrem Produkt vorhanden ist! Doch lesen Sie jetzt weiter, um die verschie­denen Metho­den auszu­sortieren.

Marktforschung

Bildquelle von Anik Islam auf Pixabay

Und hier prak­tische Vor­schläge für die Recherche

Je nach Entwicklungsphase einer Idee eignet sich die eine oder andere Testart respektive Recherche­form.

  • Webstatistik auswerten
    Die Auswertung der eigenen Webserver-Statistik bietet nützliche Informationen. Welche Seiten auf dem Server sind am belieb­testen?
    Welche Seiten werden am meisten aufgerufen?
    Welche Produkte, Infor­ma­tio­nen erfreuen sich der meisten Zugriffe?
  • Interne Suchmaschine
    Betreiben Sie eine Website mit einer Suchfunktion? Eventuell lassen sich die Suchanfragen speichern. Auf­grund der Suchbegriffe wissen Sie sehr schnell, wo der Schuh bei den Be­suchern drückt.
  • Umfragen erstellen!
    Mittels nicht zu umfang­reicher Umfragen werden weitere wichtige Infor­ma­tio­nen ge­wonnen.
    Beispiel für einen Umfrage­dienst: de.surveymonkey.com

„Gerade in den (a)sozialen Me­dien finden Sie die ge­eig­ne­ten Ziel­gruppen, die Sie auf Ihre Umfrage lotsen!“

  • Preisermittlung
    Welcher Preis ist der Kunde bereit zu bezahlen? Beim Versand von Newslettern werden oftmals ver­schie­denen Personen­kreisen unter­schied­liche Preise verlangt. Diese Test­mass­nahme hilft bei der opti­malen Preis­findung. So können u.a. folgende Fragen beantwortet werden:
    Wo liegt die Schmerz­grenze?
    Wird ein Produkt nicht gekauft, weil vielleicht der Preis zu gering ist?
    Wird ein Artikel nicht gekauft, weil der Preis scheinbar zu gross ist?
    Wie lautet der optimale Preis für eine Dienstleistung oder ein Artikel?
    Auch auf der eigenen Website lassen sich u. a. solche Preisermittlungen mittels eines Split-Tests er­mitteln.
  • Preisvergleichsportale nut­zen
    Wichtige Hinweise ver­mit­teln zahlreiche Preis­ver­gleichs­­por­tale. Diese Portale bieten die Möglich­keit an, in diver­sen Kate­gorie die angesag­testen Artikel aufzu­listen. Wird noch ein Preis­filter angeben, erhalten Sie nur die be­lieb­tes­ten Artikel bis zu einer Preis­maxi­mal­grenze.
    Beispiel Preis­verg­leichs­por­tal: kennstdueinen.de
  • Online-Auktionen
    Bieten Sie in Online-Auk­tio­nen ein neues Produkt an. (Wenn möglich nicht unter dem eigenen Firmen­namen)
    Wie gross ist das Interesse der Ersteigerer?
    Bis zu welchem Preis wird aktiv mitgeboten?
    Welche Artikelbeschreibung kommt am besten an?
    Besteht überhaupt Bedarf an dem Produkt?
    Wiederholen Sie den Pro­zess in verschiedenen Auktionen und vergleichen Sie die Ergebnisse.
    Verwenden Sie verschiedene Produktbeschreibungen und Illustrationen, zum Beispiel in Ebay.
  • Diskussionsforum
    Beobachten Sie die gän­gigs­ten Foren.
    Über welche Produkte wird in den Diskussions­foren de­bat­tiert?
    Welche Schwächen der eigenen und der Kon­kur­renz­pro­dukte werden erörtert?
    Welche Veränderungen müssen an den eigenen Produkten vorgenommen werden?
    Ausserdem können Sie den Teilnehmern Fragen stellen!
  • Meinungsportale
    Die Auswertung der Reak­tio­nen in Meinungs­por­ta­len können weitere wichtige Ergebnisse liefern. In diesen Por­ta­len kann sehr gut nach bestimmten Schlüs­sel­wör­tern gesucht werden.
    Beispiel Meinungsportal: dooyoo.de
  • Blogs
    Praktisch zu jedem Thema gibt es entsprechende Web­logs. Verfolgen Sie die Berichte in diesen Blogs und werten Sie auch die Kommen­tare aus.
  • Google Trends
    Dieser Service stellt Daten darüber bereit, welche Suchbegriffe von Nutzern der Suchmaschine wie oft einge­geben wurden. Die Ergebnisse werden in Relation zum gesamten Suchaufkommen gesetzt.
    Google Trends gibt zudem einen Überblick über die 100 Suchbegriffe mit dem grösstem Zuwachs an Such­vo­lu­men am vorherigen Tag. Der Dienst lässt sich rück­wirkend ab dem 15. Mai 2007 abfragen.
    trends.google.com/trends/ / Beispiele und Tipps
  • Fliegenfängerseite
    Eine gute Idee, um den Be­darf einer Idee zu testen, ist es, eine einzelne simple Webseite zu erstellen. Auf dieser Seite wird die Idee kurz vorgestellt. Wer mehr wissen möchte, muss sich in einen E-Mail-Verteiler ein­tra­gen. Trägt sich niemand ein, so dürfte niemand Interesse an dem Produkt oder der Dienst­leis­tung haben. Für mehr Infor­ma­tionen*.

„Wenn niemand auf die Flieger­fänger­seite reagiert, dürfte auch niemand Interesse an Ihrem Produkt haben!“

  • Google Ads
    Buchen Sie für einen kleinen Zeitraum Anzeigen bei Google und leiten Sie den Traffic auf eine Testseite. Ent­wick­len Sie für diesen Test mehrere verschiedene Anzeigen. Werden die An­zei­gen kaum angeklickt, haben Sie einen weiteren Indikator, ob Ihr Angebot für Kunden relevant ist. Im Beitrag Geschäftsideen un­kom­pliziert testen ist das ganze Verfahren sehr gut er­klärt.
  • Social Media
    Viele Social Media Portale bieten Statistikseiten an. Auf diesen Seiten finden Sie viele Hin­weise, die das Inte­resse der Leser anzeigen. Ein Beispiel: analytics.twitter.com
    Wer viele Follower auf einem Socia-Media-Portal besitzt, der kann ganz spontan die Teilnehmer zu ihrer Meinung befragen.
    Lesen Sie ganz einfach in den Social-Media-Kanälen von bekannten Persön­lich­keiten, worüber diese be­richten.
    Eine weitere Möglichkeit sind spezielle Portale zu besuchen, die Beiträge mit grossem Publi­kums­inte­resse an­zei­gen. Ein Beispiel: buzzsumo.com
    Buzzsumo
    Quelle: buzzsuno.com
  • Webinare zweckentfremden
    Organisieren Sie ein spe­zielles Webinar, an dem Sie konkrete Fragen stellen. Die Teilnehmer können diese live beantworten sowie an Umfragen teilnehmen.
  • Von Online zu Offline
    Die Erfahrungen aus dem Online-Marketing können Sie auch für das Offline-Mar­ke­ting verwenden. So haben schon manche Unternehmer ihre Videos bei YouTube getestet. Die er­folg­reichsten Videos haben sie anschlies­send für die Fernseh­wer­bung ver­wen­det.
    Bilder wurden mit Split-Tests getestet und anschliessend für Prospekte und Plakate verwendet.
  • Nützliche Links
    Marktforschungsportale wie zum Beispiel marktforschung.de und mafo.at halten viele weitere nützliche Links zum Thema Marktforschung bereit.

P.S.

„Bevor Sie sich in Unkosten stür­zen, testen Sie Ihre Ideen so weit wie möglich.“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

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Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.