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„Die Risiken beim Kauf auf Rechnung“

„Online-Marketing Beitrag“

Rechnungeskauf
Quelle: unsplash.com

Der Kauf auf Rechnung ist nach wie vor bei Kunden die beliebteste Zahlungsart im Online-Handel, denn etwa 80% aller Kunden bezahlen im DACH-Raum auf Rechnung. Insofern macht es für Online-Händler Sinn, auch weiterhin diese traditionelle Zahlungsart anzubieten. Dennoch wird im betriebswirtschaftlichen Fachjargon beim Rechnungskauf von einem unsicheren Bezahlsystem gesprochen. Tatsächlich ist die Zahlungsart Rechnung nämlich mit Risiken behaftet, die wir in diesem Ratgeber ansprechen werden. Wir zeigen die Vor- und Nachteile beim Kauf auf Rechnung und weisen Online-Händler auf Wege hin, diese traditionelle Rechnungsart beizubehalten und dabei trotzdem die Risiken zu minimieren.

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„Ist der Verzicht auf den Rechnungskauf eine Option?“

Online-Händler, die aufgrund der Risiken pauschal auf diese Zahlungsoption verzichten, schütten im Prinzip das Kind mit dem Bade aus. Darauf weist eine Unternehmensstudie von Novalnet hin, nach der die Kaufabbruchquote von Unternehmen, die auf den Rechnungskauf verzichten, um 80% steigt. Denn Kunden mögen die Zahlungsart auf Rechnung, weil sie ihnen vertraut und nicht mit Transaktionskosten verbunden ist, sie keine Daten preisgeben müssen und sie die Ware ausgiebig testen können. Im Umkehrschluss ist der Kauf auf Rechnung also für eine gute Conversion Rate (CR) notwendig. Ein Unternehmen mit dieser Zahlungsoption ist für Kunden somit wesentlich attraktiver als ohne. Weitere Informationen zum Rechnungskauf in der Schweiz finden Sie unter diesem Link: rechnungskauf.ch/

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„Rechnung und Risiken“

Die Risiken beim Rechnungskauf entstehen vor allem dann, wenn der Online-Händler mit der Zusendung der Ware in Vorleistung tritt, sodass der Kunde diese vor der Zahlung aufmerksam begutachten kann. Ein grundlegendes Problem ist zunächst der zeitverzögerte Vorgang des Bezahlens, der betriebswirtschaftlich einem Lieferantenkredit entspricht. Weitere Ärgernisse sind Kunden, die zu spät oder gar nicht bezahlen. Das kostet Zeit, Geld und Nerven. Dies gilt auch deshalb, weil das Inkassoverfahren als letzter Schritt für beide Seiten kostspielig ist. Der einzige Profiteur bei der Betreibung ist das Inkasso-Unternehmen.

Ein weiteres Problem besteht für Online-Händler darin, dass Kunden dazu ermuntert werden, die Ware ohne Kauf zurückzusenden. Auch eröffnen sich bei dieser Zahlungsart diverse Betrugsmöglichkeiten des Kunden. So kann dieser zum Beispiel statt der zugesendeten Kleidung eigene Gebrauchtbekleidung zurückschicken und darauf bestehen, dabei handele es sich um das Produkt. Auch können Kunden falsche Namen und Adressen angeben, um die Ware mit verschleierter Identität ohne Gegenleistung zu behalten.

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„Vorschläge zur Risikominimierung“

Online-Händlern, die auf das für Kunden attraktive Modell nicht verzichten möchten, aber nach Möglichkeiten der Risikoeingrenzung suchen, stehen dafür einige Möglichkeiten offen. Zunächst können Sie den Rechnungskauf nur für Stammkunden zulassen und Neukunden darauf hinweisen, dass sie diese Option ab dem zweiten oder dritten Kauf nutzen können. Dies wäre allerdings ein Kompromiss, der sich durchaus nachteilig auf die CR auswirken wird. Ähnlich verhält es sich mit einer Extragebühr, die ebenfalls Betrug vorbeugt, aber in einem ähnlichen Mass die Attraktivität für den Kauf reduziert.

Eine zweite Option ist die Nutzung von Paymentmodulen. Diese ermöglichen dem Online-Händler die Durchführung von Bonitätsprüfungen vor dem Kauf, um unsichere Kandidaten vom Kauf auf Rechnung auszuschliessen. Zugleich bieten sie einen Adressvergleich, um die Kundenangaben auf Stimmigkeit zu überprüfen. Eine dritte Möglichkeit besteht schliesslich im Modell des Factorings.

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„Wann lohnt sich Factoring?“

Beim Factoring verkauft der Unternehmer seine Forderungen an die Kunden an eine Gesellschaft. Dadurch geht das Risiko auf den Geschäftspartner über und der Online-Händler erhält sofort das Geld, ohne die Nachteile des Lieferantenkredits hinnehmen zu müssen. Natürlich will der Factor bezahlt werden, sodass auch diese Option gründlich abgewogen sein sollte. Tendenziell ist Factoring eine Option, wenn das Unternehmen sich in einer Wachstumsphase befindet und das Risiko von Liquiditätsengpässen vermeiden muss; bei überdurchschnittlich schlechten Erfahrungswerten mit Kunden und wenn Kapital für eine grössere Investition vorhanden sein muss.

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