Wie Sie im Online-Marketing er­folg­reich Squeeze-Pages ein­set­zen

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Cyber-Marketing-Fachbei­trag: Squeeze-Pages

Informationen gemäss Stand vom 28.5.2021

Squeeze-Pages erobern das Web!
Wurde diese Marketingmethode früher vor allem von Infomarketern angewendet, so wird dieses System immer mehr von Beratern und Firmen aller Art eingesetzt. Was eine Squeeze-Page ist, was Sie dafür benötigen und wie Sie sie er­folg­reich anwenden, erfah­ren Sie in diesem Beitrag.

Squeeze-Pages

Bildquelle von kalhh auf Pixabay

Inhaltsverzeichnis: Sequenz-Mar­keting


Was ist eine Squeeze-Page?

Die Squeeze-Page ist eine spezielle Seite auf einem Internetauftritt, die den Besucher dazu bewegen soll, seine E-Mail-Adresse zu hinterlassen. Der Name kommt daher, dass ein gewisser Druck auf den Surfer ausgeübt wird (to squeeze = pressen oder quetschen). Der Besucher wird erst auf die gewünschte Seite gelassen, wenn er seine E-Mail-Adresse erfasst hat.

In vielen Fällen wird nach dem Nachnamen oder Vornamen gefragt, damit der Besucher in den E-Mails persönlich an­ge­sprochen werden kann.

Squeeze-Page

Squeeze-Pages werden meistens dazu benutzt, um ein digitales Geschenk an den Besucher zu kredenzen. Gleich­zeitig wird mit der E-Mail-Adresse des Besuchers der eigene E-Mail-Verteiler resp. eine E-Mail-Liste aufgebaut.

Wie läuft der ganze Prozess bei Squeeze-Pages grundsätzlich ab?

  • Beginn
    Der Besucher erfasst auf der Squeeze-Page seine E-Mail-Adresse.
  • Single-Optin
    Auf der nächsten Seite wird dem Besucher für seinen Eintrag gedankt. Es wird darauf hingewiesen, dass so­eben eine E-Mail an seine Adresse geschickt wurde und dass er bitte den Link in dieser E-Mail an­klicken mö­ge.
  • Double-Optin
    Der Besucher klickt in der erhaltenen E-Mail auf einen Link. Damit wird sichergestellt, dass niemand in den Ver­teiler aufgenommen wird, der fälschlicherweise die E-Mail-Adresse einer anderen Person eingetragen hat.
  • Bestätigung des Eintrages
    Der Besucher erhält nun eine Bestätigungsseite und seine E-Mail-Adresse wird in den Verteiler aufgenommen. Auf dieser Bestätigungsseite kann der Besucher sein Geschenk herunter­laden oder er bekommt eine weitere E-Mail mit dem Download-Link.
  • Regelmässige Informationen
    Der Besucher erhält ab diesem Zeitpunkt gelegentlich weitere Informationen per E-Mail.

Beispiel: Wie können Berater eine Squeeze-Page einsetzen?

Bei Beratern geht es vor allem darum, sich als Experten in ihrem Gebiet zu positionieren. Berater aller Fach­rich­tun­gen senden zum Beispiel eine interessante Informationsbroschüre und koppeln die erfassten E-Mail-Adressen mit einem Follow-Up-Autoresponder. Dieser Follow-Up-Autoresponder versendet vollkommen automatisch in regelmässigen Abständen eine E-Mail an seine Abonnenten.

Es gibt eine bekannte Marketingthese die besagt, dass Interessenten erst ab dem siebten Kontakt Vertrauen in eine Firma aufgebaut haben und etwas kaufen. Also stellt man regelmässige Kontakte per E-Mail her. Diese E-Mails sol­len keine platte Werbung, sondern müssen interessante Informationen für die Abonnenten enthalten.

Marketing-Experten empfehlen nur ca. 20 bis 25% der Informationen mit Eigenwerbung zu bestücken. Zu viel Wer­bung provoziert den Abonnenten zum Abmelden des Abos. Konkret geht es darum, sich regelmässig beim po­ten­ziellen Kun­den mit interessanten Informa­tionen zu melden, um bei Bedarf als Lie­ferant einbezogen zu wer­den.

So könnte der Ablauf in der Praxis aussehen

  • Erfassung
    Der Besucher erfasst seine E-Mail-Adresse.
  • Bestätigung
    Am selben Tag erhält er eine E-Mail mit dem Link, wo er eine kostenlose PDF-Datei oder sonst ein digitales Geschenk herunterladen kann.
  • 1. Nachfolge E-Mail
    Nach zum Beispiel 7 Tagen erhält er eine weitere E-Mail, indem der Abonnent um Feedback gebeten wird.
  • 2. Nachfolge E-Mail
    Nach 14 Tagen erhält er eine E-Mail, wo seine Kontaktperson oder Firma vorgestellt wird inkl. Hinweis auf die Social-Media-Kanäle.
  • 3. Nachfolge E-Mail
    Nach 21 Tagen erhält er eine Lösung für ein konkretes Problem, welches Ihre Firma löst.
  • 4. Nachfolge E-Mail
    Nach 28 Tagen erhält er einen weiteren Lösungsvorschlag für ein konkretes Problem des potenziellen Kunden.
  • 5. Nachfolge E-Mail
    Nach 35 Tagen bekommt er weitere Tipps und Tricks oder es wird eine bestimmte Dienstleistung respektive Produkt angeboten.
  • Etc.

Was brauchen Sie für eine Squeeze-Page?

  • Internetseite
    mit einem attraktiven Text und einem Formular für die E-Mail-Eingabe.
  • Formularcode
    für den Datenbankeintrag.
  • Danke-Seite
    für den ersten Anmeldeschritt.
  • Weitere Danke-Seite
    für erfolgreich bestätigte Anmeldung.
  • Seite für Anmelde-Fehler
    erscheint beispielsweise, wenn man eine unkorrekte E-Mail-Adresse eingetragen hat.
  • Geschenk
    in Form einer nützlichen PDF-Datei, Einladung zu einem Webinar oder eines interessanten Videos.
  • Eine Software oder einen Online-Dienst,
    der die entsprechenden E-Mails versenden kann.

Da sich Abonnenten wieder abmelden dürfen, braucht es noch

  • Danke-Seite für erfolgreich bestätigte Abmeldung.
  • Seite für Abmelde-Fehler.

Wie richten Sie eine Squeeze-Page ein?

Dieser Vorgang ist vom eingesetztem Newslettersystem resp. Follow-Up-Autoresponder-Programm abhängig. Je­doch ist bei allen Systemen der Vorgang ähnlich. Am besten eignet sich dazu ein Online-Dienst, mit dem Sie eine unbe­grenzte Anzahl von Mailinglisten einrichten können.

Marktleader in diesem Marktsegment ist der englischsprachige Online-Dienst von AWeber* (der Dienst lässt sich im ersten Monat für 1 $ testweise benutzen). Sehen wir uns den Vorgang als Beispiel beim deutschsprachigen Dienst Flatrate-Newsletter* (der Dienst lässt sich 14 Tage gratis testen) an.

Zuerst brauchen wir die eigentliche Squeeze-Page. Diese gestalten Sie selbst oder Sie laden sich im Web pro­fessionelle Vorlagen herunter.

Die Squeeze-Page muss aus
➤ einem attraktiven Text,
➤ einem Formular für die Eintragung der E-Mail-Adresse,
➤ und dem entsprechenden Code, den wir vom Softwarehersteller erhalten, bestehen. Dabei wird der FORM TAG angepasst. Beispiel:
<form name=“subscribeform“ method=“post“ action=“http://www.url-des-anbieters.de/eintrag.php“>

Dann erstellen wir eine einfache Internetseite, wo wir uns für die Anmeldung bedanken.

Nachdem der Besucher eine E-Mail erhalten und den Link darin angeklickt hat, erscheint die Bestätigungsseite. Auf dieser Webseite kann man sich nochmals für die Eintragung bedanken und bietet den Download-Link für das Ge­schenk an. Die E-Mail-Adresse ist nun im Verteiler und wir sind aus rechtlicher Hinsicht auf der sicheren Seite.

Sollte die erfasste E-Mail-Adresse des Besuchers einen Fehler haben (zum Beispiel fehlt das @-Symbol), so er­scheint eine Webseite mit dem Hinweis auf einen Fehler in der E-Mail-Adresse.

Die drei erstellen Dateien sind einfache Internetseiten mit dem entsprechenden Text, mehr wird nicht benötigt. Im Ver­wal­tungszentrum der Software müssen wir jetzt nur noch die genaue Adresse dieser drei Dateien eintragen:

Squeeze-Page

Nachtrag: In den einzelnen E-Mails an die Abonnenten wird jeweils ein Link hinzugefügt, wo man das Abonnement kün­di­gen kann. Sie brauchen deshalb nochmals zwei Dateien.

Nachdem der Abonnent den Abmeldelink angeklickt hat, erscheint eine Internetseite, bei dem man sich vom Abon­nenten verabschiedet.

Sollte der Abonnent zum Beispiel zweimal den Abmeldelink anklicken, erscheint eine Webseite mit einem Hinweis, dass die zu löschende E-Mail-Adresse nicht mehr im Verteiler ist.

Auch diese beiden Webseiten werden der Software mitgeteilt.

Squeeze-Page

Welche Bestandteile hat die Squeeze-Page?

  • Eine Headline
    Diese muss unbedingt das Problem oder den Wunsch der Zielgruppe enthalten.
  • Eine Subheadline
    unterstützt die Headline.
  • Die Kundennutzen, die Vorteile
    meistens in Form von einzelnen Aufzählungen.
  • Visualisierung
    gegebenenfalls einen Pfeil verwenden, der auf den Eintragungsort der E-Mail-Adresse hinweist.
  • Das Formular
    für die Eintragung der E-Mail-Adresse.
  • Eine Handlungsaufforderung
    Am erfolgreichsten sind grüne und orange Knöpfe.
  • Vertrauenselemente
    wie Referenzen oder Siegel.
  • Links
    auf die Seiten Impressum und Datenschutz.

P.S.

„Nachdem diese Schritte durchgeführt wurden, müssen Sie den ganzen Ablauf noch testen. Läuft alles, be­ginnen Sie mit der Vermarktung der Squeeze-Page.“

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

Verfolgen Walter B. Walser:

Gründer des pra­xis­na­hen On­li­ne-Mar­ke­ting Ma­ga­zins kundennutzen.ch, Autor und Online-Marketing Manager. Er half frü­her Un­ter­neh­mern 100% mehr aus Ihrer Web­site he­r­au­­s­zu­­­ho­len. Er hat KMU in Bezug auf deren Web­auf­tritt be­raten und sich auf die Web­si­te-Pfle­ge, Web­si­te-Opti­mie­rung und das On­li­ne-Mar­ke­ting mit On­li­ne-Tools spe­zia­li­siert.