iFrame und seine Bedeutung für SEO

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Webentwickler nutzen oftmals iFrames, um externe Dokumente oder Applikationen in eine Website zu integrieren. Jedoch, was sind iFrames? Wie sinnvoll sind iFrames in HTML und welche Bedeutung haben diese für SEO?

Was sind iFrames?Bild: pixabay.com

Was sind iFrames?

iFrames ist eine Abkürzung und bedeutet Inline-Frames. Diese dienen einer Einbindung von Fremdinhalten über ein Contentwindow. Es handelt sich um ein HTML-Element, über das Inhalte, wie eigene und fremde Doku­mente in die eigene Website integriert werden. Das Inline-Frame lädt den Inhalt der anderen Website, um diesen dann innerhalb eines Rahmens darzustellen.

Welche Inhalte werden in iFrames verwendet?

iFrames werden mittlerweile von vielen Internetseiten eingesetzt, um den Nutzern relevante Inhalte direkt zugänglich zu machen. Die Technik wird verwendet, um Werbung oder externe Inhalte in eine Website einzubinden. iFrames können folgende Beispiele der Einbindung enthalten:

  • YouTube-Videos
  • Google Maps
  • Buchungs- oder Vergleichstools
  • Aktueller Wetterbericht
  • Terminkalender
  • Rechner
  • Kontaktformulare
  • Social Media

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Vorteile von iFrames in HTML

Eingebettete Videos können einen großen Mehrwert verleihen. Sie helfen dabei, die Besucher zu engagieren, zu informieren oder zu begeistern, solange sie nahtlos in die anderen Inhalte der Webseite eingefügt und an das Gesamtbild angepasst sind.

YouTube ist eine Hosting-Lösung für Videos. Große Dateien, wie Videos, brauchen somit nicht auf eigenen Servern gespeichert werden.

“Dadurch, dass es sich bei iFrames um externe Inhalte handelt, beanspruchen diese keinen Speicherplatz auf Ihrer Website.”

Das bedeutet, dass die Ladezeit Ihrer Seite nicht negativ beeinträchtigt wird. Das schnelle Laden, bei einer korrekten Einbindung, von Videomaterial, Karten, Präsentationen und anderen Inhalten sind somit sichergestellt. Die Nutzer müssen zudem nicht auf eine andere Seite wechseln, um sich etwa das Video anzusehen. Die Verweildauer des Besuchers auf der eigenen Website verlängert sich und sorgt für eine bessere Bewertung Ihrer Website.

Zudem können durch die HTML-Frames mehrere Webseiten gleichzeitig geöffnet werden, die vollständig unabhängig voneinander sind. Der Besucher kann den Bildschirm wechseln, ohne die Seite neu laden zu müssen. Webseiten können schnell und einfach durch die iFrame-Nutzung ihre Funktionalität erweitern, ohne, dass spezielle IT-Kenntnisse benötigt werden.

Durch die Möglichkeit der Integration von Bildern mit zusätzlichem Text kann der iFrame besser an das Design und Layout der jeweiligen Website angepasst werden. Die Einbindung ist simpel und mit wenig Aufwand verbunden.

Nachteile von iFrames in HTML

Ein Nachteil der Nutzung von iFrames in HTML ist, dass man keine Kontrolle über die externen Inhalte und ihre Funktionalität hat. In ungünstigen Fällen können iFrames in HTML ein Sicherheitsrisiko darstellen. Seiten, auf die Sie verlinken, könnten gehackt werden und über Ihre Website beispielsweise Phishing betreiben.

Auch datenschutz­rechtlich gibt es Weiteres zu beachten, Plug-ins können insbesondere zu sozialen Medien teilweise Nutzerdaten abfangen, welches das Phishing-Risiko erhöht.

“Dadurch, dass man auf fremde Webseiten verlinkt, ist man von diesen abhängig und sollte regelmäßig die Verlinkung prüfen.”

Zu viele iFrames schränken zudem die Anpassungsfähigkeit von Webseiten deutlich ein. Ebenso kann die Lesbarkeit Ihrer Texte und Optik Ihrer Website negativ beeinträchtigt werden. Zudem kommt, dass iFrames von verschiedenen Webbrowsern unterschiedlich dargestellt werden können.

Welche Auswirkungen haben iFrames auf SEO?

Wer suchmaschinenoptimierte Webseiten und Inhalte hat und viel Wert auf die Verarbeitung und Indexierung von Web-Inhalten durch Suchmaschinen legt, sollte Vorsicht bei der Einbindung von iFrames walten lassen.

Auch wenn Google erkennt, dass die Inhalte eines iFrames von einer externen Quelle stammen, kann es passieren, dass die Inhalte von Google der Webseite zugeschlagen werden, welche das iFrame integriert. Das kann bedeuten, dass Google das iFrame einer Webseite für entsprechende Inhalte gegenüber dem Original bevorzugt.

Die Voraussetzung dafür ist die Größe des iFrames. Anhand verschiedener Google-Tools kann man mithilfe von Tests überprüfen, ob das iFrame den anderen Inhalt der Webseite im Ranking vorzieht. Dem kann man entgegenwirken, indem man den Webmaster, der den iFrame einbindet, fragt, ob er einen Canonical einsetzt. Der Canonical-Tag wird eingesetzt, um Webseiten mit einem doppelten Inhalt richtig auszuzeichnen.


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Wenn ein Crawler eine Webseite und einen darauf befindlichen Canonical-Tag erkennt, erkennt der Bot, welche Seite das Original ist und welche als doppelter Inhalt ignoriert wird. Mithilfe eines Canonical-Tags vermittelt man ein ein­deutiges Zeichen an die Crawler der Suchmaschinen, welcher Inhalt als der relevantere zu bewerten ist.

Auf diese Art und Weise werden Fehler für die Bewertung der Webseite von Inhalten vermieden. Google empfiehlt zudem, zusätzlichen Kontext und Links rund um das Einfügen eines iFrames bereitzustellen, um den Zweck des iFrames aus Google-Sicht besser verstehen zu können. Viele SEO-Experten sagen, dass Google-Bots Backlinks crawlen, um iFrames besser zu erkennen.

Wer in HTML iFrames verwendet, sollte sich auch der Auswirkungen auf SEO bewusst sein, denn die Auswirkungen lassen sich meist nicht vorhersagen. IFrames sollten daher nicht auf Hauptseiten verwenden werden, die in den Suchmaschinenergebnissen weit oben stehen sollen. Füllen Sie stattdessen Seiten mit hoher Priorität mit nützlichen, einzigartigen Inhalten und sparen Sie die iFrames für andere Seiten, wenn Sie sie unbedingt integrieren möchten.

Fazit

Die Verwendung von iFrames in HTML ist simpel und verführerisch, dennoch sollten Sie bei der Verwendung vorsichtig sein. Beachten Sie die oben genannten Risiken und wägen Sie selbst für sich ab, ob Sie iFrames auf Ihrer Webseite integrieren möchten.

Seien Sie sich bewusst, dass diese unter Umständen zu SEO-Problemen und einer schlechten Benutzerfreundlichkeit führen können. Dazu kommen Sicherheits- und Datenschutzrisiken. Alle diese Nachteile haben wir oben bereits aufgeführt.

Welche Alternativen gibt es? Eine mögliche Alternative ist JavaScript API, als eine der beliebtesten Lösungen. Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) sind Konstrukte, die in Programmiersprachen zur Verfügung stehen, um Entwicklern die Erstellung komplexer Funktionen zu erleichtern.

Browser-APIs sind im eigenen Webbrowser integriert und können Daten aus dem Browser und der umliegenden Computerumgebung offenlegen und nützliche, komplexe Dinge abbilden. Wenn man einen der Skriptcodes für die Website generieren kann, können Karten, Videos oder Tools eingefügt werden.

Die Verwendung von JavaScript ermöglicht es Google, die einzelnen Inhalte zu crawlen. Im Falle von Bewertungen kann dies dazu beitragen, dass sich die Autorität Ihrer Website erhöht. Die Web-Audio-API bietet etwa JavaScript-Konstrukte, für die Bearbeitung von Audiodaten im Browser. APIs von Drittanbietern sind nicht standardmäßig in den Browser integriert, diese müssen deren Code und Informationen in der Regel von an einem anderen Ort im Web abrufen. Mit der Twitter-API können etwa die neuesten Tweets auf der eigenen Website angezeigt werden.

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Andreas MaurerAutor:
Andreas Maurer, SEO-Experte, Inhaber der Agentur Neo-Netwerk. Mein Spezialgebiet: Google Optimierung & Suchmaschinenmarketing. Das gefällt mir an Neo-Netwerk besonders: Wir lösen alle Probleme zusammen und sorgen für Wachstum.