Digital Disruption: Ist Ihr Unter­neh­men dem­nächst be­troffen?

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Die Digitalisierung killt nicht nur den Einzelhandel

Informationen gemäss Stand vom 22.5.2021

Das englische Wort „Disruption“ bezeichnet eine Inno­vation, die den Markt um­krempelt – und zwar radikal. Wer meint, dass seine Branche nicht betroffen ist, der kann sich gründlich irren und sollte sich warm anziehen. Hier ein paar be­kannte Beispiele, die zeigen, wie rasend schnell sich der Markt ändert. Achtung: Der Umbruch bietet für fin­di­ge Unter­­nehmen eine Vielzahl an Chancen!

Trend

Bildquelle von kalhh auf Pixabay

Ein gutes Beispiel ist das Verschwinden des Berufes Schriftsetzer. Hat man früher Bleibuchstaben gesetzt, wird heute alles auf dem Computer durchgeführt. Immerhin sind die Arbeitsplätze geblieben, was man von anderen Beispielen nicht behaupten kann.

Beispiele

  • Streichhölzer
    Anfangs des 20. Jahrhunderts war die Produktion von Streichhölzern ein sehr gutes Geschäft. Als die gasbe­triebenen Feueran­zünder auf den Markt kamen, ist das Business auf einen Bruchteil seiner einstigen Grösse gefallen.
  • Kodak
    Vor einigen Jahren war Kodak ein grosser Konzern, bis die Digitalcameras dem Unternehmen das Kreuz ge­brochen haben. Kodak hat die Entwicklung komplett verschlafen. Tragisch: Dabei hat Kodak in den 70er die digitale Fotografie erfunden!
  • Energie
    Viele Privat- und Geschäftshäuser produzieren mit Solarzellen und anderen Techniken eigenen Strom. Dieser Strom kann selbst verwendet werden oder er wird an die Energiekonzerne verkauft.
  • Hotelbranche
    Wer kein grosses Reisebudget hat, der kann privat logieren. Portale wie zum Beispiel Airbnb.com machen es möglich. So werden beim Reisen viele Hotels nicht mehr berücksichtigt!
  • Taxis
    Taxifahrer gehen auf die Barrikaden. Mit Uber.com werden nicht mehr Taxis gerufen, sondern Privatpersonen, die sich damit einen Haushaltszuschuss verdienen. Via App wird ein Fahrzeug angefordert, bezahlt und gleich noch den Fahrer und sein Fahrzeug bewertet.
  • Selbstfahrende Automobile
    In Singapur fahren seit 2016 selbstfahrende Elektro-Pods. Bei diesem Konzept braucht es keinen Fahrer mehr! Ade Taxifahrer.
  • Autofahrschulen
    Wenn in wenigen Jahren selbstfahrende Automobile für Jedermann verfügbar sein werden, müssen Neulenker keinen Führerschein erwerben. Das Wort Neu­lenker wird obsolet, wie die Fahr­schulen auch. Wer selbst noch am Lenker sitzen will, der wird vermut­lich be­straft, indem er viel höhere Ver­sicherungs­gebüh­ren zahlen muss.
  • Roboter anstatt Pflegepersonen
    Ja, in Japan ist es bereits Wirklichkeit. Roboter bringen den Patienten automatisch das Essen ans Bett und sor­gen für die Unterhaltung der Patienten.
  • Sicherheitspersonal
    Vor dem Stanford Shopping Center in Palo Alto (USA) patrouil­liert ein Roboter und sorgt für die Sicherheit der Besucher. Der Roboter inter­agiert mit den Besuchern, erkennt zer­brochenes Glas und er überprüft pro Minute bis zu 300 Nummern­schilder von Fahr­zeugen. Die Informationen werden direkt an das Sicher­heits­per­sonal wei­ter­ge­leitet.
  • Drohnen
    Kaum ein Tag, indem es keine Neuheiten rund um Drohnen gibt.
    ➤ Drohnen transportieren Ware,
    ➤ besprühen Felder,
    ➤ streichen und putzen Wände,
    ➤ werden für die Fotografie eingesetzt,
    ➤ überwachen Menschen und Gebäude,
    ➤ Indoor-Drohnen ersetzen den Kellner und bringen den Kaffee,
  • Socken
    Selbst Socken werden heutzutage im Internet geordert und im Abo ausgeliefert.
  • Einzelhandel Ade
    Buchhandlungen finden Leser praktisch nur noch in grösseren Städten. Buchhändler haben es schwer. Heute bestellt, morgen geliefert; Amazon macht es möglich. Ähnlich geht es weiteren Unternehmen im Einzelhandel.
  • Schulen und Universitäten
    Schulen unterrichten nicht mehr in einer Klasse, sondern in einem Mini-Studio. Der Lernende sitzt Zuhause am PC und verfolgt die Sitzungen live oder aufge­zeichnet. Konven­tionelle Lehrbe­triebe dürften lang­fristig Kunden ver­lieren.
  • Telekom
    Skype und Whats-App graben den Telekomanbietern das Geschäft ab, in­dem sie kosten­lose Kommuni­kation bie­ten.
  • Dorfladen
    Aber unser Dorfladen bleibt ver­schont? Denkste! Es gibt bereits voll digita­lisierte Dorfläden, die haben 24 Stun­den pro Tag offen. Zum Ein­kaufen und Bezahlen brauchen Sie nur eine App auf dem Smart­phone.
  • Banken
    schliessen immer mehr Filialen, da sich die Kunden direkt via Web informieren und die benö­tigten Trans­ak­tio­nen selber vor­nehmen. Firmen, wie Paypal attackieren das Trans­fer­geschäft von Banken.
  • Lebensmittel
    kann man sich schon seit längerer Zeit im Web bestellen und zuliefern lassen. Zudem werden Lebens­mittel bereits automa­tisch vom leeren Kühl­schrank be­stellt.
  • CD / DVD zu Streamingdiensten
    Wer bitte kauft heute noch CDs und DVDs? Schnelle Downloadraten ermöglichen es, selbst grosse Soft­ware­pakete schnell her­unter­zu­laden. Per Streaming­dienste können Sie sich die aktuellen Filme schnell und kosten­günstig zu Hause an­sehen.
  • 3D-Drucker
    Kleinserien für Teile aller Art müssen nicht mehr bei einem Lieferanten in Übersee bestellt werden, sondern werden gleich selbst im Hause ausgedruckt. Langfristig sollen 3D-Drucker auch Massenprodukte herstellen können. 3D-Drucker können bereits aktuell Häuser bauen.
  • Automobile
    Die Automobilkonzerne werden von Firma wie Apple, Google und Tesla Motors angegriffen.
    Weitere Gefahr: Viele Menschen, die einst ein eigenes Fahrzeug besassen, nutzen mittlerweile Car-Sharing.
  • Baubranche
    Komatsu baut Muldenkipper ohne Fahrerkabine.

„Wir haben unsere Umwelt so radikal verändert, dass wir uns jetzt selber ändern müssen, um in dieser neuen Umwelt existieren zu können.“
Norbert Wiener (1894-1964), amerik. Mathematiker, Begr. d. Kybernetik

  • Software anstatt Hardware
    Will man ein Gerät hardwaremässig aufrüsten, ist das sehr mühsam. Beispiel das Auto von Tesla: Das Cockpit kommt ohne konventionelle Anzeigengeräte aus. Gibt es Verbesserungen, so können Updates kurzfristig durchgeführt werden.
  • Werbung
    Hat man früher im sogenannten Old School Marketing Werbung betrieben, so ist jetzt Online-Marketing ak­tuell. Google Ads, Facebook Ads, die Amazon Advertising Plattform, Social-Media und E-Mail-Marketing ha­ben die Gelben Seiten komplett ersetzt. Dadurch sind viele neue Berufe entstanden.
  • Job-Futuromat
    Kann ein Roboter Ihren Job jetzt schon machen?
    Die Digitalisierung wird Millionen von Jobs kosten und nur sehr wenige Arbeitsplätze schaffen. Die Folge: Arbeitslosigkeit und mehr Kriminalität!

„Echtzeitdaten-Ökosysteme sind das Öl des 21. Jahrhunderts!“

  • Industrie 4.0
    Fabriken praktisch ohne Menschen, Roboter leisten ihren Dienst. Millionen Arbeitnehmer werden entlassen. Dieses Schreckensszenario ist bereits Realität. Auch in diesem Bereich gibt es trotzdem positive Aspekte:
    ➤ Die Maschine entlastet den Menschen von mühsamen und menschen­unwürdige Arbeiten.
    ➤ Es werden neue Berufe und Arbeitsplätze geschaffen.
    ➤ Die Produktion von Gütern wird wieder im Inland aufgenommen.
  • Distributed Companies
    Unter diesem Begriff versteht man ein Unternehmen, welches über kein zentrales Büro verfügt, in dem die Mit­arbeiter täglich zum Arbeiten kommen, sondern die Mitarbeiter an dem Ort arbeiten, an dem sie sich wohl­fühlen und am produktivsten arbeiten können. Oft handelt es sich dabei um international verteilte Teams, bei denen die Mitarbeiter in ihren Heimatländern im Home-Office oder Coworking­space arbeiten.

„Europa hat das Bestreben die USA zu kopieren, anstatt zu antizipieren!“

„Was machen Sie, damit Ihre Firma nicht dem­nächst be­troffen ist und vom Markt gefegt wird? Wie er­hö­hen Sie den Kunden­nutzen für Ihren Betrieb? Werden Sie zum Disrup­tor!“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

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Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.