Die langwierige Umstellung auf ein CMS

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Die Website Online-Marketing-Magazin kundennutzen.ch gab es bereits 20 Jahre. Ich arbeitete bei diesem Projekt ohne Content-Management-System (CMS) aus verschiedenen Gründen. Doch 2021 war es Zeit, auf ein CMS um­zu­stel­len. Wie es mir dabei erging, erläutere ich in diesem Beitrag.

WordPress

Inhaltsverzeichnis: Umstellung auf ein CMS

Die Idee / Vorgehen

Mit meiner alten Website war ich sehr zufrieden. Durch die Eigenprogrammierung hatte ich einige spezielle Vorteile, aber auch Nachteile:

Die Vorteile der alten Website

Ich konnte …

  • … 99% des Codes und war dadurch sehr flexibel.
  • … das sparsame Dateiformat .webp verwenden.
  • … das sparsame Dateiformat .svg verwenden.
  • … die Website W3C gerecht aufbauen.
  • … die Webseiten druck-freundlich aufbauen.

Die Nachteile der alten Website

  • Für das responsive Webdesign musste ich selbst sorgen.
  • Ich konnte die praktischen CMS-Plugins nicht verwenden.
  • Fremde Autoren konnten Ihren Text nicht selbst erfassen.
  • Die Website war kaum übertragbar, weil sich kaum mehr jemand mit html und css befassen will.
  • Durch die Grösse des Webs wurde die Übersicht immer schwieriger.

Die Grösse

Die Arbeit war nicht ohne. Schliesslich mussten über 1’800 Webseiten umgezogen werden. Und während dieser Zeit mussten Änderungen an beiden Websites vorgenommen werden. Um dies längerfristig zu vermeiden, war Eile ge­bo­ten.

WordPress

Dass es WordPress sein sollte, war mir 100% klar. WordPress hat einige grosse Vorteile:

  • Ich kannte WordPress bereits.
  • WordPress ist der Marktführer in Sachen CMS.
  • Es gibt viele Designs und Zusatzprogramme für WordPress.
  • Es gibt viele Fachbücher zum Thema.
  • Es gibt viele Spezialisten, die mir gegebenenfalls Hilfe bieten könnten.
  • WordPress wird ständig weiterentwickelt.

Die Kundennutzen-Bibel

Der nächste Schritt war äusserst wichtig, damit ich genau wusste, wo es langgeht. Dazu benötigte ich die Text­ver­arbeitung. Alles Wichtige sollte in einem Dokument stehen: Ich nannte es die Kundennutzen-Bibel.

Ich legte folgende Kapitel für das Dokument fest:

  • Die Themes Anforderungen
  • Die Tests
  • Die Navigation
  • Die einzelnen Kategorien
  • Die Farbencodes
  • Die Struktur der Daten (h1, h2, etc.)
  • Welche Plug-Ins verwendet werden sollten
  • Die Reihenfolge beim Importieren der 400 HTML-Seiten
  • Die programmierten PHP-Seiten importieren
  • Checkliste für die Überprüfung der einzelnen Webseiten
  • Kontrolle
  • Technische Schritte
  • Know-how festhalten: Es gibt immer mal wieder Informationen, die man recherchiert – und wieder vergisst. Anstatt wieder recherchieren, einfach im Dokument festhalten. So zum Beispiel Shortcodes. Ich kannte bisher ihre An­wen­dung, nicht aber, wie man eigene Shortcodes erstellt.
  • Mini Bedienungsanleitung: Wo stellt man auf den umfangreichen Seiten welche Option ein? Einige notierte Be­mer­kun­gen helfen dem alten Gedächtnis schnell wieder auf die Sprünge.

Die Themes Anforderungen

Der nächste Schritt war die Suche nach einem Theme. Früher suchte ich mir Themes / Designs rein nach dem Aus­sehen aus. Dieses Mal nicht. Meine Anforderungen waren gross:

  • Wenige Requests notwendig
  • Wenige Plugins notwendig
  • SEO tauglich
  • HTML5
  • Updates verfügbar
  • Spaltenverarbeitung verfügbar
  • Sticky Menu
  • Hohe Geschwindigkeit
  • Support verfügbar

Nach vielen Test der Demoinstallationen mit dem Desktop und einem Smartphone blieben noch zwei Anbieter übrig. Schliesslich kaufte ich ein Theme, installierte es auf dem Server in einer Subdomain und legte gleich noch ein Child-Theme an.

Die Tests

Nach dem Kauf eines Themes installierte ich es zusätzlich auf meinem Computer, zusammen mit dem Webserver Xampp.

Ich erstellte mehrere Testseiten und lernte so das Theme nach und nach kennen. Die gekauften Themes haben meistens sehr viele Optionen, die ich zuerst auskundschaften musste, um das System zu konfigurieren.

Die Navigation

Das Menü sollte sich im Großen und Ganzen an das der alten Website halten.

Die einzelnen Kategorien

Dann machte ich mir Gedanken über die Kategorien, welche hier im Menü unter Inhalte laufen. Es sollte nicht mehr als 15 sein.

Die Farbencodes

Zusätzlich notierte ich mir die Codes für die zu verwendenden Farben, da ich mir diese nicht auswendig lernen konnte.

Die Struktur der Daten

Diese war im voraus klar, da ich ja die Seiten importieren wollte. Ich musste mir ich nur die Schriftgrösse, Farben und andere Einstellungen festlegen. Hier kann sich durchaus noch was ändern.

Welche Plug-Ins verwendet werden sollten

Hier übte ich mich in klösterlicher Enthaltsamkeit. Nur die allernotwendigsten Plugins sollten installiert werden. Lieber mache ich mal etwas manuell, als zu viele Plug-Ins zu installieren. So brauchte ich u.a. Plug-Ins für

  • das Kontaktformular
  • den Class-Editor
  • die Suchmaschinenoptimierung
  • den Cookie Banner
  • und für die Sicherheit.

Die Reihenfolge beim Importieren der HTML-Seiten

Im nächsten Schritt ging es darum die 400 einzelnen Webseiten zu importieren. Ich ging jeweils folgende Schritte durch:

  • Neue Seite oder Beitrag anlegen
  • Seitentitel eingeben und benamsen
  • Speichern
  • HTML-Datei Importieren via Zwischenablage
  • HTML-Datei Code überprüfen
  • Links anpassen
  • Bilder hochladen und einfügen
  • Kategorie festlegen und Schlagwörter definieren
  • Passende Sidebar aktivieren
  • SEO Massnahmen durchführen
  • Veröffentlichen
  • In Menü eintragen
  • Webseite in das Website-Tagebuch eintragen

Die programmierten PHP-Seiten importieren

Für meine programmierten PHP-Seiten musste ich neue Seiten-Vorlagen entwickeln. Somit musste ich mich auch noch mit dem Thema Seitenvorlagen beschäftigen.

Technische Schritte

Zum Schluss gab es noch weitere Schritte, die ich hier kurz nenne:

  • Kontrolle
  • Newsletterseiten anpassen und System anpassen
  • Werbung anpassen
  • Website-Statistik integrieren
  • Die .htaccess-Datei anpassen.
  • Website von der Subdomain auf die Hautdomain verlagern
  • Website für alle freischalten

Fertig? Nein!

Phase 1 beendet, ja. Jetzt kommt Phase 2. Ein Internetauftritt ist bekanntlich nie fertig, immer kann wieder etwas optimiert werden. Mit den verschiedenen Kontroll- und Optimierungs-Tools werden noch Fehler gefunden und eli­mi­niert. Doch das ist eine andere Geschich­te.

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.