Wie kann ich im Internet Markt­for­schung be­trei­ben, ohne ein ent­sprech­endes Studium?

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Online-Marketing Beitrag: Marktforschung

Informationen gemäss Stand vom 22.5.2021

Im Internet gibt es viele Möglichkeiten, Meinungs- und Marktforschung zu betreiben. Für die Datenerhebung braucht es Zeit und eine gewisse Experimentierfreudigkeit.

Die gewonnenen Informationen liefern wichtige Ansätze für neue Produkte, Verbesserungen und die Preisgestaltung.

Bevor Sie sich in Unkosten stürzen, prüfen Sie, ob Bedarf an Ihrer Dienst­leistung oder an Ihrem Produkt vorhanden ist! Doch lesen Sie jetzt weiter, um die verschie­denen Metho­den auszu­sortieren.

Marktforschung

Bildquelle von Anik Islam auf Pixabay

Und hier praktische Vorschläge für die Recherche

Je nach Entwicklungsphase einer Idee eignet sich die eine oder andere Testart resp. Rechercheform.

  • Webstatistik auswerten
    Die Auswertung der eigenen Webserver-Statistik bietet nützliche Informationen. Welche Seiten auf dem Server sind am beliebtesten?
    Welche Seiten werden am meisten aufgerufen?
    Welche Produkte, Informationen erfreuen sich der meisten Zugriffe?
  • Interne Suchmaschine
    Betreiben Sie eine Website mit einer Suchfunktion? Eventuell lassen sich die Suchanfragen speichern. Auf­grund der Suchbegriffe wissen Sie sehr schnell, wo der Schuh bei den Besuchern drückt.
  • Umfragen erstellen!
    Mittels nicht zu umfangreicher Umfragen werden weitere wichtige Informationen gewonnen.
    Beispiel für einen Umfragedienst: de.surveymonkey.com

Gerade in den (a)sozialen Medien finden Sie die geeigneten Zielgruppen, die Sie auf Ihre Umfrage lotsen!

  • Preisermittlung
    Welcher Preis ist der Kunde bereit zu bezahlen? Beim Versand von Newslettern werden oftmals verschiedenen Personenkreisen unterschiedliche Preise verlangt. Diese Testmassnahme hilft bei der optimalen Preisfindung. So können u.a. folgende Fragen beantwortet werden:
    Wo liegt die Schmerzgrenze?
    Wird ein Produkt nicht gekauft, weil vielleicht der Preis zu gering ist?
    Wird ein Artikel nicht gekauft, weil der Preis scheinbar zu gross ist?
    Wie lautet der optimale Preis für eine Dienstleistung oder ein Artikel?
    Auch auf der eigenen Website lassen sich u. a. solche Preisermittlungen mittels eines Split-Tests ermitteln.
  • Preisvergleichsportale nutzen
    Wichtige Hinweise vermitteln zahlreiche Preisvergleichsportale. Diese Portale bieten die Möglichkeit an, in diver­sen Kategorie die angesagtesten Artikel aufzulisten. Wird noch ein Preisfilter angeben, erhalten Sie nur die beliebtesten Artikel bis zu einer Preismaximalgrenze.
    Beispiel Preisvergleichsportal: kennstdueinen.de
  • Online-Auktionen
    Bieten Sie in Online-Auktionen ein neues Produkt an. (Wenn möglich nicht unter dem eigenen Firmennamen)
    Wie gross ist das Interesse der Ersteigerer?
    Bis zu welchem Preis wird aktiv mitgeboten?
    Welche Artikelbeschreibung kommt am besten an?
    Besteht überhaupt Bedarf an dem Produkt?
    Wiederholen Sie den Prozess in verschiedenen Auktionen und vergleichen Sie die Ergebnisse.
    Verwenden Sie verschiedene Produktbeschreibungen und Illustrationen, zum Beispiel in Ebay.
  • Diskussionsforum
    Beobachten Sie die gängigsten Foren.
    Über welche Produkte wird in den Diskussionsforen debattiert?
    Welche Schwächen der eigenen und der Konkurrenzprodukte werden erörtert?
    Welche Veränderungen müssen an den eigenen Produkten vorgenommen werden?
    Ausserdem können Sie den Teilnehmern Fragen stellen!
  • Meinungsportale
    Die Auswertung der Reaktionen im Meinungsportalen können weitere wichtige Ergebnisse liefern. In diesen Portalen kann sehr gut nach bestimmten Schlüsselwörtern gesucht werden.
    Beispiel Meinungsportal: dooyoo.de
  • Blogs
    Praktisch zu jedem Thema gibt es entsprechende Weblogs. Verfolgen Sie die Berichte in diesen Blogs und werten Sie auch die Kommentare aus.
  • Google Trends
    Dieser Service stellt Daten darüber bereit, welche Suchbegriffe von Nutzern der Suchmaschine wie oft einge­geben wurden. Die Ergebnisse werden in Relation zum gesamten Suchaufkommen gesetzt.
    Google Trends gibt zudem einen Überblick über die 100 Suchbegriffe mit dem grösstem Zuwachs an Such­vo­lu­men am vorherigen Tag. Der Dienst lässt sich rück­wirkend ab dem 15. Mai 2007 abfragen.
    trends.google.com/trends/ / Beispiele und Tipps
  • Fliegenfängerseite
    Eine gute Idee, um den Bedarf einer Idee zu testen, ist es, eine einzelne simple Webseite zu erstellen. Auf dieser Seite wird die Idee kurz vorgestellt. Wer mehr wissen möchte, muss sich in einen E-Mail-Verteiler eintragen. Trägt sich niemand ein, so dürfte niemand Interesse an dem Produkt oder der Dienstleistung haben. Für mehr Infor­ma­tionen*.

Wenn niemand auf die Fliegerfängerseite reagiert, dürfte auch niemand Interesse an Ihrem Produkt haben!

  • Google Ads
    Buchen Sie für einen kleinen Zeitraum Anzeigen bei Google und leiten Sie den Traffic auf eine Testseite. Ent­wicklen Sie für diesen Test mehrere verschiedene Anzeigen. Werden die Anzeigen kaum angeklickt, haben Sie einen weiteren Indikator, ob Ihr Angebot für Kunden relevant ist. Im Beitrag Geschäftsideen unkompliziert testen ist das ganze Verfahren sehr gut erklärt.
  • Social Media
    Viele Social Media Portale bieten Statistikseiten an. Auf diesen Seiten finden Sie viele Hinweise, die das Interesse der Leser anzeigen. Ein Beispiel: analytics.twitter.com
    Wer viele Follower auf einem Socia-Media-Portal besitzt, der kann ganz spontan die Teilnehmer zu ihrer Meinung befragen.
    Lesen Sie ganz einfach in den Social-Media-Kanälen von bekannten Persönlichkeiten, worüber diese be­richten.
    Eine weitere Möglichkeit sind spezielle Portale zu besuchen, die Beiträge mit grossem Publikum­sinteresse an­zei­gen. Ein Beispiel: buzzsumo.com
    Buzzsumo
    Quelle: buzzsuno.com
  • Webinare zweckentfremden
    Organisieren Sie ein spezielles Webinar, an dem Sie konkrete Fragen stellen. Die Teilnehmer können diese live beantworten sowie an Umfragen teilnehmen.
  • Von Online zu Offline
    Die Erfahrungen aus dem Online-Marketing können Sie auch für das Offline-Marketing verwenden. So haben schon manche Unternehmer ihre Videos bei YouTube getestet. Die erfolgreichsten Videos haben sie anschlies­send für die Fernsehwerbung verwendet.
    Bilder wurden mit Split-Tests getestet und anschliessend für Prospekte und Plakate verwendet.
  • Nützliche Links
    Marktforschungsportale wie zum Beispiel marktforschung.de und mafo.at halten viele weitere nützliche Links zum Thema Marktforschung bereit.

P.S.

„Bevor Sie sich in Unkosten stürzen, testen Sie Ihre Ideen so weit wie möglich.“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.

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