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Wie Phönix aus der Asche: „So habe ich in einer Woche die Absprungrate um 37% reduziert“

„Online-Marketing Beitrag“

Ich sitze in einer Pilatus Porter. Wir sind auf 3'200 Meter Höhe. Ich habe meine Ausrüstung nochmals kontrolliert. Alles OK! Nur noch wenige Sekunden vor dem Absprung ...

AbsprungDoch um diesen Absprung soll es hier nicht gehen!

Vor einigen Wochen bemerkte ich auf einer meiner Websites, dass es einige Seiten gab, die eine hohe Absprungrate (Bounce Rate) hatten. Ich machte von der Seite in der Webstatistik einen Screenshot, druckte in aus und hängte in neben den Computer. So stecke ich meine Ziele. :-)

Doch aus welchem Grund hatten die Seiten eine Abspring-und-ich-komme-nicht-wieder-Rate? Ich begann die entsprechenden Webseiten ausführlich zu analysieren und zu optimieren. Sehen wir uns jetzt einmal die Details näher an.

„Inhaltsverzeichnis für die Bounce Rate“

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Ja, sehr gerne!

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„Was meint Google zur Absprungrate?“

„Ein Absprung ist der Besuch einer einzigen Seite auf Ihrer Website. Bei Google Analytics wird ein Absprung als Sitzung gerechnet, bei der nur eine einzige Anfrage an den Analytics-Server ausgelöst wird, etwa wenn ein Nutzer eine einzige Seite Ihrer Website besucht und die Seite dann verlässt, ohne dass für diese Sitzung wei­tere Anfragen an den Analytics-Server ausgelöst werden.

Die Absprungrate ergibt sich aus den Besuchen einer einzigen Seite geteilt durch alle Sitzungen. Sie ist der Prozentsatz aller Sitzungen auf Ihrer Website, bei denen Nutzer nur eine Seite besucht und nur eine Anfrage an den Analytics-Server ausgelöst haben.“

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„Oder mit anderen Worten“

Eine Absprungrate bedeutet somit, dass ein Besucher nur eine einzige Webseite auf einer Website betrachtet hat. Doch, ist diese Feststellung negativ oder positiv? Beides! Sehen wir uns den Sachverhalt etwas genauer an.

Es muss eine statistische Signifikanz vorhanden sein. Wenn von hundert Besuchern in einem Monat 5 Personen nur eine Seite gesehen haben, hat das keine wirkliche Relevanz. Haben Sie tatsächlich so wenige Besucher pro Monat, müssen Sie über einen längeren Zeitpunkt messen.

Da der Besucher nur eine einzelne Seite aufruft, können wir leider nicht messen, wie lange er sich diese angesehen hat. Die Verbesserung der Absprungrate ist eine wichtige Massnahme der Onpage-Suchmaschinenoptimierung.

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„Wie finde ich die Absprungrate heraus?“

AbsprungrateWelche Seiten sind betroffen? Wie wird die Rate berechnet? Wir erfahren es in der Website-Statistik. Bei Google Analytics zum Beispiel unter

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„Der positive Aspekt ...“

Positiver AspektEine Absprungrate ist völlig normal und positiv, wenn die Seite

eine Lade- resp. Squeezepage ist.

auf eine Lande- oder auf eine Affiliateseite weiterleitet.

ein einzelner Blogbeitrag ist.
Regelmässige Stammleser kommen zum Beispiel via RSS-Feed oder Social Media regelmässig vorbei, um den neuen Beitrag zu lesen.

einem Leser bei seinem Problem geholfen hat!
Wer beispielsweise nach dem Sinn eines Wortes recherchiert hat und auf Wikipedia gelandet ist, dem sein Problem ist gelöst.

ein Leser 4 Minuten beim Lesen verbracht hat!

oder wenn der Webauftritt nur aus einer einzelnen Seite besteht. Warum auch immer.

jemand recherchiert und zum ursprünglichen Punkt zurückkehren will.

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„... und der negative Aspekt“

Negativer AspektIn einem Magazin, einer Landingpage oder einem Shop ist es eher negativ, da Benutzer länger auf der Site bleiben resp. ein Einkauf tätigen sollten. Für den Kauf ei­nes Produktes braucht der Benutzer schliesslich mehr als nur eine einzelne Seite. Wenn nur die Homepage aufgerufen wird, deutet es darauf hin, dass sie für Leser uninteressant ist.

Google kann die kurze Aufenthaltszeit auf einer Website als schlechtes Indiz sehen. Damit hat die Absprungrate einen wesentlichen Einfluss auf das Suchmaschinenranking.

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„Wie lauten die potentiellen Gründe für eine hohe, negative Absprungrate?“

Folgende Gründe können wahrscheinlich sein: Die Surfer verlassen eine Webseite schnell wieder, wenn ...

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„Aber, wie kann ich die Absprungrate senken?“

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„Messen Sie“

Nachdem Sie Ihre Seite(n) überarbeitet haben, kontrollieren Sie, ob sich die Ergebnisse verändert haben.

„Nicht verschlimmbessern
Ändern Sie nur einen Parameter pro Messperiode, sonst wissen Sie nicht, welche Mutation zum neuen Ergebnis geführt hat. Schliesslich können jegliche Änderungen an einer Seite auch zu weiteren Verschlechterungen führen.“

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„Und, woran lag es?“

Auf einigen Seiten konnte ich die Absprungrate tatsächlich nicht verbessern. Ich habe aber herausgefunden, wieso die Besucher nur diese Seite oft besuchten. Es handelte sich um Webseiten, die eine genaue Gebrauchsanleitung enthalten. Damit konnten viele Besucher ihr Problem lösen.

Bei den anderen Seiten habe ich den Text aktualisiert, erweitert und mit Grafiken aufgepeppt. Nach dem Kontrollzeitpunkt hat sich die Absprungrate um 37% verkleinert.

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„P.S.“

AbsprungEnde gut, alles gut!

Nachdem dieser Punkt erledigt ist, reicht die Zeit, wieder einmal einen Fallschirmabsprung zu wagen.
Die Absprungrate im realen Leben wird jetzt deutlich erhöht. ;-)

Autor: Walter B. Walser, kundennutzen.ch

AutorWalter B. Walser ist Online-Marketing Manager und Redaktor. Er hilft Unternehmern 100% mehr aus Ihrer Website herauszuholen. Er lebt seit 1995 vom Internet, berät KMU in Bezug auf deren Webauftritt und hat sich auf die Website-Pflege, Website-Optimierung und das Online-Marketing mit Online-Tools spezialisiert.
„Sie dürfen ihn gerne kontaktieren!“

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