Zufriedenheit am Arbeits­platz ist mess­bar

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Online-Marketing-Beitrag

Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist ein Thema, das lange Zeit vernachlässigt wurde. Gerade die älteren Gene­ra­tionen vertreten häufig noch die Auffassung, dass Wichtigste sei, dass der Job die Familie ernährt. Zu­frie­den­heit mit der Ar­beits­stelle sei Luxus.

Zufriedenheit

Bildquelle von Robin Higgins auf Pixabay

Ein hoher Stellenwert kommt heutzutage der Zu­frie­den­­heit am Arbeit­splatz zu

Doch auch wenn es natürlich nach wie vor wichtig ist, dass Arbeit fair entlohnt werden sollte, rückt die Mitarbeiter­zu­frie­denheit bzw. die Mitarbeitereinbindung, das Employee Engagement, immer mehr in den Fokus.

Der Grund ist einfach: Es hat sich erwiesen, dass zufriedene Mitarbeiter deutlich engagierter und produktiver sind als Unzufriedene. Ein Unternehmen profitiert also massgeblich, wenn es sich um seine Angestellten kümmert. Sie fehlen seltener, wechseln nicht so häufig den Arbeitgeber und bringen sich und ihre Ideen gern mit ein, weil sie sich mit dem Unternehmen identifizieren. Wer das Gefühl hat, gebraucht zu werden und etwas Sinnvolles zu tun, der ist vermutlich auch glücklich und empfiehlt seinen Arbeitgeber weiter. Und ein Lächeln ist bekanntlich an­steckend.

Wie lässt sich die Zufrieden­heit der Mitar­beiter er­mit­teln?

Der Employee Engagement Index ist ein praktisches Hilfsmittel für Arbeitgeber, die mehr über die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter erfahren wollen und auch bereit sind, etwas an den Gegebenheiten im Unternehmen zu verän­dern.
In einer Umfrage beantworten bestenfalls alle Mitarbeiter dieselben Fragen und bewerten somit Ihre konkrete Ar­beitssituation, ihre Aufgaben und ihr direktes Arbeitsumfeld. Damit möglichst viele Mitarbeiter an einer solchen Um­frage teilnehmen, sind die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. So sollten die Mitarbeiter länger als nur einen oder zwei Tage Zeit haben, sich der Umfrage zu widmen. Auch dürfen arbeits­bedingte Unter­brechungen nicht dazu führen, dass jemand all die Fragen erneut beantworten muss. Ganz klar sollte die Umfrage in der Ar­beits­zeit be­ant­wor­tet werden.

Welche Faktoren machen glücklich am Arbeits­platz?

Es ist nicht allein der Lohn am Ende des Monats. Einen grossen Einfluss auf die indivi­duelle Zufrie­den­heit haben laut einer Studie Faktoren wie die gesundheitsfördernde Ausstattung des Arbeits­platzes, das soziale Miteinander im Team, aber auch die räumliche Möglichkeit, in Ruhe zu arbeiten bzw. vernünftige Meetings abzuhalten. Auch die technische Ausstattung und Betreuung beein­flussen die Zufriedenheit am Arbeitsplatz, ebenso wie die Möglichkeit, Weiterbildungen wahrzunehmen und entsprechend der eigenen Leistungen eingesetzt zu werden. Das Verhältnis zum Vorgesetzten trägt ebenso dazu bei, wie zufrie­den ein Mitarbeiter ist. All diese Faktoren ergeben gemeinsam ein Bild, doch ein einzelner Punkt kann im schlimms­ten Fall bereits reichen, unzufrieden zu werden.

Anhören und Anfangen

Oftmals ist es den Mitarbeitern sehr wichtig, gehört zu werden. Dies können Arbeitgeber bereits durch das Ein­füh­ren einer solchen Umfrage unter Beweis stellen. Doch sollten alsbald Konsequenzen aus den Ergebnissen der Um­frage gezogen und mit den Mitarbeitern kommuniziert werden. Auch das Beibehalten von stark kritisierten Gege­ben­heiten sollte erklärt werden. Oftmals verstehen die Mitarbeiter die Gründe und fühlen sich wertgeschätzt, da ihre Meinung nicht nur erfragt, sondern auch ernst genommen wurde.

Fazit

„Die Messung des Employee Engagement ist natürlich nur eine Momentaufnahme und sollte mindestens ein­mal im Jahr stattfinden. Die Auswertung der Ergebnisse kann Überraschungen mit sich bringen.“

Autor: Philipp Ochsner / belmedia Verlag