Warum Affiliate-Marketing nicht immer funktioniert

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Dominik beklagt sich: Er macht mit seinen Affiliate-Links keinen ernsthaften Umsatz. Er ist nicht allein. Um die 90 bis 95% aller Affiliates machen kaum Umsatz. Doch woran liegt es? Erfahren Sie in diesem Fachbeitrag, welche Fehler Sie vermeiden sollten. Sie finden hier die häufigsten Fehler aus der Praxis. Lernen Sie, wie Dominik, welche Fehler korrigiert werden müssen.

Informationen gemäss Stand vom 26.9.2023

Partnerprogramme, Affiliate-Marketing

Inhaltsverzeichnis: Affiliate-Marketing funktioniert nicht immer

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Potenzielle Nachteile von Affiliate-Marketing

Zur Erinnerung: Affiliate-Marketing hat auch Nachteile. Hier noch mal kurz zusammengefasst:

  • Kein Tracking für den eigenen Verkaufsfunnel.
  • Nur ein Teil des Verkaufspreises erhält der Partner.
  • Der Affiliate bekommt nicht die Adresse des Käufers.
  • Es gibt nicht immer eine grosse Auswahl genau passender Partnerprogramme.
  • Der Merchant kann jederzeit die Provisionen kürzen.
  • Der Merchant kann jederzeit das Affiliate-Programm einstellen.
  • Der Merchant kann Sie aus dem Programm schmeissen.

Der Affiliate bekommt nicht die Adresse des Käufers

Dominik hat in seinen E-Mails Affiliate-Produkte immer wieder Personen empfohlen, die das Produkt längst schon gekauft haben. Diese Personen sind genervt und haben den Newsletter abbestellt. Denn ein Affiliate weiss normalerweise nicht, wer welche Produkte gekauft hat. Es gibt jedoch eine Lösung, wenn Sie Newsletter-Programme wie KlickTipp* oder Quentn* verwenden.

Ein Programm löst genau dieses Problem!* Sie können ab sofort Ihre Leads automatisiert markieren lassen, die ein bestimmtes Affiliate-Produkt gekauft haben. Jetzt sind Sie in der Lage, intelligente Marketing Kampagne aufzusetzen.

Kein Multi-Device

Wenn ein Surfer mit einem Smartphone einen Affiliate-Link anklickt, etwa eine Anmeldung für ein Webinar, wird in der Regel ein Cookie gesetzt. Dieses Cookie ordnet die Person einem entsprechenden Affiliate zu. Besucht nun diese Person mit einem Desktop-PC das Webinar, hat er das entsprechende Cookie nicht auf der Festplatte. Dadurch erhält der Affiliate bei einem anfälligen Kauf eines Produkts keine Provision. So funktionieren leider die meisten Affiliate-Programme. Doch es gibt bereits Vendoren, die mit Multi-Device arbeiten. Dabei wird beim ersten Kontakt kein Cookie gesetzt, sondern die Information über den Affiliate wird in eine Datenbank geschrieben. Besucht der Surfer mit einem anderen Gerät das Webinar und kauft etwas, so bekommt der Affiliate trotzdem seine Provision!

Ein moderner Vendor mit Multi-Device finden Sie beispielsweise hier.*

Lieblos arbeiten

Viele Affiliates arbeiten lieblos. Es geht Ihnen nur um die Provision und sie haben keinerlei Affinität zum beworbenen Thema.

Sie arbeiten mit schlechten Texten voller Tippfehler und verwenden Spam-Methoden.

Sie absolvieren 1:1, was auch andere erfolglose Affiliates unternehmen. Sie haben keine spezifische, erfolgreiche Strategie.

Es lohnt sich, eigene, gute Inhalte zu erstellen. Hinter guten Affiliate-Einnahmen steckt auch viel Arbeit.

Kein einheitliches Thema

Wer heute Gesundheitsprodukte anbietet und am nächsten Tag Softwaretools, ist nicht glaubwürdig und verhält sich in meinen Augen wie ein reiner Affiliate-Spammer.

“Das Vertrauen der Surfer fehlt. Punkt.”

Schlechtes SEO

Für Affiliate-Marketing braucht es nicht unbedingt einen eigenen Webauftritt.

Besitzt der Affiliate jedoch einen Webauftritt, sollten zumindest die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung richtig durchgeführt werden. Bei minimalem Traffic gibt es kaum passende Besucher. So einfach. Tipps dazu unter SEO.

“Ohne die passenden Besucher werden die Affiliate-Links nicht angeklickt.”

Zudem werden oft Texte aus anderen Websites kopiert oder vom die vom Hersteller verwendet. Resultat: Duplicated Content.

Die E-Mails des Herstellers, die auch andere Affiliates verwenden, werden einfach kopiert.

“Je mehr der richtigen Besucher sich auf der Website einfinden, desto grösser die Chancen auf einen Verkauf.”

Nicht eigenes Material verwenden

Merchants bieten oftmals sehr viele Werbemittel für die Affiliates. Zum Beispiel:

  • Videos
  • Fotos
  • Werbebanner
  • Texte

Wer dieses Material 1:1 verwendet, unterscheidet sich kaum vom anderen Affiliates. Potenzielle Kunden stossen auf Werbemittel, die sie schön öfter gesehen und ignoriert haben.

Falsches Produkt

Es kann auch die falsche Nische sein, in der einfach kein Bedarf vorhanden ist.

Es gibt viele Produkte mit einer hohen Provision, aber eine schlechte Conversion. Besser sind kleine Provisionen (kleine Stornierungsrate), dafür eine gute Conversionsrate.

Die Produkte müssen nicht schlecht sein, wenn aber die Landingpages schlecht sind, gibt es keinen Verkauf. Da haben unerfahrene Affiliates nur diese eine Chance. Profis erhöhen die Chancen, indem Sie beispielsweise mit einem wichtigen Tool arbeiten.

Als Alternative können Sie das Angebot so elegant formulieren, dass Sie den Link direkt auf ein Verkaufsformular richten! So sind Sie unabhängig von der schlechten Landingpage des Herstellers.

E-Mail-Marketing

Viele Affiliates betreiben kein professionelles E-Mail-Marketing. Die üblichen Fehler sind:

  • Überhaupt kein E-Mail-Marketing
  • Schlechtes E-Mail-Marketing
  • Schlechte E-Mail-Adressen im Verteiler

Ein guter Newsletter ist eine tragfähige Lösung und gehört einfach zur Affiliate-Infrastruktur.

Bezahlte Werbung

Sollte man bezahlte Werbung für ein Affiliate-Produkt machen?
Ich denke eher nicht, es sei denn, Sie können für wenige Cents Werbung buchen.

Als Affiliate erhalten Sie nur einen Teil des Verkaufspreises. Damit überhaupt die Werbekosten herauszuholen, ist nicht einfach. Zudem erhalten Sie ja nicht die E-Mail-Adresse derjenigen, die die Werbung angeklickt haben.

Keine Strategie

Ohne klare Strategie, kein Erfolg. Eine dieser Strategien ist hier nachzulesen.

Alternative Affiliate-Franchise

Was ist Affiliate-Franchise?

Die Affiliate-Franchise (AF) soll einen grossen Teil der Nachteile von Affiliate-Marketing für den Partner auflösen. Bei der eher noch selten Form von AF erhält der Affiliate in der Regel 100% des Verkaufspreises eines digitalen Produkts. Dafür zahlt er eine einmalige oder monatliche Lizenzgebühr.

Vorteile und Nachteile für den Affiliate

Der Affiliate …

… bekommt 100% des Verkaufspreises

… bekommt die E-Mail-Adresse des Käufers

… bekommt nützliches Werbematerial

… muss keinen Support tätigen

… kann Rabatte geben

… kann bezahlte Werbung buchen, da die Marge genug gross ist

… kann einen Funnel mit dem gesamten Tracking aufbauen

 

… bezahlt eine höhere, einmalige oder gegebenenfalls eine monatliche Lizenzgebühr

… hat Anfangsinvestitionen und das Risiko, diese Gebühren nicht zu refinanzieren

… benötigt die übliche Affiliate-Marketing-Infrastruktur

Beispiele für ein Affiliate-Franchise

P.S.:

“Dominik hat sich vorgenommen, Punkt für Punkt die oben erwähnten Fehler zu vermeiden. Seine Chancen stehen gut, in Zukunft mehr Geld zu verdienen!”

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Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

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Seit 1995 hat Walter B. Walser Erfahrung mit dem Internet. Im Jahr 2001 gründete er das Magazin kundennutzen.ch, das sich auf praktisches Online-Marketing und Online-Tools konzentriert. Als Agenturleiter hat er Unternehmern geholfen, die Effektivität ihrer Website um 100% zu steigern. Darüber hinaus beriet Walser kleine Unternehmen bei ihrem Internetauftritt und spezialisierte sich auf die Pflege und Optimierung von Websites. Zu seinen Interessen gehören Umweltschutz und Geopolitik.