Digital Dis­rup­tion: Ist Ihr Un­ter­neh­men dem­nächst be­troffen?

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Die Digitali­sie­rung killt nicht nur den Einzel­handel

Das englische Wort „Disrup­tion“ bezeichnet eine Inno­va­tion, die den Markt um­krem­pelt – und zwar radikal. Wer meint, dass seine Branche nicht be­troffen ist, der kann sich gründlich irren und sollte sich warm an­zie­hen. Hier ein paar be­kannte Beispiele, die zeigen, wie ra­send schnell sich der Markt ändert. Achtung: Der Um­bruch bietet für fin­di­ge Un­ter­nehmer eine Vielzahl an Chancen!

Informationen gemäss Stand vom 10.3.2022

Trend
Quelle: kalhh auf Pixabay.com

Ein gutes Beispiel ist das Ver­schwinden des Berufes Schrift­setzer. Hat man früher Blei­buch­staben gesetzt, wird heute alles auf dem Computer durchgeführt. Immerhin sind die Arbeitsplätze geblieben, was man von anderen Beispielen nicht be­haupten kann.

Beispiele

  • Streichhölzer
    Anfangs des 20. Jahrhunderts war die Produktion von Streich­hölzern ein sehr gutes Geschäft. Als die gasbe­trie­benen Feueran­zünder auf den Markt kamen, ist das Bu­siness auf einen Bruchteil seiner einstigen Grösse gefallen.
  • Kodak
    Vor einigen Jahren war Kodak ein grosser Konzern, bis die Digitalcameras dem Unter­nehmen das Kreuz ge­brochen haben. Kodak hat die Ent­wicklung komplett verschlafen. Tragisch: Dabei hat Kodak in den 70er die di­gi­tale Fotografie erfunden!
  • Energie
    Viele Privat- und Ge­schäfts­häuser produzieren mit Solarzellen und anderen Techniken eigenen Strom. Dieser Strom kann selbst verwendet werden oder er wird an die Energiekonzerne verkauft.
  • Hotelbranche
    Wer kein grosses Reisebudget hat, der kann privat logieren. Portale wie zum Beispiel Airbnb.com machen es möglich. So werden beim Reisen viele Hotels nicht mehr berücksichtigt!
  • Taxis
    Taxifahrer gehen auf die Barri­kaden. Mit Uber.com werden nicht mehr Taxis geru­fen, sondern Privatperso­nen, die sich damit einen Haus­halts­zu­schuss verdienen. Via App wird ein Fahrzeug angefordert, bezahlt und gleich noch den Fahrer und sein Fahrzeug be­wertet.
  • Selbstfahrende Automobile
    In Singapur fahren seit 2016 selbstfahrende Elektro-Pods. Bei diesem Konzept braucht es keinen Fahrer mehr! Ade Taxi­fahrer.
  • Autofahrschulen
    Wenn in wenigen Jahren selbstfahrende Automobile für Jedermann verfügbar sein werden, müssen Neulenker keinen Führerschein erwerben. Das Wort Neu­lenker wird obsolet, wie die Fahr­schulen auch. Wer selbst noch am Lenker sitzen will, der wird vermut­lich be­straft, indem er viel höhere Ver­sicherungs­ge­büh­ren zahlen muss.
  • Roboter anstatt Pflege­per­so­nen
    Ja, in Japan ist es bereits Wirk­lich­keit. Roboter bringen den Patienten automatisch das Essen ans Bett und sor­gen für die Unterhaltung der Patienten.
  • Sicherheitspersonal
    Vor dem Stanford Shopping-Center in Palo Alto (USA) patrouil­liert ein Roboter und sorgt für die Sicherheit der Be­sucher. Der Roboter inter­agiert mit den Besuchern, erkennt zer­brochenes Glas und er überprüft pro Minute bis zu 300 Nummern­schilder von Fahr­zeugen. Die Informationen werden direkt an das Sicher­heits­per­sonal wei­ter­ge­leitet.
  • Drohnen
    Kaum ein Tag, indem es keine Neuheiten rund um Drohnen gibt.
    ➤ Drohnen transportieren Ware,
    ➤ besprühen Felder,
    ➤ streichen und putzen Wän­de,
    ➤ werden für die Fotografie eingesetzt,
    ➤ überwachen Menschen und Gebäude,
    ➤ Indoor-Drohnen ersetzen den Kellner und bringen den Kaffee,
  • Socken
    Selbst Socken werden im In­ter­net geordert und im Abo ausgeliefert.
  • Einzelhandel Ade
    Buchhandlungen finden Leser praktisch nur noch in grösseren Städten. Buchhändler haben es schwer. Heute bestellt, mor­gen geliefert; Amazon macht es möglich. Ähnlich geht es weiteren Unternehmen im Ein­zelhandel.
  • Schulen und Universitäten
    Schulen unterrichten nicht mehr in einer Klasse, sondern in einem Mini-Studio. Der Ler­nen­de sitzt Zuhause am PC und verfolgt die Sitzungen live oder aufge­zeichnet. Konven­tionelle Lehrbe­triebe dürften lang­fristig Kunden ver­lie­ren.
  • Telekom
    Skype und Whats-App graben den Telekomanbietern das Geschäft ab, in­dem sie kosten­lose Kommuni­kation bie­ten.
  • Dorfladen
    Aber unser Dorfladen bleibt ver­schont? Denkste! Es gibt bereits voll digita­lisierte Dorf­läden, die haben 24 Stun­den pro Tag offen. Zum Ein­kaufen und Bezahlen brauchen Sie nur eine App auf dem Smart­phone.
  • Banken
    schliessen immer mehr Filialen, da sich die Kunden direkt via Web informieren und die benö­tigten Trans­ak­tio­nen selber vor­nehmen. Firmen, wie Paypal attackieren das Trans­fer­geschäft von Banken.
  • Lebensmittel
    kann man sich schon seit längerer Zeit im Web bestellen und zuliefern lassen. Zudem werden Lebens­mittel bereits automa­tisch vom leeren Kühl­schrank be­stellt.
  • CD / DVD zu Streamingdiensten
    Wer bitte kauft heute noch CDs und DVDs? Schnelle Down­load­raten ermög­lichen es, selbst grosse Soft­ware­pa­ke­te schnell her­unter­zu­laden. Per Streaming­dienste können Sie sich die aktuellen Filme schnell und kosten­günstig zu Hause an­sehen.
  • 3D-Drucker
    Kleinserien für Teile aller Art müssen nicht mehr bei einem Lieferanten in Übersee bestellt wer­den, sondern werden gleich selbst im Hause ausgedruckt. Langfristig sollen 3D-Drucker auch Massenprodukte her­stellen können. 3D-Drucker können bereits aktuell Häuser bauen.
  • Automobile
    Die Automobilkonzerne werden von Firma wie Apple, Google und Tesla Motors angegriffen.
    Weitere Gefahr: Viele Men­schen, die einst ein eigenes Fahrzeug besassen, nutzen mittlerweile Car-Sharing.
  • Baubranche
    Komatsu baut Muldenkipper ohne Fahrerkabine.

Zitat Norbert Wiener

  • Software anstatt Hardware
    Will man ein Gerät hardwaremässig aufrüsten, ist das sehr mühsam. Beispiel das Auto von Tesla: Das Cockpit kommt ohne konventionelle Anzeigengeräte aus. Gibt es Verbesserungen, so können Updates kurzfristig durch­ge­führt werden.
  • Werbung
    Hat man früher im sogenannten Old School Marketing Werbung betrieben, so ist jetzt Online-Marketing ak­tuell. Google Ads, Facebook Ads, die Amazon Advertising Plattform, Social-Media und E-Mail-Marketing ha­ben die Gelben Seiten komplett ersetzt. Dadurch sind viele neue Berufe entstanden.
  • Job-Futuromat
    Kann ein Roboter Ihren Job jetzt schon machen?
    Die Digitalisierung wird Millionen von Jobs kosten und nur sehr wenige Arbeitsplätze schaffen. Die Folge: Ar­beitslosigkeit und mehr Kriminalität!

„Echtzeitdaten-Ökosysteme sind das Öl des 21. Jahr­hun­derts!“

  • Industrie 4.0
    Fabriken praktisch ohne Men­schen, Roboter leisten ihren Dienst. Millionen Arbeitnehmer werden entlassen. Dieses Schreckens­szenario ist bereits Realität. Auch in diesem Bereich gibt es trotzdem positive Aspekte:
    ➤ Die Maschine entlastet den Menschen von mühsamen und menschen­unwürdige Arbeiten.
    ➤ Es werden neue Berufe und Arbeitsplätze geschaffen.
    ➤ Die Produktion von Gütern wird wieder im Inland aufge­nommen.
  • Distributed Companies
    Unter diesem Begriff versteht man ein Unternehmen, welches über kein zentrales Büro verfügt, in dem die Mit­arbeiter täglich zum Arbeiten kommen, sondern die Mitarbeiter an dem Ort arbeiten, an dem sie sich wohl­fühlen und am produktivsten arbeiten können. Oft handelt es sich dabei um international verteilte Teams, bei denen die Mitarbeiter in ihren Heimatländern im Home-Office oder Co­working­space arbeiten.

„Europa hat das Bestreben, die USA zu kopieren, anstatt zu anti­zipieren!“

„Was machen Sie, damit Ihre Firma nicht dem­nächst be­trof­fen ist und vom Markt gefegt wird? Wie er­hö­hen Sie den Kunden­nutzen für Ihren Be­trieb? Werden Sie zum Dis­rup­tor!“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Online-Mar­ke­ting-Mana­ger

Walser arbeitet seit 1995 mit dem In­ter­net. Er ist Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting- und Online-Tools-Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing-Manager. Er half frü­her als Agenturleiter Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site heraus­zu­holen. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.