B2B SEO: In 5 Schrit­ten auf Platz eins

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In diesem Artikel möchte ich Ihnen unkompliziert zeigen, wie Sie mit wenig Aufwand Ihre Web­site für den po­tenziellen Kunden und die Such­maschine Google optimieren und dadurch mehr Klicks erzielen. Kurz vor­ab: Die beste B2B SEO Stra­te­gie stellt immer die Such­in­ten­tion des Nutzers in den Vor­dergrund. Dazu gleich mehr.

B2B-SEO

Was ist SEO?

Der Begriff SEO umfasst alle Maß­nahmen, die von einer Person getroffen werden, um eine Website im Ranking einer Such­maschine weiter nach vorne zu bringen. Dabei unterscheidet man zwischen Offpage-SEO und Onpage-SEO. Mit Onpage-SEO sind Optimierungen gemeint, die, wie der Name schon sagt, auf der eigenen Website stattfinden. Dazu gehört klassischerweise die Text-Opti­mierung, die Bild-Optimierung und die Optimierung der Meta-Angaben. Mit Off­pa­ge-SEO sind Maßnahmen gemeint, die außerhalb der eigenen Website durchgeführt werden. Dazu ge­hören bei­spiels­weise die Backlinks, PR-Arbeiten und die Einträge in Branchen­verzeichnissen.

Das unterscheidet B2C SEO von B2B SEO

In der Regel sind Suchbegriffe im B2C Bereich stärker umkämpft und haben deutlich mehr Mitbe­werber, die ebenfalls Such­maschi­nen­optimie­rung betreiben. Außerdem wollen Interessenten im B2C Bereich Produkte eher direkt kaufen, wohin­ge­gen im B2B Bereich erst­mal Angebote angefordert oder Telefonate geführt werden.

B2B SEO Grund­la­gen

Auch im B2B SEO Bereich ist es wichtig, dass die zu optimierende Website gewisse Grundlagen erfüllt, um mit der Kon­kur­renz mit­hal­ten zu können. Dazu gehört vor allem ein grund­legendes Back­link­profil. Dies können Sie bei­spiels­wei­se mit der MozBar, Ahrefs oder Majestic ermitteln. Des Weiteren sollte die Domain mindestens ein Jahr oder län­ger an­ge­meldet sein.

Inhaltlich ist es enorm von Vorteil, wenn die Website bereits über Pro­dukt-Seiten, Leistungs-Seiten oder Glossar-Sei­ten verfügt, die jeweils mit Bildern ausgeschmückt wurden. Sollte Ihre Website diese Anforderungen noch nicht oder nur teilweise erfüllen, kann es teilweise bis zu 12 Monate dauern, bis sich die ersten messbaren SEO-Erfolge ein­stel­len.

Keyword-Recherche

Schritt 1: Key­word­recherche

Im ersten Schritt sollten Sie herausfinden, wonach Ihre Ziel­gruppe im Inter­net sucht. Häufig wird der Fehler gemacht, dass Web­seiten auf Begriffe optimiert werden, die der Kunde gar nicht sucht. Deshalb ist es enorm wichtig, im Vorfeld eine Keyword­recherche durch­zu­füh­ren, um herauszu­finden, was die poten­ziellen Kunden im Inter­net suchen und wie hoch das monat­liche Such­vo­lumen ist.

Mögliche Tools für die Keyword­recherche:

  • Google Keyword Planner
  • Ahrefs
  • Seobility
  • Sistrix
  • Semrush
  • Xovi

Wenn Sie Ihre Produkte oder Leistungen in die Tools eingeben, erhalten Sie viele sinnvolle Vor­schläge. Am Ende sollten Sie sich für ein einziges Key­word ent­scheiden, was Ihr Produkt oder Ihre Dienst­leistung am besten beschreibt und relativ viel Suchvo­lumen hat.

Achtung: Keywords, die nur aus einem Wort bestehen, haben häufig ein hohes Suchvolumen und dement­sprechend auch eine große Konkurr­enz. Aus diesem Grund macht es Sinn, sich erst einmal Key­words rauszusuchen, die aus zwei Wör­tern oder mehr bestehen und dafür eine nicht so starke Konkurrenz haben.

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Schritt 2: Kon­kurrenz­analyse

Im zweiten Schritt sollen Sie sich die Konkurrenz zu Ihrem Such­begriff an­schauen. Dazu geben Sie Ihr festge­legtes Key­word bei Google ein und schauen sich die ersten 3 bis 5 Web­seiten aus dem organischen Ranking an. Notieren Sie sich die Länge der Texte und die Anzahl der Bilder. Außerdem können Sie über­prüfen, ob der jeweilige Konkur­rent seinen In­halt exakt auf Ihr Keyword optimiert hat oder auf einen verwandten Begriff. Wenn Ihr Begriff “Rohr­lei­tungs­bau” ist, dann wäre ein ver­wand­ter Begriff beispiels­wei­se “Rohrleitungs­bauer” oder “Rohr­lei­tungs­bau­betrieb”.

So könnte Ihre Analyse aussehen:

  • Webseite 1: 676 Wörter, 5 Bilder, gleiches Keyword
  • Webseite 2: 432 Wörter, 2 Bilder, gleiches Keyword
  • Webseite 3: 921 Wörter, 12 Bilder, gleiches Keyword
  • Webseite 4: 222 Wörter, 1 Bild, verwandtes Keyword

Wenn Sie bereits ein grund­le­gendes Backlinkprofil mit Ihrer Website aufgebaut haben, dann nehmen Sie jetzt einfach die Durch­schnitts­werte der Wort­anzahl und der Bild­anzahl. Zusammen ergibt dies die Mindest­anforde­run­gen an eine neue Seite, mit der Sie für ein bestimmtes Keyword ranken können. Wenn Sie nach ganz oben kommen möchten, müs­sen Sie die Intention des Nutzers noch besser abdecken, als Ihre Konkurrenz. Stellen Sie sich deshalb die Frage, welchen Inhalt Ihre Mitbe­werber noch nicht ab­decken. In der Regel ist es so, dass Webseite 1 über Thema A und B spricht und Webseite 2 über Thema A und C. Wenn Sie jetzt alles auf Ihrer neuen Web­seite kombinieren, haben Sie eine gute Chance, dass Sie mit der Abdeckung der Themen A, B und C über Ihren Mitbe­werbern ge­rankt wer­den.

Hinweis: Häufig werden noch keine Videos im B2B-Bereich eingesetzt. Ein kurzes Video zu Ihrem Thema, wie zum Bei­spiel ein Erklärfilm, kann Ihnen schon fast eine Top-Platzierung garan­tieren. (Wenn die anderen Faktoren natürlich auch stimmen.)

Contenterstellung

Schritt 3: Con­tent­erstel­lung: Tex­te, Bil­der und Vi­deos

Sie haben sich bereits auf ein Keyword fest­gelegt und möchten nun die entsprechende Seite dazu erstellen. Durch Schritt zwei wissen Sie auch, wie viele Wörter und Bilder Sie benötigen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Versuchen Sie nach Möglichkeit, das ganze Thema abzudecken. Wenn Sie bei­spiels­weise über “Stahlrohre” schrei­ben, dann schreiben Sie auch über verschiedene Arten von “Stahlro­hren” und deren Montage. So haben Sie das The­ma besser abge­deckt als ein Mitbe­werber, der beispielsweise nur über ein speziel­les Stahlrohr schreibt.

Im Hinblick auf die Struktur der Seite können Sie sich am fol­genden Aufbau orientieren:

  • H1: Hauptkeyword
  • H2: Arten von Hauptkeyword
    H3: Art 1
    H3: Art 2
    H3: Art 3
  • H2: Informationen, die wichtig sind oder wichtig sein könnten
    H3: Wichtige Information 1
    H3: Wichtige Information 2
  • H2: Herstellung/Montage/Ablauf nach dem Kauf
  • H2: FAQ – Häufig gestellte Fragen
    H3: Frage 1
    H3: Frage 2
    H3: Frage 3
    H3: Frage 4
  • H2: Ansprechpartner und CTA

Wenn Sie Bilder in Ihre Websete einbinden, dann achten Sie da­rauf, dass die Bilder immer einen Alt-Tag und einen Title-Tag haben, der zum Thema passt. Beim Hoch­laden des Bildes sollte die Datei entsprechend schon optimiert sein.

Im Bezug auf eingebundene YouTube-Videos sollten Sie be­achten, dass Sie diese DSGVO-konform einbauen und auf eine schnelle La­de­zeit achten.

Schritt 4: Meta Anga­ben

Die Inhalte sind fertig und wir stehen kurz vor der Ver­öffent­lichung. Jetzt sollten Sie noch die Meta-Angaben opti­mie­ren. Dazu gehört zum einen der Meta-Title und zum anderen die Meta-Beschreibung. Achten Sie auf eine sinnvolle Länge beider Angaben. Die aktuellen Empfehlungen zur Länge der Meta-Angaben finden Sie hier:

Optimaler Meta-Title: 55 bis 65 Zeichen

Optimale Meta-Beschreibung: 150-160 Zeichen

Wichtig: Das Hauptkeyword sollte auf jeden Fall in beiden Meta-Angaben zu finden sein.

Schritt 5: Ver­öffentlich­ung

Die Seite ist nun “ready for take­off” und kann veröffentlicht wer­den. Wenn Sie zur Sorte der unge­dul­digen Menschen ge­hören, dann kön­nen Sie den Link Ihrer neuen Seite in der Google Search Console einreichen. Dadurch dauert die Inde­xierung der neuen Seite nicht ganz so lange, wie im Normal­fall.

Fazit:

Nun wünsche ich Ihnen alles Gute für Ihre neue Seite und würde mich sehr freuen, von Ihren Erfolgen zu hö­ren. Wenn Sie sich in dem einen oder an­de­ren Punkt nicht ganz sicher sind, dann können Sie gerne auf mich zukommen.

Bennet ArpAutor: Bennet Arp ist seit mehr als 6 Jahren im Be­reich SEO für B2B- und In­dustrie­unter­nehmen unter­wegs und opti­miert täg­lich Pro­dukt- und Leistungs-Seiten, damit seine Kun­den mehr Auf­träge über das In­ternet ge­win­nen kön­nen.