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„Webagentur oder Werbeagentur für die Gestaltung des Internetauftritts?“

InternetauftrittDer bewährte Hausgrafiker ist oftmals nicht die geeignete Person, um den Internetauftritt eines Kunden zu gestalten. Werbeagentur und Webagentur erbringen nicht zwangsläufig die gleich gute Dienstleistung.
Erfolge im Internet sind nur sichtbar, wenn sich Grafiker in die neue Media einarbeiten und sich die Gesetze des Internets zu Herzen nehmen und auch umsetzen.

„Inhaltsverzeichnis: Website-Erstellung“

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„Ein guter Internetauftritt“

Was ist überhaupt ein guter Internetauftritt? Gute Auftritte überzeugen zumindest in vier Punkten:

Das Design ist derjenige Punkt, der am schnellsten ins Auge fällt. Die Bewertung eines Designs ist immer schwierig, da vollkommen subjektiv. Denn welches Design gefällt schon jedem Betrachter? Das Design muss immer im Zusammenhang mit der Zielgruppe gesehen werden. Objektiver sind da schon Informationen, wie sich das Design zum Inhalt verhält. Auf guten Websites muss sich das Design nicht dem Inhalt unterordnen, sondern den Inhalt dezent unterstützen.

Ein guter Inhalt, neudeutsch Content genannt, kann einen Besucher wirklich überzeugen und begeistern. Am besten ist es, wenn der Surfer gleich ein Lesezeichen auf ein Angebot setzt oder eine Seite ausdruckt und damit Informationen in die reale Welt übernimmt.

Die Technik sollte eigentlich nicht sichtbar sein, sondern das Design und den Inhalt dezent unterstützen. Das Thema Benutzerfreundlichkeit und ein tadelloses funktionieren aller Elemente gehört genauso in diese anspruchsvolle Rubrik.

Ohne ein angemessenes Marketing wird die Website von der Zielgruppe nicht gefunden. Eine erfolgreiche Marketingaktion arbeitet mit Offline- also auch mit Online-Werbemassnahmen.

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„Neues Medium“

In der Anfangszeit des Fernsehens wurden TV-Spots noch vorgelesen. Die Erfahrungen aus der Radio-Werbung wurden 1:1 übernommen. Es dauerte einige Zeit, bis man das neue Medium Fernsehen verstand und entsprechend einsetzte. Ähnliches erleben wir heute im Internet. Die Erfahrungen aus dem Printbereich werden von vielen Grafikern 1:1 übernommen.

Papier-Unterlagen bestehen nur aus Text und Bildern. Ggf. spielt das Material resp. der Geruch noch eine geringfügige Rolle. Eine Website kann jedoch mehrere verschiedene Informationsträger einbinden: Texte, Fotos, Grafiken, Skizzen, Videosequenzen, Animationen, Musik, Tonsequenzen. Der multimediale Einsatz spricht beim Nutzer also gleichzeitig mehrere Sinne an. Darauf ist bei der Gestaltung eines Internetauftritts unbedingt Rücksicht zu nehmen. Je nach Ausgabegerät wird der Auftritt auch anders wahrgenommen.

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„Bedienungsfreundlichkeit“

Viele Internetauftritte von professionellen Grafikern sind in der Tat schön anzusehen. Viele Designer konzentrieren sich ausschliesslich darum, schöne Websites zu gestalten. Bedienerfreundlichkeit, Technik und Suchmaschinenoptimierung sind nicht ihr Ding. Man darf nicht vergessen: Die Surfer wollen kein Webdesign konsumieren, sondern von einem konkreten Kundennutzen profitieren.

Bei der Bedienungsfreundlichkeit haperts aber dann oftmals gewaltig. Vielfach werden solche Internetpräsenzen in eigenen Fenstern geöffnet, die den Surfer über die gewohnten Browserbefehle berauben. Wieso versuchen Grafiker die Nutzer zu bevormunden? Wieso nehmen sie keine Rücksicht auf die gewohnte Benutzerführung im Internet? Natürlich ist die Gestaltung eines Auftritts in einem Fenster, welches immer die gleiche Grösse hat, für den Grafiker wesentlich einfacher. So kennt es der Gestaltungsfachmann seit langem vom Papier her. Der Anwender mit einem grossen 17"- oder sogar 20"-Bildschirm sieht hingegen nicht ein, wieso sich der ganze Auftritt in kleinen Fensterlein mit winzigen Schriften abspielen muss.

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„Änderungsfreundlichkeit“

Die Websites von Grafikern sind oft so filigran, dass selbst kleinste Änderungen eines Textes oder das Hinzufügen eines neuen Punktes in der Navigation mit sehr viel Pflegeaufwand verbunden ist. Solche Websites können vom Kunden kaum selbst gepflegt werden. Teure Grafikerkosten führen dann dazu, dass diese Websites, vor allem bei KMU, kaum je aktualisiert werden. Bei den Kunden, die ihre Websites selbst pflegen wollen, ist darauf tunlichst Rücksicht zu nehmen.

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„Gültigkeit“

Prospekte können oftmals über mehrere Jahre verteilt werden, sofern sich das Angebot nicht verändert hat. Websites, die über Monate nicht aktualisiert wurden, werden schlicht nicht mehr besucht. Sie sind defacto Tot.

Es sollte zumindest eine Seite, zum Beispiel die Rubrik News, vom Kunden selbst gepflegt werden können. Die Aktualisierung dieser einen Seite muss direkt im Browser möglich sein. Dazu eignen sich zum Beispiel einfachste, teils sogar kostenlos erhältliche Redaktionssysteme.

Die Zugriffszahlen von ungepflegten Websites sind extrem niedrig. Kein Wunder, im Web erwartet der Besucher aktuelle Informationen. Veraltete Angaben verärgern Surfende und schaden letztendlich dem Ansehen des Websitebetreibers.

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„Genauigkeit“

Grafiker sind es gewohnt auf den Millimeter genau zu arbeiten. Die im Internet üblichen HTML-Seiten hingegen wurden nie für modernes Design entwickelt. Um dieses Manko auszugleichen, arbeiten viele Grafiker gerne mit der sogennanten DHTML-Technik. Leider funktioniert DHTML nicht auf allen Systemen gleich zuverlässig.

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„In Schönheit sterben“

Für Grafiker ist das Design in der Regel wichtiger als der Inhalt. Für die meisten geschäftlichen Surfer ist die Information jedoch wichtiger als die Verpackung. Bei vielen Webdesigns ist kein Platz für einen zusätzlichen erklärenden Satz. Dieser würde das schöne Design zerstören ...

Solche überdesignten Seiten sind u. a. daran zu erkennen, dass nicht gescrollt werden kann. Schliesslich wird auf Papier auch nicht gescrollt. Wirklich nicht? Gescrollt wird beim Zeitunglesen schliesslich mit den Augen.
Ergo: Die Gestaltung muss den Inhalt unterstützen und nicht von ihm ablenken.

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„Emotion gegen Information“

Bei Farbprospekten wird meistens über die Emotion verkauft und nicht über die spezifischen Details eines Angebotes. Im Internet wird aber niemand banale Werbesprüche lesen, sondern informative Fakten abrufen wollen. Selbstverständlich müssen diese entsprechend attraktiv und zweckdienlich verpackt sein.

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„Gefunden werden im Netz der Netze“

Neben dem Design und dem Inhalt gibt es beim Erstellen einer Internetpräsenz einen weiteren Punkt im Auge zu behalten, der bei Prospekten wegfällt: eine Website muss für die Suchmaschinen entsprechend optimiert werden, damit eine Seite überhaupt gefunden wird. Auch hier zeigen sich bei den von Grafikern erstellten Websites eklatante Mängel. Internetpräsenzen, die nur aus wenigen Fotos, wenig Text und viel technischem Code bestehen, haben wenig Chancen auf eine gute Position in den Suchmaschinen. Die Optimierung einer Website für die Suchmaschinen erfordert doch einiges an speziellem Fachwissen, vor allem bei stark umkämpften Schlüsselwörtern.

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„Fazit“

Auf Berichten auf Papier wird oftmals am Schluss ein Fazit gezogen. Auf dem Bildschirm kommt das Fazit zuerst, es muss den Besucher zum Lesen des Artikels animieren, ihn richtiggehend für den gesamten Beitrag neugierig machen.

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„Prospekte im Internet“

Die Gefahr ist gross, dass die Printidee für die Website einfach adaptiert wird. Damit wächst die Gefahr enorm, dass der Webauftritt nur eine 1:1 Kopie zum digitalen Prospekt wird. Berücksichtigt werden muss beim Webdesign unbedingt das spezielle Leseverhalten am Bildschirm und die Möglichkeit des Besuchers interaktiv agieren zu können.

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„Wer macht die Website?“

Der Designer konzentriert sich vor allem auf die Optik. Der Text muss sich jeweils dem Design unterordnen. Der Informatiker kümmert sich vor allem um die Technik. Ggf. leidet darunter das Design.
Der Websiteaufbau muss mit den Augen des Marketingspezialisten gesehen werden. Der Internetauftritt soll schliesslich den Kunden gefallen und nicht zum Selbstzweck werden. Wie heisst es so schön: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Langfristig gesehen werden wohl die Ein-Mann-Webgestalter mehr oder weniger aussterben. Grössere Agenturen arbeiten mit einem Team bestehend aus:

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„P.S.“

Als Zusammenfassung dieses Artikels geben wir dem vielzitierten Usability-Experten Jakob Nielsen das Wort:

„Jedes grossartige Print-Design ist meistens ein miserables Webdesign. Die zwei Medien unterscheiden sich so stark, dass zwei grundsätzlich verschiedene Design-Ansätze erforderlich sind, um deren jeweilige Stärken zu nutzen und die Schwächen zu minimieren.“

Autor: Walter B. Walser, task-force.ch Website-Promotion

AutorWalter B. Walser ist Online-Marketing Manager und Redaktor. Er hilft Unternehmern 100% mehr aus Ihrer Website herauszuholen. Er lebt seit 1995 vom Internet, berät KMU in Bezug auf deren Webauftritt und hat sich auf die Website-Pflege, Website-Optimierung und das Online-Marketing mit Online-Tools spezialisiert.
„Sie dürfen ihn gerne kontaktieren!“

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